Für den Winterdienst

Gemeinde Niederbergkirchen will Streusalz selbst einlagern: Zwei mobile Silos für 25.000 Euro

Niederbergkirchen will sein eigenes Streusalz lagern. Bis es soweit ist, muss noch ein Jahr vergehen. Die beiden Silos werden frühestens in sechs Monaten geliefert. Bis dahin beziehen die Niederbergkirchen ihr Salz aus Neumarkt-St. Veit.
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Niederbergkirchen will sein eigenes Streusalz lagern. Bis es soweit ist, muss noch ein Jahr vergehen. Die beiden Silos werden frühestens in sechs Monaten geliefert. Bis dahin beziehen die Niederbergkirchen ihr Salz aus Neumarkt-St. Veit.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Eigene Lagerung soll dem Winterdienst viel Zeiteinsparung bringen und vor allem auch die Arbeitsprozesse erleichtern. D0ch die Anschaffung kostet erst einmal viel Geld.

Niederbergkirchen – Zehn Minuten Anfahrt, eine Dreiviertelstunde Beladen und das Ganze in einem durchschnittlichen Winter 36 Mal – viel Zeitaufwand ist nötig, wenn der Winterdienst der Gemeinde Niederbergkirchen seine Fahrzeuge mit Streusalz zu befüllen hat. Bisher hat das die Gemeinde Niederbergkirchen in Neumarkt-St. Veit gemacht, weil vor Ort kein Streusalz gelagert war. Das soll sich jetzt ändern: Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen mobile Silos anzuschaffen.

In Spitzenzeiten werden 85 Tonnen Salz benötigt

85 Tonnen Salz sind es in einem strengen Winter, gerade Mal 44 Tonnen, wenn Schnee und Eis auf den Straßen ausbleiben. Wenn sich die Gemeinde also zwei mobile Silos anschafft, in denen jeweils 36 Tonnen Streusalz gelagert werden können, ist Niederbergkirchen für jede Art von Kälteeinbrüchen gerüstet. In der Sache war sich der Gemeinderat einig, allerdings wurden in der Diskussion auch stationäre Lösungen angesprochen, so wie sie die Gemeinde Niedertaufkirchen unterhält. 40 Kubikmeter fassen die Silos in der Nachbargemeinde, für die allerdings ein Fundament nötig sei, wie Bürgermeister Werner Biedermann dem Gemeinderat erklärte.

Stationäre Lagerung würde 8000 Euro mehr kosten

Zusätzliche Kosten von 8000 Euro wären das, rechnete Biedermann vor. Für die mobilen Silos, die jeweils 30 Kubikmeter Salz fassen würden, fielen insgesamt 25 000 Euro an Anschaffungskosten an. VG-Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer rechnete vor, dass sich die Investition in 20 Jahren amortisiert hätte, denn pro Jahr würde sich die Gemeinde 1100 Euro sparen, was die Beladung des Streusalzes aus Neumarkt mehr kostet als das eigene. „Und das ist sehr konservativ geschätzt“, fügte Wagenbauer hinzu.

Biedermann hob hervor, dass die Silos dezentral am Wertstoffhof abgestellt werden sollen.

Bisher steht das Fahrzeug mit zwei, drei Tonnen Salz rum

Andreas Lohr (CSU/NBL) waren die Kosten zu hoch, er fragte nach, ob nicht auch ein Silo reichen würde. Dem entgegnete Wagenbauer aber, dass die Gemeinde dann ein Zeitfenster-Problem hätte. „Da muss man dann schon sehr genau planen, damit man nicht ohne Streusalz dasteht.“ Markus Holz (CSU/NBL), der am Bauhof tätig ist, plädierte auf den Kauf der Silos, „weil es uns ermöglicht, die Bauhof-Fahrzeuge nur dann zu befüllen, wenn wir sie wirklich brauchen“. Bisher stünden die Fahrzeuge mit zwei, drei Tonnen Salz rum. Von der Zeitersparnis ganz zu schweigen, da häufige Anfahrten zum Salzlager nach Neumarkt dann ja wegfielen.

Lieferung wohl erst in sechs Monaten

Letztlich stimmte der Gemeinderat für den Kauf zweier mobiler Salzsilos. In diesem Jahr allerdings wird die Gemeinde davon noch nicht profitieren. Wagenbauer rechnet mit einer Lieferung erst in einem halben Jahr. Bis dahin also müssen die Bauhofleute die Wege nach Neumarkt-St. Veit in Kauf nehmen.

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