Gemeinde bringt zwei Baugebiete auf den Weg

Egglkofen – Die Gemeinde möchte ein neues Wohngebiet ausweisen.

Da die rund 6400 Quadratmeter große Fläche im Flächennutzungsplan als „Fläche für Landwirtschaft“ ausgewiesen ist und keine Satzung nach dem Baugesetzbuch existiert, muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Der Flächennutzungsplan muss dagegen nur berichtigt werden, da die Fläche unter 10 000 Quadratmeter hat. Auch das Landratsamt habe keine Einwände, sagte Bürgermeister Johann Ziegl eder (Unabhängige Liste Egglkofen). Der erste Entwurf für das Baugebiet „Bergblick“ ist ausgearbeitet und das Planungsbüro Raun ecker hat angeregt, dass die Festsetzungen identisch vom Bebauungsplan „Am Bäckerberg“ übernommen werden sollen. Der Gemeinderat hatte keine Einwände gegen dieses Vorgehen.

Gleichzeitig möchte die Gemeinde das neue Baugebiet „Fürstberg“ in unmittelbarer Nähe schaffen. Damit für das Baugebiet „Fürstberg“ auch das Verfahren ohne Ausgleichsflächenplanung durchgeführt werden kann, darf die bebaubare Grundfläche für die beiden Baugebiete „Bergblick“ und „Fürstberg“ zusammen nicht mehr als 10 000 Quadratmeter betragen.

Das Baugebiet „Bergblick“ hat nach momentanen Berechnungen eine bebaubare Grundfläche von 6401, das Baugebiet „Fürstberg“ eine bebaubare Grundfläche von 6026 Quadratemetern. Somit liegt man derzeit über Grenze von 10 000 Quadratmetern bebaubarer Fläche.

Nach internen Berechnungen der bebaubaren Grundfläche würde man mit einer Grundflächenzahl (GRZ) von 0,29 anstatt den momentan geplanten 0,35 und einer Verkleinerung von einigen Bauparzellen um rund 50 Quadratemeter beide Baugebiete ohne Ausgleichsflächenplanung, lediglich mit dem Vorbehalt der Ziele der Raumordnung ausweisen können, erläuterte Bürgermeister Ziegleder.

Mit Vorbehalt der Ziele der Raumordnung deswegen, weil aufgrund der Größe der beiden Baugebiete das Landratsamt Bedenken geäußert hat. Es hat empfohlen, die Regierung von Oberbayern zu beteiligen. Diese Beteiligung läuft gerade.

Ziegleder informierte, dass die Grundflächenzahl von 0,29 auch im Baugebiet „Am Bäckerberg“ festgesetzt wurde. Wird die Grundflächenzahl nicht verkleinert und ein Regelverfahren vollzogen, müssen die hohen Kosten zur Ausgleichsflächenplanung auf die zukünftigen Eigentümer umgelegt werden. Auch die Beteiligung der Regierung von Oberbayern zu den Zielen der Raumordnung sollte, so Ziegleders Vorschlag, abgewartet werden. Anschließend kann immer noch der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Fürstberg“ getroffen werden.

Ebenfalls zu beachten: Das Baugebiet benötigt eine Linksabbiegespur auf der B 299. Diese Kosten müssen auf die zukünftigen Eigentümer umgelegt werden. Die Räte schlossen sich dem Vorgehen an. hsc

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