Gemeinde braucht Schlepper

Oberbergkirchen - Eine Reihe von Ausgaben genehmigte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. In den meisten Fällen gibt es Zuschüsse. Darauf will die Gemeinde nicht verzichten. Bei der Anschaffung eines Kommunalschleppers machte sich das Gremium die Entscheidung nicht leicht.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Förderantrag für die energetische Sanierung des Rathauses Oberbergkirchen nach dem Konjunkturprogramm II. Sie kostet nach Angaben von Bürgermeister Michael Hausperger 245000 Euro. Der Fördersatz beträgt 87,5 Prozent. Somit bleibt ein Eigenanteil von etwas über 30000 Euro. Zu diesem steuert die VG einen Teil bei.

Lange diskutierte das Gremium über einen Schlepper für den Bauhof. Der alte hat einen Motorschaden, außerdem sind die hinteren Bremsen nicht mehr gut. Eine Reparatur kostet, so Hausperger, an die 5000 Euro. Dieser Betrag sei auch in den letzten Jahren mehrmals angefallen. Er habe viele Angebote für einen neuen Schlepper eingeholt. Die Kosten lägen bei 50000 Euro. Franz Hötzinger meinte, einen Schlepper brauche die Gemeinde, das stehe außer Frage. Der Bürgermeister ergänzte, die Hälfte der Arbeitsstunden, nämlich 160, sei beim Schneeräumen angefallen. Dafür sei der alte eigentlich zu schwach. Der neue müsste 100 PS haben.

Siegfried Gossert fragte: "Wenn wir schon kein Geld haben, warum leasen wir dann nicht? Es gibt auch Stundenleasing." Willi Haas bevorzugt eine Fremdvergabe des Winterdienstes. Der Bauhof mache den drittgrößten Ausgabeposten im Haushalt aus, "irgendwo müssen wir sparen."

Johann Lanzinger hielt dem entgegen, 50000 Euro, verteilt auf 20 Jahre, seien im Jahr nicht viel, und Georg Blieninger gab zu bedenken, wenn man nur im Winter einen Bulldog brauche, sei er auch für Vergabe der Arbeiten, "aber wir brauchen im Sommer auch einen." Josef Breiteneicher wusste von einer Gemeinde in Niederbayern zu berichten, dass dort mehrere Bauern das Schneeräumen für die Gemeinde wieder eingestellt hätten, weil es sich nicht rentiere. Der Beschluss wurde letztlich mit 12:1 Stimmen für den Neukauf und die Dreingabe des alten Schleppers gefasst.

Der alte Hilfeleistungssatz mit Spreizer, Rettungsschere und anderem Gerät der Feuerwehr Irl ist 30 Jahre alt und bringt nicht mehr die erforderliche Leistung bei der Rettung von verunglückten Autofahrern, teilte der Bürgermeister mit. Bei einer Investition von 20000 Euro gebe es 30 Prozent Zuschuss. Den Rest würde die Feuerwehr aus dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten jährlichen Budget abbezahlen. Einstimmig war das Gremium für diese Lösung.

Der Unterbau für das neue Fußball-Minispielfeld in Aubenham muss von der Gemeinde erstellt werden, so Bürgermeister Hausperger. Die Arbeiten für Drainage, Pflasterung und anderes werden an die Anton Lehner Bau GmbH in Holzhäuseln und für das Ausheben von 160 Kubikmeter Erde und die Kieslieferung an die Gebrüder Mittermeier, Notzen bei Ampfing, als jeweils günstigste Anbieter vergeben. Insgesamt fallen dafür an die 6500 Euro an.

Die Kostenbeteiligung der Gemeinde an der ökologischen Aufwertung der Rott zwischen Muttersham und Egglham war der letzte finanzwirksame Tagesordnungspunkt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Regenrückhaltung. Für die Kosten von 60000 Euro gibt es einen Zuwendungssatz von 82,9 Prozent. Den Rest muss die Gemeinde aufbringen. Auch hierfür stimmten alle Ratsmitglieder. gth

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