Gehweg Marke Eigenbau

Nicht von jedermann wird der Gehweg an der Rohrbacher Straße gut geheißen das taten die Anwohner in den letzten Monaten auch kund.
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Nicht von jedermann wird der Gehweg an der Rohrbacher Straße gut geheißen das taten die Anwohner in den letzten Monaten auch kund.

Er ist nicht von allen gewünscht und deswegen soll er jetzt so billig wie möglich werden, um zumindest die betroffenen Anlieger kostenmäßig entgegenzukommen: der Gehweg an der Rohrbacher Straße in Niederbergkirchen. Ein Beschluss zum Bau war nun erneut Gegenstand der Gemeinderatssitzung, weil Gegner eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht hatten.

Niederbergkirchen - In dieser Beschwerde ging es laut Bürgermeister Werner Biedermann um den Vorwurf eines Ladungsmangels, als der Beschluss zum Gehwegbau schon einmal im Gemeinderat diskutiert worden war. Zwar teilt die Verwaltungsgemeinschaft diese Ansicht nicht, und auch das Landratsamt hat diesen Ladungsmangel als solchen nicht erkennen können. Doch um auf Nummer sicher zu gehen, wurde die Beschlussfassung erneut Gegenstand einer Sitzung.

Im Wortlaut heißt es, dass der Gehweg im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße Mü7 (Rohrbacher Straße) im südlichen Bereich zwischen der Raiffeisenbank und der Einmündung in den Dachsweg ausgebaut werden soll. Diesem Beschluss schloss sich der Gemeinderat bei der Gegenstimme von Johann Haberger an.

Schon vor der Beschlussfassung betonte Bürgermeister Werner Biedermann, dass die Gemeinde darüber hinaus versuchen werde, die Kosten des Gehwegbaus auf ein Minimum zu reduzieren. Die im Raum stehenden Kosten für die Ingenieurleistungen (14000 Euro) will man sich grundsätzlich sparen, der Bau des Gehweges will die Gemeinde selbst mit dem Bauhof übernehmen.

Um die Gesamtkosten positiv zu beeinflussen, sollen auch Anlieger die Möglichkeit erhalten, sich in Form von Arbeitsleistung einzubringen - so die Idee Biedermanns. Seine Überlegung: Diese Kostenminderung würde sich schließlich auch auf die Beiträge der Anlieger auswirken.

Biedermann hat auch selbst angekündigt mitzuhelfen - um Zeichen zu setzen für diese kontrovers diskutierte Baumaßnahme. Denn sei anfangs von knapp 75000 Euro an Kosten für den Gehweg die Rede gewesen, hätten schließlich bereits 155000 Euro im Raum gestanden. "Da ziehe ich die Reißleine", sagte Biedermann in der Sitzung. je

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