„Geht-nicht-Denken“ überwinden

Beim Bäckerwirt ist schon lange nicht mehr nur Mittwoch Ruhetag:In der Dorfmitte fehlt das typische Wirtshaus, nachdem der Bäckerwirt vor geraumer Zeit geschlossen hatte. Fuhrmann/Enzinger

Erharting – „Der Anfang ist gemacht. Nicht alles ist verwirklichbar.

Vieles ist denkbar.“ Das ist das Resümee des Seminars zur Dorfentwicklung Erharting im Kloster Thierhaupten. Nachdem die Gemeinde im Juni im Landgasthof Pauliwirt zu einem ersten Informationstermin des Amtes für Ländliche Entwicklung eingeladen hatte, reisten nun 14 engagierte Erhartinger zum Seminar „Dorfentwicklung Erharting“ ins Kloster Thierhaupten, darunter fünf Gemeinderäte.

Viel Positives in den vergangenen Jahren

Unter Anleitung der Referenten aus der Schule für Land- und Dorfentwicklung, Otto Kurz und Axel Brück, blickte die Gruppe zurück und wagte eine Ideensammlung für die Zukunft. Hierfür wurde von manch einem sogar das über 450 Seiten starke Heimatbuch von Gert Steffen hinzugezogen.

Der Tenor: Die vergangenen 20 Jahre brachten viel Positives, wie die Umsetzung von Kanalisation, Wasserversorgung, Breitbandkabel oder die Weiterentwicklung von Betrieben. Negativ sah man das leerstehende Schulhaus, den verwaisten Bäckerwirt und die Aufgabe der Metzgerei Kurz an der Hauptstraße.

Wie viele andere Orte ist Erharting dem demografischen Wandel und den modernen Ansprüchen an Mobilität, Lebens- und Arbeitswelt unterworfen.

Daher soll sich auch Erharting unter Wahrung seiner Dorfgeschichte weiterentwickeln, insbesondere wünschte man sich attraktive Plätze und Orte für das Dorfleben, eine bessere ÖPNV- und Fahrradmobilität und ein differenziertes Wohnraumangebot. Besonders die Senioren sollen nicht vergessen werden.

Mehr ÖPNV und Fahrradmobilität

Einig war man sich, in dieser Phase ein „Geht-nicht-Denken“ zu überwinden. Als nächster Schritt soll ein Gemeinderatsbeschluss zur Weiterarbeit erwirkt werden. Damit wäre der Weg frei für den Antrag zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm.

Zur Weiterarbeit wurde eine Kerngruppe zur Dorfentwicklung mit Josef Schmid, Richard Stefke, Steffi Gansmeier, Martina Karl und Astrid Matejka ins Leben gerufen. fuh

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