Gedenktag vor dem Hörberinger Denkmal: Eine Minute Krieg bedeutete 19 Tote

Am Kriegerdenkmal Hörbering fand die eindrucksvolle Gedenkfeier statt. Bürgermeister Erwin Baumgartner sprach davon, dass Kriege nicht etwa ausbrechen: „Sie werden gemacht! durch Feindbilder, vorbereitete Propaganda und autoritäre Denkmuster!“
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Am Kriegerdenkmal Hörbering fand die eindrucksvolle Gedenkfeier statt. Bürgermeister Erwin Baumgartner sprach davon, dass Kriege nicht etwa ausbrechen: „Sie werden gemacht! durch Feindbilder, vorbereitete Propaganda und autoritäre Denkmuster!“

Neumarkts Bürgermeister Erwn Baumgartner: „Corona-Pandemie ist eine der größten Herausforderungen seit dem zweiten Weltkrieg

Neumarkt-St. Veit/Hörbering – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Hörbering lud zur Feierstunde ans Kriegerdenkmal an der Pfarrkirche in Hörbering, um an die vielen Gefallenen und Vermissten der Weltkriege aus der Pfarrei Hörbering zu gedenken. Vor der Feier am Ehrenmal im Beisein der Pfarrangehörigen fand in der Pfarrkirche St. Jakobus des Älteren ein Gedenkgottesdienst statt, den Pfarrer Franz Eisenmann zelebriert hat und der von den Bläsern der Kapelle Georg Maier mit der Schubertmesse und Chorälen gestaltet wurde. Am Ehrenmal verlas Schriftführer Helmut Maier nach dem Gottesdienst unter Salutschüssen und dem Klang der Sterbeglocke alle Namen der gefallenen Kriegsteilnehmer aus den Krieg von 1870/71 sowie den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.

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Mehr als die Hälfte der Kriegstoten waren Zivilisten

In seiner Rede bezeichnete Bürgermeister Erwin Baumgartner die Corona-Pandemie eine der größten Herausforderungen seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Zweite Weltkrieg dauerte sechs Jahre und zwei Tage. In jeder Stunde, so rechnete Baumgartner vor, starben 1139 Menschen. „In jeder Minute verloren 19 Menschen gewaltsam ihr Leben. Über 60 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte von ihnen waren Zivilisten, die durch kriegerische Handlungen sowie durch Völkermord in Lagern, Bombardierung, Flucht und Vertreibung aus dem Leben gerissen wurden.“ Das Stadtoberhaupt nannte die Kriege keine Naturkatastrohen, sie brechen nicht aus. „Sie werden gemacht – durch Feindbilder, vorbereitete Propaganda und autoritäre Denkmuster!“ Frieden sei keine Selbstverständlichkeit, diese Einsicht müsse weitergegeben werden.

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Das Lied vom guten Kameraden als Ehrerweisung an die vielen Toten

Anschließend legten Bürgermeister Baumgartner für die Stadt sowie KSK-Vorsitzender Josef Obermaier und sein Stellvertreter Josef Grandl je einen Kranz nieder. Die Gedenkfeier wurde beendet mit dem Lied des guten Kameraden und der Nationalhymne. hus

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