Gartenbauverein gedeiht

Rekordbesuch in der Vereinsgeschichte wies die Mitgliederversammlung des Vereins für Gartenbau und Landespflege Zangberg im Gemeindesaal auf. Unter anderem wohl auch wegen des Fachvortrags über Schnecken, der viele Hobbygärtner interessiert hat.

Zangberg - Erstmals nach Schließung des Gasthauses hielt der Gartenbauverein seine Jahreshauptversammlung im Gemeindesaal und hatte dabei gleich Rekordbesuch an Mitgliedern. Vor Versammlungsbeginn zeigte Michael Altenwegner vom Männergesangverein Fotos vom Jahresausflug mit der Frauengemeinschaft.

Vorstand Peter Asenbeck übergab nach kurzer Begrüßung das Wort an Schriftführerin Irmgard Wagner für ihren Rückblick auf ein bewegtes Vereinsjahr, das für die Gartler im Frühjahr schrecklich nass-kalt und im Sommer trocken und heiß war. Für die Gemeinde war der Verein bei der Pflanzaktion an der neuen Kita und beim Dorfweiherfest aktiv, hat für Kinder einen Backkurs im Bauernhofmuseum in Massing und für zwei weitere Vereine einen Ausflug organisiert.

Kassenverwalterin Anneliese Seilmaier verzeichnete bei 1957 Euro Ausgaben und 2332 Euro Einnahmen einen Gewinn von 375 Euro, wodurch das Vereinsvermögen auf 3548 Euro angewachsen ist. Auch die Mitgliederzahl nahm zu, wenngleich geringfügig auf knapp unter 100. Im Ausblick auf 2014 nannte der Vorstand Termine Pflanzentauschbörse, Dorfweiherfest, Ferienprogramm und Fachvortrag. Wegen zu geringer Beteiligung entfällt heuer der Vereinsausflug. Eventuell schließt sich Zangberg den Oberbergkirchener Nachbarn beim Besuch der Landesgartenschau in Deggendorf an.

Über eine im Garten nie ganz auszurottende Plage, die fressgierigen Schnecken, handelte der Vortrag von Peter Gasteiger über "Des Gärtners größten Feind". Gasteiger ist Gärtner in der Klostergärtnerei Gars und darüber hinaus Erbauer einer der größten Krippen in Bayern in seinem Hof in Gasteig. Mit Humor und inhaltlich fundiert stellte er die Schnecken als äußerst instinktsichere, fortpflanzungsfreudige Lebewesen dar, die mit ausgezeichnetem Geruchs- und Geschmackssinn ausgestattet sind.

Kochendes Wasser gegen Schnecken

Die kleinen schwarzen Schnecken sind eine heimische Art, die gelben Häuslschnecken mit dem schwarzen Strich kommen aus Madagaskar und die braunen Nacktschnecken aus Spanien. Dort können sie sich wegen Hitze und Trockenheit nicht so stark vermehren. Bei uns finden sie mit Wärme und Feuchtigkeit paradiesische Zustände.

Wichtig sei, jetzt im beginnenden Frühjahr die alten, großen Schnecken abzusammeln, bevor sie sich in ihre Erdlöcher zur ganzjährigen Eiablage zurückziehen. Gasteiger stellte verschiedene Abwehrmaßnahmen, indirekte und direkte, vor. Schneckenkorn sollte nur maßvoll, vier auf den Quadratmeter, und nicht direkt um die Pflänzchen ausgebracht werden.

Die eingesammelten Schnecken - praktisch dafür eine hölzerne Gurkenzange - sollen nicht mit Salz getötet werden, sondern mit kochend heißem Wasser. Das führe zu einem schnellen Tod. gth

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