Fröhliches Museumssingen in den Herbst

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"Die Sonne strahlt herrlich, das Wetter ist schön, wir wollen auch zum Singen gehn", das sagten sich viele sangesfreudige Wanderer, die nach dem Mittagessen am gestrigen Sonntag an der Rott einen Spaziergang unternahmen, der dann in Schloss Adlstein endete. Dorthin waren auch die Liebhaber der Volkslieder mit Autos von weit angereist, um wieder an Heinz Feichtners Singstunden im Schulmuseum teilzunehmen.

Alte Wanderlieder, Liebeslieder, Stimmungs- und Herbstlieder hatte der pensionierte Lehrer in Geheften gesammelt und ins Schulmuseum mitgebracht. Nach der Begrüßung durch Museumsleiterin Maria Huber erzählte in einem ersten Teil Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner viel über die Liedern aus dem "musealen" Singbuch "Wir kleinen Sänger", die dann auch gerne angesungen wurden. Später begleitete das Trio Heinz Feichtner, Alexandra Aimer (Geigen) und Dr. Baumgartner, (Gitarre) jedes Lied, und alle "Schüler" im Alter von acht bis 88 Jahren sangen freudig mit. Dazu hatten sie sich in die alten Bänke gezwängt und waren gar nicht überrascht, dass sie für zwei Stunden Gesangsunterricht wieder in ihre alten Möbel hineinpassten. Denn das Singen im Museum leitet der alte Schulmeister schon weit über zehn Jahre, wer einmal dabei war, der kommt wieder. Durch Erzählungen, Vortragsstücke des Trios und lustige bairisch-hintergründige Vorträgen von Heimatdichterin Elisabeth Brieschenk wurden den Stimmbändern auch Pausen gegönnt. Und in der großen Pause konnte man die leicht heisere Kehle ölen und Exponate im Museum betrachten. Die Museumsdamen bereiten in der Winterpause eine Ausstellung über Neumarkts Stadtpfeifer vor. Dazu haben sie in vielen freiwilligen Stunden die alten Uniformen "auf Vordermann gebracht". Nun würden sie dankbar Instrumente mit dazustellen, wenn "alte Stadtpfeifer" ihnen welche zur Verfügung stellen. nz

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