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EIN STEINIGER WEG

Förderung für sichere Radwegeverbindung in Oberbergkirchen in Aussicht

Neue Radwege für Oberbergkirchen – der Gemeinderat hat einen Antrag gestellt, dass sich die Gemeinde mit einem Radwegekonzept um eine Förderung bewerben soll.
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Neue Radwege für Oberbergkirchen – der Gemeinderat hat einen Antrag gestellt, dass sich die Gemeinde mit einem Radwegekonzept um eine Förderung bewerben soll.
  • VonSabine Gillhuber
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Öfter mal das Auto stehen lassen und mit dem Rad fahren – das ist leichter gesagt als getan, wenn sichere Radwege fehlen. Das Sonderprogramm des Bundes mit dem Namen „Stadt und Land“ fördert eben solche Verbindungen, die den Pendlerverkehr vom Auto aufs Fahrrad bringen.

Oberbergkirchen – Etliche gefährliche Stellen entlang der Staats- und Kreisstraßen machen den Weg von Oberbergkirchen in die Nachbarorte zum Beispiel nach Irl oder Zangberg für Fahrradfahrende unattraktiv. Deshalb reichten die Gemeinderatsmitglieder Josef Fuchs (Die Grünen), Franz Greimel (CSU) und Willi Kreck (Die Grünen) nun bei der Gemeinde Oberbergkirchen einen entsprechenden Antrag ein.

Ein Fachbüro soll ein integriertes Radwegekonzept erstellen, mit dem Fördermittel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ beantragt werden können. Ziel ist die Antragstellung, spätestens zum 31. Dezember 2021, um die größtmögliche Förderung von 80 Prozent beziehungsweise für finanzschwache Kommunen sogar 90 Prozent zu erhalten. Die Stadt Neumarkt-St. Veit ist in dieser Sache bereits tätig geworden und hat sich für ein Radwegekonzept ausgesprochen.

Antrag auf bessere Verbindung nicht neu

Bereits im Januar 2020 wurde beschlossen, „sichere und kurze Radwegeverbindungen innerhalb der Gemeinde zu errichten“. Damals sollte der Bauausschuss mögliche Streckenführungen erarbeiten. Um die Voraussetzung für eine Förderung zu erfüllen, ist jedoch ein vernünftiges und professionelles Radwegekonzept entscheidend, das der Bauausschuss nicht selbstständig erstellen kann.

Er soll aber eng in die Konzeptentwicklung eingebunden werden und beratend mitwirken. Das Sonderprogramm sei die einmalige Gelegenheit, den gefassten Beschluss in die Tat umzusetzen.

Förderung von Radwegen mit großer Bedeutung

Gefördert werden Radwege die eine „eigene Verkehrsbedeutung insbesondere für Berufs- oder Alltagsverkehre“ haben und „nicht ausschließlich touristischen Verkehren“ dienen. Sie müssen „dauerhaft, verkehrssicher und nachhaltig – einschließlich Winterdienst“ von der Gemeinde betrieben und unterhalten werden können.

Lesen Sie dazu auch: Landkreis Mühldorf fördert Radwegebau - Innntalradweg ist ebenfalls Thema

Erste Ideen wurden in der Gemeinderatssitzung bereits vorgestellt. Ein vorrangiger Bedarf wird für die Strecken von Oberbergkirchen nach Irl auf einer Länge von 1,13 Kilometer, von Oberbergkirchen nach Zangberg mit 3,88 Kilometer und von Bichling nach Brodfurth auf einer Länge von 1,6 Kilometer gesehen.

Diese Trassen sind allerdings noch nicht final, sondern werden im Rahmen des Radwegekonzepts noch einmal genau beleuchtet und eventuell auch verändert. Für den Förderantrag ist jedoch ein erster Entwurf notwendig, aus dem die grundlegende Zielsetzung hervorgeht.

Kritische Stimmen im Gemeinderat

Im Gemeinderat wurde der Vorschlag kritisch unter die Lupe genommen. Konrad Niederleitner (UWG) gab zu bedenken, dass allein der Weg von Oberbergkirchen nach Zangberg einen Landverbrauch von 2,5 Hektar verursache. Auch die laufenden Kosten müssten bedacht werden.

Der Zweite Bürgermeister Anton Weichselgartner (CSU) kritisierte den Weg nach Irl, der quer durch den Wald führen würde. Nicht nur die Tiere würden in ihrem Lebensraum wohl gestört, auch der Unterhalt des Radweges sei dort aufwändiger. Deutlichen Mehraufwand, insbesondere beim Winterdienst, sah Gemeinderat und Gemeindearbeiter Klaus Riegelsberger (CSU).

Er hält die Radwege für sinnvoll, doch die damit verbundene Arbeit dürfe nicht unterschätzt werden. Ob Anwohner und Eigentümer der Flächen schon in die Planungen einbezogen wurden, fragte Gemeinderat Thomas Thaller (UWG).

Hoher Aufwand für Unterhalt der Wege

Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) erklärte, dass für den Entwurf zunächst berücksichtigt wurde, wo die Gemeinde bereits Flächen besitzt. Es soll zuerst ausgelotet werden, ob die Gemeinde überhaupt eine Förderung erhält. Anschließend könne geprüft werden, ob die nötigen Flächen erworben werden können. Von den drei möglichen Trassen sei bis zum Ende des Förderzeitraums in 2023 ohnehin wohl nur eine realisierbar.

Erst einmal Zuschussmöglichkeiten abklären

Mit zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, die Zuschussmöglichkeiten aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ für die vorgeschlagenen Radverbindungen abzuklären. Entgegen dem Wunsch des Bauausschusses soll jedoch erst nach der Zusage der Förderung ein Fachbüro mit dem eigentlichen Radwegekonzept beauftragt werden.

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