Irlham-Rott-Manholding: Flurverordnung geht nach 18 Jahren dem Ende entgegen

Machten sich vor Ort ein Bild über den Fortschritt der Baumaßnahmen. Herbert Hofer (vorne), Vorstand Franz Hötzigner (vierter von links), Baurat und Projektleiter Erhard Widl (Mitte) und Bürgermeister Michael Hausperger (zweiter von rechst) mit den Arbeitern der Firma Hobmaier.
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Machten sich vor Ort ein Bild über den Fortschritt der Baumaßnahmen. Herbert Hofer (vorne), Vorstand Franz Hötzigner (vierter von links), Baurat und Projektleiter Erhard Widl (Mitte) und Bürgermeister Michael Hausperger (zweiter von rechst) mit den Arbeitern der Firma Hobmaier.

Das Verfahren Flurverordnung Irlham - Rott - Manholding geht dem Ende entgegen. Mit dem letzten Abschnitt des Wegebaus wurde im April 2020 begonnen. Diese soll im November fertiggestellt werden, wir es aus dem Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft in Oberbergkirchen heißt.

Von Franz Maier

Oberbergkirchen/Irlham – Im Zuge des Neuordnungsverfahren wurden 2800 Meter neue Kieswege, 1400 Meter Nachkiesungen und 800 Meter Pflasterwege gebaut. Es entstanden zwei Durchlässe, eine marode Brücke über der Rott wurde erneuert. „Dadurch kann jetzt gefahrenlos mit den heutigen modernen Maschinen eine sichere Überfahrt gewährleistet werden“, informiert Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger. Über die neuen Wege seien die landwirtschaftlichen Flächen nun optimal erschlossen.

Kosten der Baumaßnahme: rund 700 000 Euro

Die Kosten für die Baumaßnahme, die von der Firma Terratop Hobmaier aus Vilsbiburg ausgeführt wurden, betragen laut Projektleiter Erhard Widl, Baurat) im Amt ländliche Entwicklung Oberbayern, rund 700.000 Euro. Die Eigenleistung für die Maßnahme beträgt 17 Prozent, die übrigen 83 Prozent werden aus Bundesmittel finanziert.

Durch die umfangreiche Bodenordnung sei eine wesentliche Verbesserung der Agrarstruktur erreicht worden, betont der Baurat. Die größeren Grundstücke machten zum Teil alte Wege, die zudem in einem schlechten Zustand waren, entbehrlich. Diese Wege wurden rekultiviert, sie können nun ebenfalls landwirtschaftlich genutzt werden.

Mßnahmen alufen bereits seit 2002

Bereits seit 2002 laufen Baumaßnahmen im Neuordnungsverfahren in der Gemeinde Oberbergkirchen. Umfangreiche Zufahrtsstraßen und Wege wurden ausgebaut, eine bessere Anbindung der landwirtschaftlichen Einödhöfe an das übergeordnete Verkehrsnetz sind realisiert worden. Die Anordnung des Flurneuordnungsverfahren Irlham - Rott - Manholding erfolgte im Januar 2014 mit einer Verfahrensgröße von circa 315 Hektar.

Bauzeitenfenster an Bodenbrüter angepasst

Die darauf folgenden Baumaßnahmen wurden auch von der Ökologischen Baubegleitung mitbetreut. Damit wurde sichergestellt, dass für die Einhaltung von Schutz-, und Vermeidungs-, und Minderungsmaßnahmen eine genehmigungskonforme Umsetzung der Baumaßnahme erfolgte. So mussten verschiedene Bauarbeiten zum Schutz von Bodenbrütern, Gewässerbrütern, Amphibien (Gelbbauchunke), sowie gehölzbrütender Vogelarten an Bauzeitenfenster angepasst werden.

Positive Entwicklung des heimatlichen Lebensraumes

Voll des Lobes zeigte sich Bürgermeister Michael Hausperger. Durch die Maßnahme zur Flurerneuerung und Erschließung der landwirtschaftlichen Betriebe sei ein wichtiger Beitrag für die positive Entwicklung des heimatlichen Lebensraumes und der Gemeinde Oberbergkirchen geleistet worden. Projektleiter Erhard Widl bedankte sich bei den örtlich Beauftragten Franz Hötzinger und Herbert Hofer, sie hätten die Baummaßnahmen vor Ort zuverlässig beaufsichtigt.

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