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INVESTITION IN DIE ZUKUNFT

Flurbereinigung in Oberbergkirchen beendet – 2,8 Millionen Euro für Straßenbau und Ökologie

Dank und Anerkennung sprach Michael Hausperger Baurat Georg Remmelberger für die Bauabwicklung aus und überreichte ein Geschenk. Maier
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Dank und Anerkennung sprach Michael Hausperger Baurat Georg Remmelberger für die Bauabwicklung aus und überreichte ein Geschenk. Maier
  • VonFranz Maier
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Das seit 2002 laufende „Neuordnungsverfahren Oberbergkirchen“ ist abgeschlossen. Die Teilnehmer sind sich einig: Das Projekt hat die Gemeinde aufgewertet. Und das gleich an mehreren Stellen.

Oberbergkirchen – Bürgermeister Michael Hausperger und Baurat Georg Remmelberger vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern sprachen bei der Abschlussfeier von einem stolzen Tag in der Geschichte Oberbergkirchens. In der Gemeinde wurden Zufahrtsstraßen ausgebaut, eine bessere Anbindung der Einödhöfe an das Verkehrsnetz erreicht und verschiedene Maßnahmen realisiert. Dies sei nur durch die hohe Förderung möglich gewesen, betonte Bürgermeister Hausperger.

Berichtigung des Grundsbuches ist im Mai erfolgt

Bei der jüngsten Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft berichtete Remmelberger, dass im Mai die Berichtigung des Grundbuchs erfolgt sei und die Finanzierung des Neuordnungsverfahrens durch das Amt für Ländliche Entwicklung abschließend geprüft und in Ordnung befunden worden sei. Daraufhin sei der Verwendungsnachweis öffentlich bekannt gegeben worden. Nun wird laut Remmelberger der Schlussbescheid über die Finanzierung der Ausführungskosten vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) erlassen.

Restvermögen für die Unterhaltung der erstellten Wege und Straßen

Das Restvermögen von etwa 4000 Euro wird gemäß Beschluss der Gemeinde Oberbergkirchen übereignet, Verwendungszweck ist die Unterhaltung der erstellten Wege und Straßen.

Neuordnungsverfahren nach 19 Jahren förmlich abgeschlossen

Bei der Vorstandssitzung haben die Versammlungsteilnehmer als letzten Beschluss den Erlass der Schlussfeststellung am ALE beantragt. Damit wird das Neuordnungsverfahren Oberbergkirchen nach 19 Jahren förmlich abgeschlossen. Laut Remmelberger erlöschen mit der Zustellung der unanfechtbar gewordenen Schlussfeststellung die Teilnehmergemeinschaft und damit auch die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder.

+++ Berichte aus Oberbergkirchen lesen Sie auch auf unserer Themenseite.

Hauptziele des vom damaligen Bürgermeister Josef Englbrecht beantragten Neuordnungsverfahrens waren die bedarfsgerechte Erschließung der Weiler und Einödhöfe sowie die Zusammenlegung und Behebung der Besitzzersplitterung. Weiter sollten Maßnahmen zur fehlenden Wasserrückhaltung im Gelände und zur Landschaftspflege durchgeführt und alle Grundstücke zum Schluss exakt vermessen und abgemarkt werden.

2003 wurde der erste Bauabschnitt in Angriff genommen

Nach einer intensiven Planungs- und Genehmigungsphase 2002 wurde bereits im Jahr 2003 der erste Bauabschnitt in Angriff genommen. Sieben weitere Bauabschnitte folgten bis 2016. In Folge der Finanzkrise kam es von 2005 bis 2008 zum Baustillstand. Es wurden keine Fördermittel mehr bereit gestellt.

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12,3 Kilometer Straßen gebaut

Im Gemeindebereich wurden in den 14 Jahren von der Teilnehmergemeinschaft 12,3 Kilometer Straßen gebaut, davon 9,5 Kilometer als Asphaltwege zur bedarfsgerechten Erschließung der Einödhöfe und rund 2,8 Kilometer als Wirtschaftswege in ökologischen Spurplatten oder Kiesausführung. Mit dem umfangreichen Wegenetz wurde ein enormer Wert für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum geschaffen.

Einen Bildband gab es für die Vorstandsmitglieder: (von links) Martin Kirschner, Bernhard Huber, Erich Schaumeier und Michael Schiller.

Augenmerkt auf Ökologie

Neben dem Wegebau wurde das Augenmerk auch auf ökologische Ziele gerichtet. In den Jahren 2012/13 wurde der Zangberger Bach auf 780 Meter Länge renaturiert, mehrere Rückhaltebecken wurden angelegt sowie Ruhebänke und Wildbienenhäuser mit den Schulklassen aufgestellt. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen waren: Pflanzung von 570 Obstbäumen und Sträuchern, Lindenallee beim Pfarrhof, Kirschbaumallee in Gantenham, Tümpel in Aubenham und Wolfhaming, Pflanzung von zwei Linden zur 200-Jahr-Feier.

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Kostenbeteiligung der Gemeinde liegt bei 260 000 Euro

Die Gesamtkosten für das Neuordnungsverfahren Oberbergkirchen belaufen sich auf etwa 2,8 Millionen Euro. Die Europäische Union und der Freistaat Bayern haben das Projekt mit 2,08 Millionen Euro bezuschusst. Die Kostenbeteiligung der Gemeinde liegt bei 260 000 Euro, die Eigenleistung der Teilnehmer bei 460 000 Euro.

Kein Widersprüche gegen Neuverteilung

Das Neuordnungsverfahren Oberbergkirchen, das in drei Teilverfahren abgearbeitet wurde, konnte mit großer Zustimmung und Zufriedenheit der Grundeigentümer und der Gemeinde durchgeführt werden. Es gab keine Widersprüche gegen die Neuverteilung.

Stärkung des ländlichen Raumes

Zusammenfassend stellte Remmelberger fest, dass die Teilnehmergemeinschaft einen wichtigen Beitrag für die Zukunft Oberbergkirchens und des ländlichen Raumes im Allgemeinen geleistet hat. Er bedankte sich bei seinen Vorstandsmitgliedern Michael Schiller, Erich Schaumeier, Bernhard Huber und Martin Kirschner sowie Hausperger und der Gemeindeverwaltung für die langjährige vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.

Fotobuch für die Vorstandsmitglieder zur Erinnerung

Als Dankeschön überreichte er seinen Vorstandsmitgliedern Martin Kirschner, Bernhard Huber, Erich Schaumeier und Michael Schiller ein von ihm erstelltes Fotobuch, das die Flurneuordnung Oberbergkirchen in den vergangenen fast 20 Jahren zusammenfasst.

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