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Flugangst und ihre Folgen

Die Laienschauspieler aus Egglkofen leisteten wieder brillante Arbeit: Ob bei der Inszenierung von "Liaba liagn als fliagn" oder beim fantastischen Bühnenbild, das Georg Meyer gestaltet hatte. Foto nz
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Die Laienschauspieler aus Egglkofen leisteten wieder brillante Arbeit: Ob bei der Inszenierung von "Liaba liagn als fliagn" oder beim fantastischen Bühnenbild, das Georg Meyer gestaltet hatte. Foto nz

Ländliches Lustspiel nannte der österreichische Theaterdichter Hans Gnant das Stück, in dem es drei Akte lang um die Flugangst geht. Die Theatergruppe Egglkofen bringt "Liaba liagn als fliagn" derzeit mit viel Erfolg auf die Bühne der Arthur-Loichinger-Halle.

Egglkofen - Schon die Begrüßung und Ansage durch die Nachwuchskräfte Lisa (9) und Georg Meyer (7) steigerte die Neugier auf das Stück. In der von Georg Meyer gestalteten Bühne griffen dann die Schauspieler gekonnt und voller Spielfreude die Bauchmuskeln des Publikums unentwegt an.

Regisseur und Mitspieler Franz Mayrhofer hat die Rollen perfekt besetzt und die Pointen des Stücks gut herausgearbeitet. Alle sieben Spieler verstärken ihre Gefühlsausdrücke geschickt mit entsprechender Gesten und Mimik, wobei besonders der Werbemanager Pizek (Thomas Mayrhofer) mit seinen schnellen Werbesprüchen stets für Heiterkeit sorgte. Robert Oswald gibt perfekt den schüchternen Liebhaber Peter Kogler, der allerdings gegen die aggressive Ablehnung seines künftigen Schwiegervaters schließlich erfolgreich ankämpft. Der Vater seiner großen Liebe Vroni (Gabi Moser) ist ein echter Grantler, der nicht nur Vater und Sohn Kogler gänzlich ablehnt.

Dieser Tierarzt Dr. Florian Geyer (Helmut Gaedtke) ist auch ein Haustyrann, der seiner Frau Maria (Rita Mayrhofer) und Tochter Vroni seinen Willen aufzwängt. Weil er aber große Angst vorm Fliegen hat, und weil er deshalb eine gewonnene Indienreise nicht antreten will, setzen seine Damen listig geschickt bei ihm doch ihren Willen durch, den er später akzeptieren muss- trotz aller gegenteiliger Schwüre vorher.

Rita Mayrhofer überzeugt in der Rolle als leidensfähige Hausfrau, die voll hinter ihrem Gatten steht. Auch Gabi Moser als Tochter Vroni beruhigt Papa Florian stets erfolgreich, ohne von Freund Peter zu lassen. Petra Zinkl leistet als Tante Rosi schauspielerische Schwerstarbeit, wenn sie das ganze Stück hindurch als osteuropäische Verwandte eine Sprache mit "Migrationshintergrund" tadellos anwendet. Ihr Anteil am guten Ende des Stückes ist auch erheblich.

Die Glanzrolle des Stückes, den - Nachbarn Miche Krauterer - füllt Regisseur Franz Mayrhofer bravourös selbst aus. Seine Auftritte als oftmals lästiger Ratgeber, der doch nur seine Neugier stillen und Schadenfreude nicht verbergen will, sorgt immer wieder für Verwirrung und für Angst und Schrecken bei den Betroffenen. Auch er leistet Enormes, wenn er als Hauptdarsteller zweieinhalb Stunden mit Kopfstimme die Komik seiner Rolle verstärkt.

Das Publikum war applaudierfreudig, wozu es bei fast allen Szenen im Stück echten Grund hatte. Maskenbildnerin Marina Mayrhofer löste ihre Aufgabe großartig, vor allem bei den Verkleidungsszenen musste sie auch unter Zeitdruck helfen. Souffleuse Irmi Haberger gab durch ihre Zuverlässigkeit den Akteuren auf der Bühne die nötige Sicherheit.

Der Schlussbeifall war dann langanhaltend und macht den Schauspielern sicher Mut und Freude für die folgenden Spielabende am Ostersonntag und Ostermontag jeweils um 20 Uhr in Egglkofens Arthur-Loichinger-Halle. nz

Weitere Bilder im Internet:

www.innsalzach24.de

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