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Firma Ovofit vergrößert sich

Ovofit willexpandieren, plant den Bau eines Tiefkühllagers, einer Lagerhalle und einer Vorklärung. Die dafür nötige Änderung im Bebauungs- und Gründordnungsplan wurde durchaus kontrovers im Stadtrat diskutiert. Man sorgte sich um die Lärmbelastung eines Anwohners. je

Im Westen ein Tiefkühllager, im Süden eine Lagerhalle, außerdem eine Vorklärung: Die Firma Ovofit Eiprodukte GmbH in St. Lorenz hat baulich einiges vor. Idealerweise soll Baubeginn für die betrieblichen Anlagen schon Mitte 2019 erfolgen. Der Neumarkter Stadtrat diskutierte in seiner jüngsten Sitzung durchaus auch kontrovers die Erweiterung des Bebauungsplanes.

Neumarkt-St. Veit – Weil die zeit drängt hatte die Firma Ovofit bereits einen Vorentwurf zur baulichen Erweiterung des Betriebs ausgearbeitet, der auch mit dem Landratsamt Mühldorf und den einzelnen Fachbereichen abgestimmt worden sei, auch die Stellungnahme sei entsprechend eingearbeitet worden, informierte die Verwaltung den Neumarkt-St. Veiter Stadtrat. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt sei damit die Basis geschaffen, um zur Änderung und Erweiterung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Rottfeld“ die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange durchzuführen. Hintergrund ist, dass die Firma den geplanten Baubeginn für die Lagerhalle und die Vorklärung auf Mitte 2019 terminiert hat. Das Tiefkühllager soll dann 2022 entstehen.

„Weiß man, was der Nachbar davon hält?“, fragte UWG-Fraktionschef Christian Perau in der Sitzung nach. Hintergrund seiner Anfrage ist die Sorge, dass die im Westen des Betriebsgeländes geplanten Kühlanlagen zu laut sein könnten. „Das könnte eventuell bedenklich sein“, meinte Perau, der aus eigener Erfahrung sprach. Die bisherigen Kühlanlagen würde man nördlich der Bahngleise in weitem Umkreis hören. Und so erkundigte er sich gleichzeitig über ein Lärmschutzgutachten. Perau befürchtete auch, dass eine Straße, die durch das beplante Gebiet führt, verbaut werden könnte. Ins gleiche Horn stieß Stadtratsmitglied Rosmarie von Roennebeck (CSU): „In der Diskussion um den neuen Flächennutzungsplan war uns die Straße immer enorm wichtig.“ Die Wichtigkeit herabzustufen, weil etwa ein gesicherter Bahnübergang an dieser Stelle fehlen würde, fand so zu kurz gedacht.

Der Immissionsschutz genießt einen hohen Stellenwert“, betonte Bürgermeister Erwin Baumgartner auf die Frage Peraus. Das Landratsamt werde dies prüfen und gegebenenfalls ein Gutachten einfordern, meinte der Bürgermeister. Sicherlich aber werde ein Kühlsystem installiert, das modernsten Ansprüchen genügen werde, so Baumgartner weiter. Womöglich werde es dann entsprechende Auflagen geben. Zur Straße sagte Baumgartner, dass die Stadt darauf keinen Einfluss habe. „Sie ist nicht Eigentum der Stadt, sondern privat.“

Auch Ludwig Spirkl (SPD) machte sich Sorgen um den unmittelbaren Nachbarn. Die Erweiterung sei unzumutbar für den Nachbarn, sagte Spirkl, der auch eine Wertminderung dessen Grundstücks befürchtete. Er schlug eine Erweiterung des Betriebes in Richtung Süden vor. „Sollen wir die Änderung also ablehnen?“, fragte Bürgermeister Baumgartner zurück. Der Bürger könne doch im Rahmen der Bürgerbeteiligung seine Einwände geltend machen, erwiderte er. „Wenn dessen Bedenken stichhaltig sind, würden sie natürlich auch Einfluss auf die Planung nehmen“, erklärte der Bürgermeister. Michael Kulhanek bezog sich auf den Flächennutzungsplan der Stadt, der das Gebiet eindeutig als Gewerbefläche ausweist. „Der Hof befindet sich mitten im Gewerbegebiet. Das ist alles im Rahmen.“ Eine Ablehnung sei unsinnig.

Und so stellte sich auch die Mehrheit des Stadtrates hinter die Änderung und Erweiterung des Bebauungs- und Grünordnungplanes „Rottfeld“. Drei Stadtratsmitglieder – Christian Perau, Ulrich Geltinger sowie Ludwig Spirkl (beide SPD) – stimmten dagegen.

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