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Die Jugend kommt ans Ruder

Vorstand stellt sich neu auf: Neustart bei der Feuerwehr Niedertaufkirchen

Die neue Vorstandschaft der Feuerwehr: Tobias Friedhuber, Peter Obergrußberger, Andreas Spörkl, Sebastian Winkler senior, Sebastian Winkler junior, Josef Fürlauf, Martin Höllbauer, Anton Kohlbeck, Zweite Bürgermeisterin Anneliese Schaber und Martin Biberger (von links). Jaensch
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Die neue Vorstandschaft der Feuerwehr: Tobias Friedhuber, Peter Obergrußberger, Andreas Spörkl, Sebastian Winkler senior, Sebastian Winkler junior, Josef Fürlauf, Martin Höllbauer, Anton Kohlbeck, Zweite Bürgermeisterin Anneliese Schaber und Martin Biberger (von links). Jaensch

„Es is ois zum Hibringa“, meint der scheidende Vorsitzende Sebastian Winkler senior. Nach 50 Jahren als Feuerwehrmann wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, und so machte er auch seinen angekündigten Rücktritt als Vorsitzender wahr.

Niedertaufkirchen – Er nannte seine 20 Jahre als Vorsitzender der Feuerwehr „eine schöne Zeit“. Die Nachfolge hatte er mit der Vorstandschaft gut vorbereitet. Und so verlief die Zwei-Jahresversammlung 2019/20 der Niedertaufkirchner Wehr wie alle anderen zuvor, einvernehmlich und harmonisch. Wegen Corona fand 2020 keine Versammlung statt.

Neuer Vorsitzender ist Sebastian Winkler junior, dem der 1. Kommandant Josef Fürlauf satzungsgemäß als Stellvertreter beisteht. Kassier bleibt auch nach 25 Jahren weiter Anton Kohlbeck, während Peter Obergrußberger neu im Amt des Schriftführers ist. Beisitzer wurden Martin Höllbauer und Martin Biberger, Fähnrich bleibt Daniel Korneder, und Josef Wimmer wird mit Martin Vorbuchner die Kasse weiterhin prüfen.

Kommandant Martin Biberger berichtete in seiner Rückschau von 31 Brandalarmen und zehn Einsätzen zur „Technischen Hilfeleistung“. Dies und die Öffentlichkeitsarbeit, diverse Übungen, Lehrgänge, Instandhaltungen und Besprechungen leisteten die Aktiven in über 2000 Arbeitsstunden. Martin Biberger stellte im März sein Amt zur Verfügung. Für ihn übernahm sein bisheriger Stellvertreter Josef Fürlauf. Auch er berichtete von den gewissenhaften Einsätzen der Aktiven seit April 2021. Die Berichte der Jugendwarte Andreas Spörl (bis März) und seinem Nachfolger Tobias Friedhofer sind Beweise für eine gründliche Feuerwehrausbildung, die trotz Coronaeinschränkungen zu erfolgreichen Abschlüssen führten.

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Feuerwehr hat kein Defizit mehr

Schatzmeister Anton Kohlbeck listete im Kassenbericht auf, dass die Einnahmen aus Beiträgen, dem Getränkeautomat und vor allem aus Spenden mit den Gewinnen aus Veranstaltungen im Jahr 2019 dem Verein noch einen Gewinn von fast 10 000 Euro beschert haben, während ein Jahr darauf durch den Ausfall der Veranstaltungen ein Defizit von 8000 Euro zu verzeichnen war. Die Ausgaben für technische Ausgaben, Ausrüstungen und Weiterbildung fielen trotz Corona an. Für das erste Halbjahr 2021 meldet Kohlbeck ein Ende des Defizits.

Wehr ist im Ortsleben eingebunden

Schriftführer Rainer Holz verlas das Protokoll von 2019 und die Aktivitäten von 2019. Die Mitgliederzahl nannte er mit 301, wovon 70 im aktiven Dienst sind. Zudem werden momentan acht Jugendliche ausgebildet. Mit dem Steckerlfischgrillen, Fronleichnamsprozession, Sonnwendfeier, Volkstrauertag und Christbaumversteigerung hatte die Wehr am Ortsleben teilgenommen. Kameradschaft pflegte man bei Besuchen benachbarter Gründungsfeste. 2020 war das Meiste davon ebenfalls ausgefallen.

Lob für eine starke Jugendgruppe

Anschließend überreichten Landrat Max Heimerl und Kreisbrandrat Harald Lechertshuber an elf treue aktive Feuerwehrleute Abzeichen und Urkunden der Staatsregiering.

In ihren Grußworten stellten Landrat Heimerl und Zweite Bürgermeisterin Anneliese Schaber die Bedeutung der Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Katastrophenfällen hervor. Kreisbrandrat Harald Lechertshuber lobte die Arbeit der Aktiven, ihrer Ausbilder, und freute sich über die starke Jugendgruppe.

Der scheidende Vorsitzende Bürgermeister Sebastian Winkler senior, verabschiedete sich mit den Worten: „Wenn man 20 Jahre mit fast derselben Vorstandschaft gut zusammenarbeitet, dann ist alles „zum Hibringa“.

Vier Fragen an den neuen Feuerwehrvorsitzenden

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Nach 20 Jahren als Vorsitzender der Feuerwehr ist Sebastian Winkler senior zurückgetreten. Einstimmig wurde sein Sohn Sebastian zum Nachfolger gewählt.

Herr Winkler, Sie sind heute auch für 25 Jahre treuen aktiven Dienst vom Innenminister Joachim Herrmann geehrt worden. Was hat sie dazu bewogen, Feuerwehrmann zu werden?

Sebastian Winkler junior: Erstens wohl, weil mein Vater da schon 25 Jahre dabei war. Meine Freunde und ich bewunderten die Feuerwehrleute, die damals schon vom Dorf gar nicht wegzudenken waren. Also wollten wir dazugehören und wurden mit 14 Jahren Anwärter und Jungfeuerwehrler.

Was hat Ihnen damals am meisten Spaß gemacht?

Winkler: Mei, ich habe die ganz normale Ausbildung mitgemacht. Man lernte, mit Werkzeugen und Geräten umzugehen, Vieles geschah sportlich. Wir mussten auch lernen und Prüfungen bestehen. Dabei waren wir immer eine tolle Mannschaft und konnten schon früh helfen. Der Posten des Maschinisten gefiel mir später besonders.

Welche Einsätze sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Winkler: Das war wohl der Großbrand damals in Loh. Ja, und die vielen Unfälle bei Haunertsholzen forderten oft unsere Technische Hilfe. Das ist durch den Kreisel dort fast behoben.

Haben Sie Pläne als neuer Vorstand?

Winkler: Wenn es so weiterläuft wie bisher, dann mache ich meine Sache bestimmt gut. Wir sind eine gute Kameradschaft, genießen im Ort Ansehen und machen überall mit, wo man uns will oder braucht. Selbst werden wir auch unsere Veranstaltungen weitermachen und die Geselligkeit beleben. Es wird nicht leicht sein, hinter meinem Vater nachzuarbeiten. Aber einige Mitglieder in der Vorstandschaft sind ja auch alte Hasen, die mir sicher helfen werden.

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