Feuerwehr bekommt ein neues Fahrzeug

Zangberg – Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – das hätte die Kommandantschaft der Freiwilligen Feuerwehr Zangberg gerne in ihrem Fuhrpark.

Deswegen hat die Feuerwehr einen entsprechenden Antrag an die Gemeinde gestellt und die hat darüber in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgestimmt – zugunsten des Kaufs.

Welches Fahrzeug genau erworben werden soll, wurde im Antrag noch nicht konkretisiert. Wohl aber hat die Feuerwehr Zangberg sowie die Kreisbrandinspektion eine Empfehlung abgegeben. Demnach käme ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 infrage, dessen Anschaffungspreis mit 250 000 bis 350 000 Euro beziffert wurde. Eine Nachbarkommune habe aufgrund umfangreicherer Ausstattung sogar 450 000 Euro bezahlt, hat die Feuerwehr in Erfahrung gebracht. Zuwendungen gewährt der Freistaat wohl in Höhe von 125 000 Euro. Nachteil eines HLF 20: Es beinhaltet viele Normbeladungen, die in der Praxis nur äußerst selten benötigt werden, etwa zur Sprungrettung, die jedoch einen hohen Unterhaltsaufwand hätten. Und so wurde alternativ die Anschaffung eines HLF 10 ins Spiel gebracht. Bei diesem Fahrzeug seien die Anforderungen an die Normbeladung geringer. Der Anschaffungspreis werde dennoch nicht erheblich günstiger sein. Die Zuwendungen seien mit 87 200 Euro deutlich geringer.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, könnten beide Fahrzeuge mit einem Wassertank von bis zu 1600 Litern ausgestattet werden.

Die Aussagen im Antrag der Feuerwehr, dass viele Bereiche im Außenbereich mit Löschwasser unterversorgt seien, wollte die Verwaltung nicht bestätigen. Bei Bauvorhaben im Außenbereich werde seit einigen Jahren bei der Erschließung auch die Löschwasserversorgung betrachtet. Ist keine ausreichende Löschwasserquelle vorhanden, so habe der Eigentümer dafür zu sorgen. Jedoch sprach das Rathaus von einem langwierigen Prozess; bis alle Ortschaften eine ausreichende Versorgung hätten, werde es noch sehr lange dauern. Bis dahin ist eine Abdeckung des Löschwasserbedarfs mit Fahrzeugen unumgänglich.

Alfred Huber (Bürgerliste Zangberg) meinte, dass der Antrag nicht abgelehnt und Erkundigungen eingeholt werden sollten. Eine gemeinsame Beschaffung würde Siegfried Mailhammer (Bürgerliste Zangberg) nicht anstreben, weil es passieren könne, dass Ausrüstung zugekauft werden muss, weil etwa die zweite beteiligte Feuerwehr diese Ausrüstung benötigt.

Der Kommandant Johann Huber führte aus, dass es vor allem um eine Absichtserklärung des Gemeinderates gehe, um sich dann bei Herstellern erkundigen zu können. Ein konkreter Antrag würde später folgen.

Mit 13:0 Stimmen nahm der Gemeinderat den Antrag der Feuerwehr Zangberg zur Kenntnis, verbunden mit der Absichtserklärung, ein neues Feuerwehrfahrzeug zu erwerben. je

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