Festliches Konzert in barockem Rahmen

Die Oberbergkirchener Bläser mit Sepp Eibelsgruber (vorne stehend) und der Kirchenchor mit Otto Masszi (in der Mitte sitzend) waren die Hauptakteure des Adventskonzerts.
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Die Oberbergkirchener Bläser mit Sepp Eibelsgruber (vorne stehend) und der Kirchenchor mit Otto Masszi (in der Mitte sitzend) waren die Hauptakteure des Adventskonzerts.

Welches vergleichbar kleine Dorf in unserer Gegend kann solch ein festliches Adventskonzert aufführen wie Oberbergkirchen? Da stimmte einfach alles: Die Apsis der prächtigen barocken Pfarrkirche St. Bartholomäus als Rahmen für ein Konzert mit Gesangs- und Musikbeiträgen auf hohem Niveau. Sechs verschiedene Gruppen aus dem Dorf, das allein ist schon bemerkenswert.

Oberbergkirchen - Die zwei Lesungen der Diakone Stefan Leitenbacher und Alfred Stadler sprachen vom Weihnachtsstern, der uns zur Krippe, zum Heil der Welt, hinführt und auch in unsere Zeit leuchtet für alle, die Christus immer wieder suchen. Schon die Eröffnung mit "Trumpet Tune" mit einer strahlenden Solotrompete von Hansi Stadler und Orgelbegleitung von Otto Masszi, dem Leiter und Programmgestalter, war ein festlicher Auftakt. Der erste der drei Programmabschnitte wurde eingerahmt vom Kirchenchor. Der zahlenmäßig starke Chor von fast 30 Mitwirkenden hat unter Otto Masszi einen Qualitätssprung gemacht, sang klangrein und phonetisch sauber. Der Dirigent leitete sitzend und begleitete mit einem Regal, einer kleinen Tischorgel.

Für die Klasse der Oberbergkirchener Bläser bürgt allein schon der Name Sepp Eibelsgruber. Ob getragen oder flott, kraftvoll oder zurückhaltend - Eibelsgruber hat seine Bläser, darunter zwei ganz junge Nachwuchstrompeter, voll in der Hand. Im Stück "Es wird ein Stern aufgehen" verlieh Hansi Stadler diesem Stern akustische Strahlkraft.

Die Oberbergkirchener Saitenmusi spielte mal mit vier Instrumenten, zwei Hackbrettern, und beim Menuett aus Sachrang nur mit zwei Harfen. Sie und das Alphornduo Erhard Stadler und Hubert Ganghofer, ließen einen alpenländischen Anklang hören, fügten sich mit ihren Beiträgen jedoch stimmig in das Gesamtkonzept ein. Dies gilt auch für das Holzbläser-Trio der Oberbergkirchner Musikanten, das flotte Ländler spielte. Ganz den klassischen Komponisten Haydn, Bach und Telemann widmete sich das Blockflötenquartett der Bergkirchner Pfeiferlmusi, das die Töne perlend fließen ließ. Im mächtigen "Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel aller Mitwirkenden stimmten auch die Zuhörer mit ein und verliehen so ihrer Freude Ausdruck. gth

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