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Verträge sind unterschrieben

Unabhängige Energieversorgung als Ziel: Fernwärme in Neumarkt-St.Veit auf den Weg gebracht

Ein weiterer Schritt der Stadt auf dem Weg zur unabhängigen Energieversorgung: Bürgermeister Erwin Baumgartner (rechts) unterschreibt den Vertrag mit der Felix Rauscheder, der eine Fernwärmeversorgung für Neumarkt-St.Veit aufbauen will.Veit
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Ein weiterer Schritt der Stadt auf dem Weg zur unabhängigen Energieversorgung: Bürgermeister Erwin Baumgartner (rechts) unterschreibt den Vertrag mit der Felix Rauscheder, der eine Fernwärmeversorgung für Neumarkt-St.Veit aufbauen will.Veit
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Neumarkt-St.Veit steigt in die Fernwärmeversorgung ein. Bürgermeister Erwin Baumgartner und Felix Rauscheder von der Rauscheder Biogas GmbH haben die entsprechenden Verträge unterschrieben. Was das für die Stadt bedeutet.

Neumarkt-St.Veit – Felix Rauscheder und die Stadt Neumarkt-Sankt Veit planen seit vielen Monaten die Errichtung eines Fernwärmenetzes, mit der städtische Einrichtungen und private Haushalte mit Fernwärme versorgt werden sollen. Nun sind die Planungen abgeschlossen, und der Gestattungsvertrag wurde unterzeichnet. Damit darf die Rauscheder Biogas GmbH die Fernwärmeleitung im Stadtgebiet verlegen. Der Stadtrat hat dem Vertrag und dem Vorhaben bereits in seiner Sitzung Ende Juni zugestimmt.

Mit dem Fernwärmenetz werden neben einzelnen privaten Hausanschlüssen zukünftig das städtische Freibad, der Herzogliche Kasten, das Fruhmannhaus mit Gaststätte und Geschäftshaus sowie das Baugebiet an der Birkenstraße mit den drei großen Wohnanlagen mit Wärme versorgt. „Damit ist die Stadt erst einmal der größte Abnehmer, und die Firma Rauscheder hat Planungssicherheit“, sagt Thomas Menzel, Kämmerer und Leiter der Geschäftsstelle in Neumarkt. Die Stadt habe in den vergangenen fünf bis sechs Jahren große Anstrengungen unternommen, sich unabhängig in der Energieversorgung zu machen. „Wir haben step-by-step umgestellt“, so Menzel.

Hackschnitzelheizung, um Wärmebedarf abzusichern

Die Wärme für die kommunalen Gebäude wird aus der bereits bestehenden Biogasanlage sowie aus einer Hackschnitzelheizung erzeugt, die noch zusätzlich gebaut werden muss. Wobei Felix Rauscheder betont, dass die Hackschitzelheizung eine sogenannte Spitzenlastheizung wird. Damit sei eine Wärmeversorgung rund um die Uhr sichergestellt.

„Die Stadt Neumarkt-St. Veit ist erfreut, dass in Kooperation mit Herrn Rauscheder die städtischen Einrichtungen von der aktuellen Gasversorgung auf eine regionale Wärmeversorgung umgestellt werden können“, sagte Bürgermeister Erwin Baumgartner bei der Vertragsunterzeichnung. Vor dem Hintergrund der globalen Energiekrise und extrem steigenden Energiepreisen sei dies ein weiterer wichtiger Schritt zur ökologischen und unabhängigen Energieversorgung der städtischen Einrichtungen.

Strom aus Biomasse, von der Sonne und aus einer Kraft-Wärme-Kopplung

So produziert die Stadt Strom von der Sonne, aus Biomasse und aus Kraft-Wärme-Kopplung. Und zwar mittlerweile mehr, als sie verbrauchen kann, wie Bürgermeister Erwin Baumgartner bei der Bürgerversammlung im Mai stolz verkündete. Mit der Umstellung bei der Straßenbeleuchtung auf LED hat die Stadt noch einmal deutlich den Stromverbrauch reduzieren können. Zudem wird auf dem Dach des neuen Kindergartens Rottalzwerge eine Photovoltaikanlage installiert, und Bauhof sowie Feuerwehrhaus werden künftig mit einer Hackschnitzelheizung mit Wärme versorgt.

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Weiter kann die Stadt Neumarkt-St. Veit auch für die kommende Freibadsaison garantieren, dass die Beheizung der Schwimmbecken gewährleistet ist, da die Stadt nicht mehr von Gaslieferungen abhängig ist und zusätzlich dazu beiträgt, den Gasverbrauch ein Stück weit zu reduzieren.

Leitungsbau soll im August beginnen

Um das alles zu erreichen, wird Felix Rauscheder mit dem Bau der Fernwärmeleitung im August beginnen. „Bis April 2023 wollen wir mit der Hauptleitung bis zum Freibad gekommen sein“, erläutert Felix Rauscheder. Ein sportliches Ziel, räumt er ein, ist aber gleichzeitig zuversichtlich, den Plan auch in die Realität umzusetzen.

Schließlich ist das nicht die erste Fernwärmeleitung, die Felix Rauscheder baut. Vor rund 15 Jahren hat er seine Biogasanlage gebaut und versorgt damit bereits 30 Häuser; unter anderem das Sportheim, das Feuerwehrhaus in Teising und einen Schreinerbetrieb. Damit er die derzeit überschüssige Wärme nutzen kann, investiert er jetzt in eine neue Fernwärmeleitung, um unter anderem städtische Gebäude versorgen zu können. Eine klassische Win-Win-Situation also.

Interessenten können sich bei Felix Rauscheder unter rauscheder.biogas@gmx.de melden.

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