Feierlichkeiten zum Georgitag abgeblasen: Wegen Corona nur ein stilles Gedenken

Das Georgikreuz in der Kriegersiedlung: Zu Corona-freien Zeiten wird an dieser Stelle ein Feldgottesdienst zum Gedenken an die Schlacht zwischen Bayern, Franzosen und Österreicher gefeiert.

Heute erinnern zahlreiche Neunerkreuze an die Schlacht von 1809. Das gemeinsame Gebet für die Frieden muss in diesem Jahr jedoch ausfallen

Neumarkt-St. Veit – Festliche Kirchenzüge und Gottesdienste, öffentliche Ansprachen gegen Kriege und gemeinsame Gebete für Frieden gehörten in Neumarkt schon immer zum „Georgisonntag“, dem Tag der Schlacht bei Neumarkt im Jahre 1809. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft und einzelne Bürger sorgten für Schmuck an Gedenkstätten und „Neunerkreuzen“, die an Massengräber erinnern, in die nach der Schlacht Freund und Feind, Franzose, Bayer und Österreicher gelegt wurden. Am großen Georgikreuz in der Kriegersiedlung fand immer der Gedenkgottesdienst statt, wenn die Witterung es zuließ. Erstmals wird am morgigen Sonntag dieser Schlacht von 1809 im Stillen gedacht. Doch die Gedenkstätten der Neumarkter an diese Schlacht werden in Ehren gehalten und mahnen besonders in dieser Zeit an den Frieden.

Am Neunerkreuz in der Dichtersiedlung steht eine Schale. Das Kreuz in Mayerhof ist ebenso ein Besonderes wie das Georgikreuz in der Kriegersiedlung, wo zu Corona-freien Zeiten der Feldgottesdienst gehalten wird. Eine Kanonenkugel in der Fassade des oberen Apothekerhauses erinnert an Schäden, die ein Krieg anrichtet. nz

Kommentare