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Prost!

Es gärt in Neumarkt St. Veit: Fußballer wollen in der Rott-Stadt bald Bier brauen

Das Team, das das St Veiter Bier kreieren will, links hinten Braumeister Harald Haag, rechts hinten Hanjo Hellfeuer, links vorne Richard Hirschberger mit Reinhard Müller. Das Foto zeigt den Sudkessel im Kleinformat, das neue Tragerl war natürlich auch mit dabei.
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Das Team, das das St Veiter Bier kreieren will, links hinten Braumeister Harald Haag, rechts hinten Hanjo Hellfeuer, links vorne Richard Hirschberger mit Reinhard Müller. Das Foto zeigt den Sudkessel im Kleinformat, das neue Tragerl war natürlich auch mit dabei.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Hanjo Hellfeuer und Richard Hirschberger haben ernst gemacht und die Weichen für ein neues Bier gestellt. 2.600 Kilogramm Gerste stehen für die Geburt eines neuen Bieres aus der Rottstadt zur Verfügung.

Neumarkt-St. Veit – Ein braunes Kisterl ist es, rechts ist die Silhouette des Sankt-Veiter Kirchturmes zu erkennen, links bestätigt es dann auch der Schriftzug, dass es sich um ein „St. Veiter“ Getränk handeln würden, das irgendwann in diesen Träger einsortiert wird. Das ,irgendwann‘ lässt sich mittlerweile sogar konkret bennen. „Anfang Dezember wird der Probesud abgefüllt!“, freut sich der Neumarkter Hanjo Hellfeuer darüber, dass das Projekt eines eigenen St. Veiter Bieres einen Schritt weiter gekommen ist.

Das Tragerl gibt es schon – bald auch Bier

Zusammen mit seinem Spezl Richard Hirschberger, quasi aus einer Bierlaune heraus, war die Idee vor mehr als einem Jahr geboren worden, ein eigenes Neumarkter Bier zu kreieren. Und das, nachdem der Klosterbräu schon vor fast 40 Jahren, konkret im Jahr 1984 den letzten Sud hergestellt hatte. Hirschberger und Hellfeuer bauten Biogerste an, ließen das Getreide im Sommer dreschen und vermälzen.

Da haben die beiden Neumarkt-St. Veiter selbst Hand angelegt, als es darum ging, zwölf Kilogramm Gerste durch die Schrottmühle zu drehen. Mit Spannung warten Hellfeuer und Hirschberger auf den ersten Probetrunk ihres „St. Veiter Märzens“.

Aus Hörberinger Gerste wird Münchner Malz

„Nach langer Wartezeit war es jetzt tatsächlich soweit. Die von uns persönlich gelieferte Gerste nach Nürnberg kam von der Mälzerei Steinbach als Münchner Malz zurück. 2400 Kilogramm!“, schwärmt Hellfeuer davon, dass dieser erste Schritt nun erfolgreich vollzogen wurde.

Mittlerweile wurde ein Teil des in Neumarkt angebauten Gersten-Malzes geschrotet und anschließend für den Sud vorbereitet. „Ein Probesud“, verbessert Hellfeuer. Denn beim Geschmack wollen Hirschberger und Hellfeuer nichts dem Zufall überlassen. Di beiden haben zunächst lediglich zwölf Kilogramm zerkleinert – in einer Schrotmühle im Kleinformat eine mittlere Knochenarbeit, um später knapp 40 Liter Bier zu erhalten.

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Selbst das Schroten ist reine Handarbeit

„Da haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen und selbst Hand angelegt“, berichtet Hellfeuer, der aktuell dafür Zeit übrig hat, nachdem der Fasching corona-bedingt ausfallen wird. Der Präsident der Neumarkter Rottalia kann sich deswegen voll und ganz auf das Bier-Projekt konzentrieren, das wiederum den Fußballern des TSV Neumarkt zukommen und Einnahmen generieren soll.

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Erlös aus Bierverkauf soll den Fußballern helfen

Wie viele andere Vereine auch, hat die Corona-Pandemie finanziell auch die Fußballabteilung gebeutelt. Bis es allerdings soweit ist, dass das Bier zugunsten der Kicker unter die Leute gebracht werden kann, werden noch einige Wochen verstreichen. Denn erst einmal gilt die volle Aufmerksamkeit dem Probesud. Nach dem Schrotten wurde in einem sehr zeitaufwendigen Verfahren eingemaischt. Nachdem die Dreber, also die ausgekochte Gerste, aus dem Sudkessel genommen wurde, begann das Kochen der Würze.

Aufzeichnungen helfen bei Wahl des Hopfens

Das erste Spindeln lieferte dann auch schon einen ersten Eindruck in Sachen Stammwürze. „Dieser erste Eindruck war bereits sehr gut!“, attestiert Hellfeuer dem Braumeister Harald Haag gute Arbeit. Die mehrmalige Hopfengabe erfolgte dann in zeitlichen Abständen, die Hirschberger und Hellfeuer aus überlieferten Schriftstücken bekannt waren. „Ebenso konnten wir aus Aufzeichnungen die Hopfensorten mit dem jeweiligen Anbaugebieten ausfindig machen. Nach ausgiebigen Nachforschung haben wir mit einem sehr bekannten Hopfenhändler die richtigen Sorten gefunden“, berichtet Hellfeuer weiter. Weitere sechs Stunden vergingen in der Brauerei, dann wurde abgekühlt und das Resultat im Gärbottich eingelagert. „Jetzt heißt es abwarten. Warten wie der St. Veiter Märzen schmecken wird“, kann auch Hirschberger mit seiner Neugier nicht hinter dem Berg halten.

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„Qualitäts-Kontrolle“ Anfang Dezember

Anfang Dezember – so der Plan – wird der Probesud abgefüllt. Die Verkostung soll dann zunächst im kleinen Kreis erfolgen. „Sollte das Bier die Qualitätskontrolle überstehen, wird noch vor Weihnachten ein Sud mit 50 Hektoliter angesetzt“, erklärt Hellfeuer das weitere Prozedere. Und auch wenn Hellfeuer sonst um Vieles ein Riesengeheimnis macht, eines lässt er sich dann doch noch entlocken: „Den ersten St. Veiter Märzen gibts es zur Fastenzeit 2021!“ Wo das dann genau der Fall sein wird, das behält er aber weiter bei sich.

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