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Geteiltes Echo

„Bauzaunflair“? Adventszauber in Neumarkt-St. Veit erregt die Gemüter

Der erste Adventszauber am Stadtplatz stieß auf geteiltes Echo bei den Besuchern
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Der erste Adventszauber am Stadtplatz, hier die „Voralphörndler“, ein Alphornquintett aus Ober- und Niederbayern und das Neumarkter Christkind Elisabeth Frenzel, stieß auf geteiltes Echo.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Zum ersten Mal gab es einen Adventszauber am neu gestalteten Stadtplatz. Die Erfahrungen sind gespalten.

Neumarkt-St. Veit - Zum ersten Mal fand am neu gestalteten Stadtplatz der „Adventszauber am Brunnen“ statt. An drei verschiedenen Stellen - am oberen und am unteren Brunnen sowie auf Höhe der Bäckerei Windhager - wurden Buden aufgestellt, wo heimische Kunsthandwerker ihre Waren anboten, aber auch für Essen und Trinken gesorgt war. Für Christian Göttlinger, den Vorsitzenden der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Neumarkt-St. Veit, war es eine Möglichkeit, dass sich Menschen nach der coronabedingten Zwangspause wieder treffen können.

Durchgangsverkehr und versprengte Buden

Die Resonanz bei den Besuchern des Adventszaubers war allerdings gespalten. So machten zahlreiche Besucher in den sozialen Netzwerken ihrem Unmut Luft: Ein „Adventsmarkt auf einem großen Parkplatz mit Durchgangsverkehr und versprengten Buden“ lautete ein Kommentar, ein „Weihnachtsmarkt mit Hauptstraßen- und Bauzaunflair“ lautete ein anderer. Gerade die Tatsache, dass Autos während des Adventszaubers durch den Stadtplatz fahren durften, stieß auf großes Unverständnis. So schrieb eine Userin beispielsweise, dass sich ein Radlader bei der Aufführung der Tanzmäuse seinen Weg durch die Besucher bahnen musste und auch noch ordentlich Gas gegeben und dabei beinahe Fußgänger erwischt hatte.

Bürgermeister hat wenig Verständnis für Anfeindungen im Internet

Christian Göttlinger sagt, dass die Werbegemeinschaft in diesem Jahr auf alle Fälle einen Weihnachtsmarkt organisieren wollten. Zugleich gibt er zu bedenken, dass „sie auch geschimpft werden, wenn Autos nicht durch den Stadtplatz fahren können“. Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) hat nur wenig Verständnis für die Anfeindungen in den sozialen Medien: „Wir haben nicht unüberlegt gehandelt“. Wenn der Stadtplatz für die Autos gesperrt worden wäre, hätte es auch fast keine Parkplätze gegeben. Deshalb habe man, nach Rücksprache mit der Polizei, die Geschwindigkeit auf dem Stadtplatz auf 20 Stundenkilometer reduziert. Zudem habe man die Buden des Adventszaubers mit einem Bauzaun so abgesichert, dass niemand auf die Straße laufen könne.

Kaum Interesse an Markt im Krabbegarten

Den Organisatoren des Adventszaubers sei, so Baumgartner, klar gewesen, dass man das Flair wie im Krabbegarten auf dem Stadtplatz nicht schaffen konnte. Die Konsequenz wäre aber gewesen, auch in diesem Jahr auf einen Weihnachtsmarkt verzichten zu müssen.

Der Bürgermeister erinnert noch einmal daran, wie der Adventszauber überhaupt zustande gekommen ist. Nach der zweijährigen coronabedingten Zwangspause für den Weihnachtsgarten hatte die Werbegemeinschaft im September gerade einmal sechs Anmeldungen für einen Weihnachtsmarkt 2022. Das bedeutet im Krabbegarten wären 16 Plätze für Weihnachtsbuden frei geblieben. „Ein unschöner Anblick“, so Baumgartner.

Werbering will Vorteile am Stadtplatz nutzen

Dazu kommen aber auch die enormen Kosten für die einzelnen Weihnachtsstandler, die ja auf jeden einzelnen Betreiber umgelegt werden müssen. Da wäre die Werbegemeinschaft „auf hohen Kosten sitzengeblieben“, so Baumgartner. Daher wurde gemeinsam überlegt und die Idee geboren, einen kleinen Weihnachtsmarkt am neuen Stadtplatz zu schaffen. „Das hat den Vorteil, dass wir da keine Installationen benötigen. Wir können die versenkbaren Stromkästen nützen“, argumentiert Michael Lächele, der den Adventszauber vonseiten der Werbegemeinschaft federführend organisiert hatte.

Resümee des Bürgermeiters fällt positiv aus

Bürgermeister Baumgartners Resümee des ersten Adventszauber-Wochenendes fällt weitgehend positiv aus: „Der Besucherandrang war enorm und auch die Standlbetreiber waren mit dem Auftakt zufrieden“. Zusammen mit Christian Göttlinger ist er sich einig, dass man sich nach dem zweiten Adventszauber-Wochenende zusammensitzen und alle Erfahrungen auswerten müsse. Für Göttlinger ist erfreulich, dass auch beim zweiten Adventszauber, der am Freitag, 9. Dezember, ab 17 Uhr und am Samstag, 10. Dezember, ab 15 Uhr geplant ist, wieder alle Adventsbuden besetzt sind.

Er macht keinen Hehl daraus, dass der Weihnachtsgarten im Krabbegarten „schon ein bisschen individueller war“. Vielleicht kann es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben, wenn die äußeren Umstände passen.

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