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Großes Interesse an Baugrund

Erschließungsarbeiten abgeschlossen: Jetzt beginnt der Verkauf der Erhartinger Grundstücke

Das Baugebiet „Am Fischerweg“ ist erschlossen. Auffällig sind die Stromkästen in jeder Parzelle. Diese werden nach Auskunft des Bürgermeisters wieder verschwinden, wenn erst einmal der Hausanschluss gesetzt ist.
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Das Baugebiet „Am Fischerweg“ ist erschlossen. Auffällig sind die Stromkästen in jeder Parzelle. Diese werden nach Auskunft des Bürgermeisters wieder verschwinden, wenn erst einmal der Hausanschluss gesetzt ist.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Nach der Verbriefung der Grundstücke kann das Bauen „Am Fischerweg“ beginnen. 14 Grundstücke stehen zum Verkauf – die Zahl der Interessenten war jedoch um einiges höher.

Erharting – Die Erschließungsarbeiten sind abgeschlossen, am Donnerstag erfolgte die Abnahme des Baugebietes „Am Fischerweg“, jetzt kann die Verbriefung der Grundstücke beziehungsweise deren Verkauf beginnen. Dies teilte Erhartings Bürgermeister Matthias Huber (UWG) in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch im Sitzungssaal der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach mit.

175 Interessenten bewerben sich

Die Rede ist von insgesamt 14 Parzellen, um die sich nicht nur Erhartinger, sondern auch auswärtige Bauwillige bewerben konnten. Nach Angaben von Huber hätten sich dabei natürlich auch Interessenten aus München gemeldet und generell aus allen Himmelsrichtungen Bayerns.

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Von 175 Bewerbungen spricht Huber, 13 davon haben auf Grundlage eines ausgeklügelten Punktesystem den Zuschlag erhalten, darunter neun Einheimische. Wobei Huber in der Sitzung auf Nachfrage von Richard Stefke (FWE) deutlich gemacht hat, dass drei Erhartinger Bürger wieder zurückgezogen hätten, weil sich zwischenzeitlich Zugriffe auf andere Bauplätze ergeben hätten. An Nachrücker mangelt es aber ohnehin nicht.

Ein Grundstück behält die Gemeinde. Das ist der Grund

Auf Nachfrage erklärt Huber, dass eine der 14 Parzellen im Eigentum der Gemeinde verbleibt. Diese plant darauf zwei Wohnblocks, einer davon soll sechs bis acht Mietwohnungen enthalten. In dem anderem sei betreutes Wohnen vorgesehen. Die genaue Anzahl der Wohnungen konnte Huber noch nicht festmachen, dafür sei eine konkrete Planung nötig, die die Gemeinde im Dezember angehen möchte.

Erhartinger kommen auf einen günstigen Baugrund

Die Mehrzahl der 13 Parzellen, die nun verkauft werden, werden vergünstigt angeboten, lediglich bei den vier größeren Grundstücken verlangt die Gemeinde mehr Geld. Die günstigen für einkommensschwache Familien gibt Huber mit Preisen zwischen 155 und 165 Euro pro Quadratmeter an „Erschlossen!“ 230 Euro – ebenfalls erschlossen – soll der Quadratmeter jedoch bei jenen Parzellenkosten, auf denen zum Beispiel Doppelhaushälften geplant sind.

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Weiterer Verkauf schon 2022? Der Bürgermeister ist eher zurückhaltend

Weitere zehn Grundstücke hält die Gemeinde im Baugebiet „Am Fischerweg“ in der Hinterhand, die sukzessive verkauft werden sollen. Ob das aber schon im nächsten Jahr der Fall sein wird, lässt Bürgermeister Huber offen. „Der Bedarf für die Erhartinger scheint aktuell gedeckt zu sein!“ Solange diese Grundstücke nicht verkauft werden, unterlässt es die Gemeinde, weitere Baugebiete zu erschließen, ergänzt Huber. In den Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 war auch die Rede davon, dass eine beträchtliche Summe zum Erwerb von neuem Bauland ausgegeben wird. „Die Erschließung packen wir aber erst an, wenn alle anderen Bauplätze voll sind!“

Stromkästen werden wieder verschwinden

In der Gemeinderatssitzung gab es zur Ankündigung Hubers bezüglich der fertiggestellten Erschließung nur wenige Nachfragen. Gemeinderätin Martina Karl (UWG) erkundigte sich nach den Stromkästen, die vor jedem der Grundstücke am Fischerweg zu sehen seien. Bleiben die, wollte sie wissen. Bürgermeister Huber erklärte, dass es sich dabei um Baustromanschlüsse handele. „Die kommen wieder weg, wenn der Hausanschluss da ist.“ Auf Nachfrage von Wolfgang Wagner (FWE) ergänzte Huber, dass der Strom eben genau bis zu diesen Kästen führe. Wenn ein Hausanschluss installiert würde, dann werden die Leitungen an dieser Stelle mit einer Muffe verbunden.

Hoffnung auf schnelle Abwicklung

Stefke fragte nach, wann die Kaufverträge denn Thema in der Sitzung wären. Dazu erklärte der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Georg Wagebauer, dass diese zunächst über ein Notariat laufen müssten.

Daten aus dem Vermessungsamt trafen erst diese Woche ein

Eventuell entstandene Verzögerungen begründete Huber damit, dass die Daten aus dem Vermessungsamt erst in dieser Woche der Gemeinde zugegangen seien. Gemeinderat Stefan Speckmeier (UWG) verlieh schließlich seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Verkäufe möglichst schnell abgewickelt werden. Er verwies auf zinsgünstige KfW-Darlehen, von denen Bauwillige profitieren könnten, die aber zum Teil im Januar nächsten Jahres auslaufen würden.

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