Unlösbare Probleme

Wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen gibt der Neumarkter Umut Balkan seinen Dönerladen auf

Das Warten vor dem Dönerladen hat ein Ende, Umut Balkan schließt den Wagen und das Sonnenstudio.
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Das Warten vor dem Dönerladen hat ein Ende, Umut Balkan schließt den Wagen und das Sonnenstudio.
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Die Corona-Pandemie fordert in Neumarkt-St. Veit ein erstes wirtschaftliches Opfer. Umut Balkan, der in der Stadt ein Sonnenstudio und einen Dönerladen betrieb, macht zu. Die zweite Zwangsschließung stellt ihn vor unlösbare Probleme.

Neumarkt-Sankt Veit – Umut Balkan betrieb jahrelang ein Sonnenstudio vor den Toren der Stadt. Auf dem dazu gepachteten Grundstück an der Straßenseite stellte er im Februar außerdem einen Dönerwagen auf.

Gibt seine Geschäfte auf: Umut Balkan.

Kurz vor der Schließung Im März

Aber schon nach vier Wochen, im März, kamen die ersten Ausgangsbeschränkungen und Zwangsschließungen, das Geschäfts brach ein. Seine „Döner to go“ erreichten dadurch nicht mal mehr die Hälfte seines Umsatzes. Dieser frühe Rückschlag entmutigte ihn aber noch nicht. Als er im Sommer den normalen Kioskbetrieb wieder aufnahm, kamen die Gäste aber nicht mehr im gleichen Umfang wie im Februar, sie wurden vorsichtiger, weiß Balkan.

„Auch ins Sonnenstudio gingen die Leute nicht mehr so oft. Corona hielt sie fern. Konnte ich zuerst damit noch die Miete und Nebenkosten mitbezahlen, so wurde auch das jetzt ein Minusgeschäft.“

Nun kommen die neuen Beschränkungen. „Ich weiß von Kollegen, dass die versprochenen finanziellen Hilfen vom Lockdown im November erst im Januar bezahlt werden. Wir haben aber die Miete, Personal und die Lieferanten zu bezahlen. Das schaffe ich so nicht“, sagt Balkan.

Der letzte Tag für die Dönerbude

Er wird sein Sonnenstudio und den Dönerwagen schließen. „Am Freitag ist der letzte Tag“, stellt er endgültig fest. Für die bisher gezeigte Geduld bedankt er sich bei den Banken, Lieferanten und vor allem beim Personal. „Meine Mitarbeiter haben in guten und schlechten Zeiten zu mir gestanden. Dafür danke ihnen herzlich.“

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Aber mit den Dönern ist vorläufig Schluss. Ob er nach Corona wieder einen Dönerwagen aufstellt, kann er nicht sagen. Ganz ausschließen will er es aber nicht, ihm bleibt ein wenig Hoffnung.

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