Erinnerungen zum 90. Geburtstag: Einer der ersten Bulldogs der Gegend stand bei Anton Sarcher

Jubilar „Pfoff“ Anton Sarcherfühlt sich im Pflegeheim recht wohl. Janesch
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Jubilar „Pfoff“ Anton Sarcherfühlt sich im Pflegeheim recht wohl. Janesch

Der „Pfoff“ hat bis ins hohe Rentenalter am Hof mitgearbeitet. Sein Enkel führt die Landwirtschaft weiter.

Neumarkt-St. Veit – Das Beratungszimmer im Seniorenheim St. Josef war voll belegt. Freunde, ehemalige Nachbarn und vor allem die Verwandtschaft besuchten Anton Sarcher, genannt „Pfoff“, der dort seinen 90. Geburtstag feierte.

Der Jubilar wurde am 14. November 1929 als ältestes von vier Kindern der Landwirtseheleute Theresia und Xaver Sarcher im Ortsteil Hub der Gemeinde Schönberg geboren. Während des Schulbesuchs im niederbayerischen Haunzenbergersöll arbeitete er im elterlichen Anwesen mit. Schon als Kind hatte er erkennen lassen, dass er ein begeisterter Landwirt werden würde. Und das wurde er dann auch. Der „Pfoff“, wie er auf Grund des Hofnamens genannt wird war auch den Neuerungen der Landwirtschaft in der Nachkriegszeit sehr aufgeschlossen, und so hatte sein Hof einen der ersten Bulldogs in der Gegend.

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Bei seiner Arbeit lernte er Hildegard Deinböck vom Schönberger Ortsteil Ellwichtern kennen und lieben. Als er mit ihr 1960 den Bund der Ehe einging, überschrieb ihm der Vater den Hof. Mit Umsicht, viel Fleiß und Geschick modernisierte er das Anwesen. Er kaufte ein Haus dazu, baute einen neuen Stall und errichtete eine Maschinenhalle.

Drei Töchter und ein Sohn gehörten bald zu der tüchtigen Familie. Obwohl er selbst wenig fortging, freute er sich immer, wenn er oft und viel Besuch erhielt. Allerdings währte das Glück nicht sehr lange, denn die Mutter erlitt eine heimtückische Krankheit, an der sie bereits 1987 verstarb. Bis 2004 führte er das Anwesen erfolgreich weiter. Sein Enkel Jürgen hatte wohl seine Leidenschaft für Landwirtschaft geerbt, und so überschrieb er ihm damals das Anwesen. Doch arbeitete der bereits 75-Jährige noch immer am Hof mit.

Zehn Jahre später war er altersbedingt doch sehr eingeschränkt und so er zog nach Neumarkt-St. Veit ins Pflegeheim St. Josef, wo sich der bescheidene Mann jetzt recht wohl fühlt. Seine Kinder, die sieben Enkel und sechs Urenkel halten guten Kontakt zu ihrem „Pfoff“.

Seine Tochter Rosi besucht ihn jeden Tag und sorgt sich unermüdlich um sein Wohlergehen. Bürgermeister Erwin Baumgartner beglückwünschte den Jubilar und überreichte ihm namens der Stadt ein Geschenk. nz

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