Erharting: Nachruf auf Franz Weingartner

Franz Weingartner †

Erharting/Rohrbach – Franz Weingartner aus Rohrbach ist am 4.

Mai 2020 im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Beerdigung fand im Erhartinger Kirchenfriedhof im engsten Familienkreis statt, begleitet vom Pfarrvikar Piotr Wandachowicz, musikalisch umrahmt vom Organisten Konrad Christan.

Franz Weingartner – allen bekannt als der Hackl Franz – wurde am 23. Dezember 1928 auf dem Hackl-Hof in Rohrbach geboren. Dort wuchs er mit seinen beiden Schwestern Anna und Marile auf. Er besuchte die Schule in Erharting.

Ein paar Monate vor Kriegsende musste er als 16-Jähriger noch zur Wehrmacht. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters 1948 führte er mit seiner Mutter und den beiden Schwestern den Hof weiter.

Am 6. Juli 1954 heiratete er Maria Seisenberger aus Wimberg. Aus der Ehe gingen die Kinder Georg, Franz, Monika und Richard hervor. Mit sehr viel Fleiß bewirtschaftete die ganze Familie den Hackl-Hof, wodurch im Laufe der Zeit einige Gebäude erneuert wurden und sich der Hof vergrößerte. 1995 wurde der Hof an den jüngsten Sohn Richard übergeben.

Mit Franz Weingartner verstarb ein seit 1950 leidenschaftlicher Jäger. Noch mit 86 Jahren schoss er einen seiner besten Rehböcke. Er war 65 Jahre lang Jagdpächter in Erharting. 23 Jahre lang war er geschätzter Ausbilder für Jagdhunde. Zudem war er seit seinem 15. Lebensjahr begeisterter Imker. Franz Weingartner war 77 Jahre Mitglied der Marianischen Männerkongregation.

Schwere Schicksalsschläge trafen ihn, als im Dezember 2015 seine Frau Maria, mit der er im Vorjahr noch die Diamantene Hochzeit feierte, und im Oktober 2019 seine Schwester Anna, die auch auf dem Hof lebte, verstarben.

Franz Weingartner konnte auf ein erfülltes Leben zurückblicken und hatte große Freude an seinen 12 Enkeln und 12 Urenkeln.

Mit zunehmendem Alter verließen ihn seine Kräfte immer mehr. Durch die Pflege seiner Familie konnte er sein Leben in gewohnter Umgebung bis zu seinem friedlichen Einschlafen zu Hause verbringen. fuh

Kommentare