Erharting: Stationen begleiten durch Advent

Das Erhartinger Familiengottesdienst-Team stellt um den Bräuweiher herum an jedem Adventssonntag kleine Häuschen auf.
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Das Erhartinger Familiengottesdienst-Team stellt um den Bräuweiher herum an jedem Adventssonntag kleine Häuschen auf.

Während der Adventszeit errichtet das Erhartinger Familiengottesdienst-Team um den Bräuweiher „Stationen“ zum Advent. Diese „Stationen“ sind kleine Holztürchen, die zu jedem Adventssonntag aufgestellt werden.

von Martina Fuhrmann

Erharting – Sie beinhalten kleine Geschichten, die zur kurzen Verweildauer und Besinnlichkeit einladen, geschmückt mit Symbolen zur Geschichte. Die Kinder aus dem Dorf haben geholfen, diese Häuschen zu dekorieren. Die Geschichten handeln von Heiligen, die in der vorweihnachtlichen Zeit wichtig sind und als Patrone für traditionelles Brauchtum stehen. Am ersten Adventssonntag konnte man etwas zur Heiligen Barbara lesen. Mit dieser Märtyrerin aus dem dritten Jahrhundert, die für ihren christlichen Glauben enthauptet wurde, wird die Tradition der Barbarazweige in Verbindung gebracht.

Wenn man zum vierten Dezember Obstbaum- oder Birkenzweigerl schneidet und ins Wasser stellt, werden sie bis zum Christkindl blühen. Diese Zweigerl sind auch das Symbol der Heiligen Barbara in dem ersten Häuschen. Das zweite Häuschen ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet, der sich besonders dem Wohl der Kinder annahm, damit sie in der kargen Winterszeit nicht frieren und nicht hungerleiden mussten. Das dritte Häuschen wird für die Heilige Lucia errichtet werden und im vierten Häuschen wird die Heilige Maria mit dem Boten Gottes zu sehen sein. Der Gedenktag der Heiligen Lucia, der 13. Dezember, wird traditionellerweise mit unterschiedlichen Lichtriten begangen. Auch auf das letzte Türchen darf man gespannt sein: Mit welcher Geschichte wird schließlich am letzten Adventssonntag die Erinnerung an den Engel des Herren, der die Geburt Jesu ankündigte, erzählt?

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