Erfolgreiche Nachwuchsarbeit: Infotag begeistert weitere Jugendliche für die Feuerwehr

Trockenheit und Hitze:Im vergangenen Sommer waren einige landwirtschaftliche Geräte in Brand geraten. Die Feuerwehr musste zum Löschen einer Ballenpresse Löschschaum einsetzen. fib/Eß

Brennende Ballenpresse und Schneeschaufeln in den Bergen: Schönbergs Feuerwehrleute waren 2019 gefordert – auch im gesellschaftlichen Bereich: „Wir stoßen an unsere Grenzen!“, sagte Vorsitzender Josef Reichl im Hinblick auf das Steckerlfischgrillen an Aschermittwoch und den Grillstand am Dorffest.

Von Anneliese Angermeier

Schönberg – Bei einem Gedenkgottesdienst gedachten Mitglieder der Feuerwehr Schönberg ihrer verstorbenen Kameraden, ehe sie sich im Gasthaus Esterl zur Jahresversammlung trafen. Erfreulich: Besonders die Jugendgruppe war stark vertreten, ihr gehören zur Zeit vier Mädchen und acht Buben an. Der Info-Tag zur Werbung von Feuerwehr-Anwärtern im vergangenen Vereinsjahr hat offensichtlich Früchte getragen. Jugendwart Michael Mooser jedenfalls lobte seine Truppe, sie seien mit Spaß an der Freud dabei und hätten ihre Aufgaben, wie den Wissenstest oder die Reinigung des Badeweihers, zuverlässig erledigt.

Die weitgehend abgeschlossene Planung des neuen Feuerwehrhauses stieß bei den Versammlungsteilnehmern auf großes Interesse. Die Vorstandschaft und Bürgermeister Alfred Lantenhammer stellten den Plan vor: Die Fahrzeughalle ist für zwei Feuerwehrfahrzeuge ausgelegt, Geräte,- Schulungs,- und Büroräume sowie alle erforderlichen Sozialräume sind gut durchdacht. Kreisbrandrat Harry Lechertshuber und Kreisbrandmeister Sigi Mailhammer freuen sich mit der Schönberger Wehr über die gelungene Planung, die in nächster Zeit umgesetzt werden soll.

Laut Bericht des Atemschutzwartes Rudi Misthilger gehören derzeit zwölf Atemschutzträger der Truppe an. Einen Dank sprach der Atemschutzwart für die Anschaffung von Notfall-Meldern aus, die die Einsätze der Atemschutzträger wesentlich sicherer machten.

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Vorsitzender Josef Reichl blickte informierte die Versammlung, dass die Feuerwehr rückwirkend zum 19. Januar 2019 nach einer Satzungsänderung ein eingetragener Verein sein. Die Erfolge beim Steckerfischessen am Aschermittwoch und am Grillstand beim Dorffest sei überwältigend, „doch wir stoßen an unsere Grenzen!“. Man müsse intern umplanen, um dem Ansturm weiter gerecht werden zu können.

Kommandant Benjamin Bock berichtete von 15 Einsätzen bei Brand, Unfällen oder Schneebruch. Acht Mal hatte die Feuerwehr den Verkehr zu regeln, ein Schaumeinsatz sei nötig gewesen, um eine Ballenpresse zu löschen. Insgesamt seien 112 Mann circa 31 Stunden im Einsatz gewesen, von 207 geleisteten Arbeitsstunden sprach er.

Insgesamt zehn Groß,- Einsatz-, Gemeinschafts,-und Gruppenübungen sowie eine Unfallverhütungsvorschriten-Schulung am Umspannwerk in Haunzenbergersöll wurden absolviert. Die vier Kameraden Bauer Helmut, Lanzinger Jürgen Reichl Christian und Spirkl waren in Marktschellenberg beim Schneeräumen im Einsatz, ihnen galt ein besonderer Dank.

Der Kassenbericht von Reinhard Weindl bestätigte eine solide Kassenführung. Den Einnahmen in Höhe von 11 032 Euro standen Ausgaben von 11 196 Euro gegenüber. Die Einnahmen beinhalten die Zuwendung der Gemeinde Schönberg in Höhe von 800 Euro und zwei Spendenbeträge. Eine Spende über 500 Euro kam von der Raiffeisenbank und der Sportverein SV 86 spendete 400 für die Jugendarbeit in der Feuerwehr.

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