Erdkollektoren unter dem Dorfplatz verlegt

In breite und 1,30 Meter tiefe Gräben wurden Erdkollektoren verlegt. Im Sammelschacht (vorne) laufen die insgesamt 1000 Meter Kunststoffrohre zusammen. Foto gth
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In breite und 1,30 Meter tiefe Gräben wurden Erdkollektoren verlegt. Im Sammelschacht (vorne) laufen die insgesamt 1000 Meter Kunststoffrohre zusammen. Foto gth

Einer Hügellandschaft gleicht derzeit der Dorfplatz von Zangberg. Ganze Berge von Erde wurden angehäuft. Das Baggern in der Orsmitte dient der Verlegung von Erdkollektoren für eine Wärmepumpenheizung im Feuerwehrgerätehaus.

Zangberg - Zu den zwei schon vorhandenen Baggern ist ein weiterer großer hinzugekommen. Sie hoben breite und 1,30 Meter tiefe Gräben aus. In diese wurden Kunststoffrohre als Wärmeträger verlegt. Sie nehmen die ins Erdreich durch Regen und Sonne eingebrachte Wärme auf und führen sie der Wärmepumpe zu. In den Rohren fließt in einem geschlossenen Kreislauf ein Wasser-Glykolgemisch. Der moorige Boden unter dem Dorfplatz ist für Erdkollektoren gut geeignet. Die Wirkung in einem feuchten Grundwasserboden ist besonders hoch. Dies zeigt sich bei der Heizung der Schule und des Bauhofes, die beide mit Erdwärme betrieben werden.

Insgesamt hoben die Bagger das Erdreich auf einer Fläche von 500 Quadratmetern aus. Darin wurden 1000 Meter Kollektorrohre verlegt, mäanderförmig wie bei einer Fußbodenheizung in einem Abstand von 50 bis 80 Zentimetern.

In einem Sammelschacht mit zwei Metern Durchmesser laufen alle Kollektorrohre zusammen. Von dort aus wird die Erdwärme in drei dicken Rohren ins Feuerwehrgerätehaus geführt.

Schon im vergangenen Winter wurde das Gerätehaus mit Erdwärme versorgt, aber nur mit reduzierter Leistung von Kollektoren unter der kleinen Rasenfläche westlich des Gebäudes. Sie reichte nur für einige kleinere Räume im Erdgeschoss aus. Für die noch auszubauenden oberen beiden Stockwerke wird nun die Erweiterung vorgenommen.

Mit der Erdwärmeheizung im Feuerwehrhaus setzen Gemeinde und Bürgermeister Franz Märkl weiter auf Ressourcen- und Klimaschonung. Und die Gemeindekasse wird auch geschont. gth

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