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Gemeinderat muss entscheiden

Eltern in Niedertaufkirchen stellen Bürgerantrag für mehr Platz im Freien für Krippenkinder

Sie haben Unterschriften gesammelt, um damit ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, herausgekommen ist ein Bürgerantrag, von links: Fred Schuster, Viktoria Schneider und Cornelia Huber.
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Sie haben Unterschriften gesammelt, um damit ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, herausgekommen ist ein Bürgerantrag, von links: Fred Schuster, Viktoria Schneider und Cornelia Huber.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Mehr Platz für die Schmetterlinge: Eltern in Niedertaufkirchen verlangen von der Gemeinde, dass sie Kindern im Kindernest mehr Platz bietet. Darüber muss der Gemeinderat entscheiden.

Niedertaufkirchen – Der derzeitige Garten für die Schmetterlingsgruppe ist sehr klein, Spielgeräte sind kaum vorhanden: Niedertaufkirchener Eltern wollen dies ändern und haben nun Unterschriften gesammelt, um bei der Gemeinde eine Erweiterung der Außenflächen zu bewirken. In einem Bürgerantrag haben sie ihre konkreten Vorstellungen eingereicht.

Mehr Gartenfläche für die Schmetterlinge

Darin schlagen die Eltern dem Gemeinderat vor, dass der Garten der Schmetterlingsgruppe des Kindernest Niedertaufkirchen, die aktuell im Container untergebracht ist, in Richtung Westen (Bolzplatz) zu vergrößern. „Er soll sicherer und ansprechender für die Kinder gestaltet werden“, begründen die Initiatoren des Bürgerantrages Cornelia Huber, Viktoria Schneider und Fred Schuster diesen Antrag.

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Sie verweisen nicht nur auf die beengten Verhältnisse, sondern weisen auch darauf hin, dass kaum Spielgeräte vorhanden seien. „Teilweise wurden diese selbst beschafft und haben für den KiTa-Bereich keine Zulassung“, erklären sie und weisen auch darauf hin, dass keine Sitzgelegenheiten für Personal und Kinder gibt.

Gartenbereich auf Bolzplatz ausdehnen

Wie eine Vergrößerung aussehen könnten, haben sie in ihrem Antrag gleich konkretisiert: Der Zaun zum Bolzplatz sollte um circa zwölf Meter nach Westen versetzt werden, wodurch sich der Bolzplatz zwar entsprechend verkleinere. Der Antrag so Schneider und Huber, ziele auf eine kurzfristige Lösung ab. Es würde immer noch ein ausreichend großer Soccerplatz für die Fußballer übrig bleiben. Für Schatten im Sommer könnten Sonnensegel sorgen.

Direkter Zugang aus dem Haus

Um einen direkten Zugang von der Gruppe zum Garten zu gewährleisten, fordern die Eltern eine zweite Türe im nördlichen Eingangsbereich. Ein neuer Weg entlang des versetzten Zauns könnte vom Parkplatz zur Kinderkrippe angelegt werden. Für die Gestaltung des Gartens werden der Gemeinde Niedertaufkirchen Vorschläge durch das Personal und dem Elternbeirat unterbreitet, heißt es weiter im Antrag.

In der Begründung ihres Antrages verweisen die Eltern auf die Empfehlung, dass pro Kind mindestens zehn Quadratmeter Freifläche im Garten vorhanden sein sollte. „Derzeit sind es nach unseren Abschätzungen weniger“, behaupten die Antragsteller.

Alternativen reichen nicht aus

Schuster, Schneider und Huber sagen zwar, dass der Pfarrgarten, die Stockschützenbahn und die Spielplätze der Gemeinde als gelegentliche Alternativen geeignet seien. „Allerdings ist es immer mit erhöhtem Aufwand für das beschäftigte Personal verbunden.“

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Im Pfarrgarten und der Stockschützenbahn gebe es derzeit keine Möglichkeiten, Spielgeräte dauerhaft zu lagern. „Kindgerechte Toiletten und Wickelmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Alle Orte sind frei zugänglich und nur schwierig zu beaufsichtigen.“

Umsetzung leicht möglich

Die Initiatoren verweisen darauf, dass eine Realisierung ohne viel Aufwand möglich sei: „Der Bolzplatz befindet sich auf einem Grundstück, das der Gemeinde gehört. Er wird wenig genutzt und eine Vergrößerung des Gartens wäre mit wenig finanziellen Aufwand möglich.“

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Außerdem stellen die Antragsteller fest, dass die Schmetterlingsgruppe derzeit keinen direkten Zugang zum Garten hat. „Personal und Kinder müssen bei jeder kleinen Aktion – Toilettengang, Wickeln, Essen, Trinken – einen längeren Weg zurücklegen, was zu einer zusätzlichen Belastung führt.“

Winkler will Konzept vorstellen

Bürgermeister Sebastian Winkler hat erst am Freitag von dem Antrag erfahren, aber gleich angekündigt, dass sich der Gemeinderat mit der Thematik auseinandersetzen werde. Auch wenn die Erweiterung der Fläche nach Westen hin als einfache Lösung kommuniziert werde, müsse man bei einer Entscheidung auch die Nutzer des Fußballplatzes berücksichtigen.

Gemeinderat trifft Entscheidung

Winkler betont in diesem Zusammenhang, dass er selbst schon in den vergangenen beiden Monaten tätig geworden sei, umfassende Daten und Fakten zusammengetragen habe, die als Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Kinderbetreuung in Niedertaufkirchen dienen sollen. Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung nach dem Hildesheimer Modell spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wobei Winkler schon jetzt darauf hinweist: „Die Kapazitäten werden allmählich knapp.“

Die gesammelten Informationen sollten eigentlich mit dem Gemeinderat in der für Dienstag, 30. März, anberaumten Sitzung als Diskussionsgrundlage dienen. Weil sich jedoch Winkler und ein Gemeinderat wegen Corona in Quarantäne zu begeben hatten, wurde die Sitzung verschoben, das Thema wird jetzt bei der Sitzung am 13. April zur Sprache kommen.

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