SIEBTE TUMBLER-NIGHT IN NIEDERBERGKIRCHEN

Eiswürfel blockieren den Geschmack

Probieren, Schmecken, Riechen:Die Whisky-Verkostung wird bei den Whisky-Freunden aus Niederbergkirchen vierteljährlich zelebriert. Am 14. Januar laden sie öffentlich dazu ein. Über die Faszination des hochprozentigen Getränks aus Irland und Schottland spricht Tumbler-Chef Michael Haslwimmer (kleines Bild) im Interview. je
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Probieren, Schmecken, Riechen:Die Whisky-Verkostung wird bei den Whisky-Freunden aus Niederbergkirchen vierteljährlich zelebriert. Am 14. Januar laden sie öffentlich dazu ein. Über die Faszination des hochprozentigen Getränks aus Irland und Schottland spricht Tumbler-Chef Michael Haslwimmer (kleines Bild) im Interview. je

200 Whiskys aus aller Welt – zu whisky-typischen Speisen kann man bei der Tumbler-Night in Niederbergkirchens Schützenwirt aus dieser Auswahl kosten. Die Whisky-Freunde Niederbergkirchen laden am 14. Januar zu dieser Veranstaltung ein (Beginn 19 Uhr). Mitveranstalter Michael Haslwimmer gibt im aktuellen Interview einen kleinen Einblick in die Welt der Whiskys.

Nicht das erste Mal, dass es eine Tumbler-Night in Niederbergkirchen gibt. Sie scheint also gut anzukommen, woran liegt das?

Richtig, bereits zum siebten Mal veranstalten wir dieses Jahr die Tumbler Night, mit stetig wachsender Besucherzahl. Viele Whiskygenießer nutzen die Chance einen der circa 200 Whiskys mal zu probieren ohne gleich die ganze Flasche kaufen zu müssen. Aber auch Einsteiger und Nicht-Whiskytrinker fühlen sich in diesem Ambiente bei unserem Schützenwirt sehr wohl.

Als Whisky-Freunde trefft ihr euch ja schon seit einigen Jahren in Niederbergkirchen. Was ist das Interessante am Whiskey? Warum nicht Obstler oder Weinbrand?

Bei der Verkostung eines neuen Whiskys in unserem Sortiment gibt es immer wieder was Neues zu entdecken beziehungsweise zu riechen und schmecken. Whisky ist ein Getränk das Tradition, Handwerk beziehungsweise Handarbeit und eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen verbindet. Auch wenn’s in der Realität wahrscheinlich nicht ganz so romantisch, ist wie man sich die Arbeit in einer Whiskybrennerei vorstellt. Durch die vielen Destillerien überall auf der Welt mit den unterschiedlichen Produktionsverfahren und den unzähligen Abfüllungen ergibt sich eine riesige Bandbreite an Geschmacksrichtungen, wie es sie bei Spirituosen nur selten gibt. Und natürlich entsteht dadurch auch eine gewisse „Markentreue“ wie bei Autos oder Fußballmannschaften.

Wie verlaufen Whisky-Abende bei Euch?

Wir treffen uns vierteljährlich zur Verkostung unserer Whiskys. Dabei werden je Probierrunde zwei bis vier Whiskys verkostet. Je nach Auswahl Neuzugänge mit Whiskys aus dem Bestand und/oder Whiskys die im Geschmack ähnlich sind oder auch sehr unterschiedlich. Dabei steht ausreichend Wasser zum Neutralisieren der Geschmacksnerven bereit und eine kleine Stärkung gibt’s auch immer. Natürlich wird auch „gefachsimpelt“ und in Büchern und Katalogen geblättert.

Beim Whisky-Mutterland fällt mir als Laie in erster Linie Irland oder Schottland ein. Oder haben inzwischen andere Länder qualitätsmäßig nachgelegt?

Schottland und Irland gelten als Heimatländer des Whiskys, der zweitgrößte Whiskyproduzent ist nach Schottland aber Indien. Auch in den USA und Kanada gibt es sehr große Destillerien und nicht wenige Gewinner des „Whisky des Jahres“ kommen aus Japan. Außerdem gibt es auch viele Brennereien in Deutschland und Österreich, die Whisky produzieren und es gibt Whisky zum Beispiel auch aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Schweden, Tschechien, Australien. Qualität ist da schwierig einzustufen, aber es ist für jeden etwas dabei.

Woher kommen Eure Whiskeys? Was inspiriert Euch bei der Auswahl?

Unsere Whiskys kommen meist aus Schottland, aber auch USA und Irland sind gut vertreten. Ich würde sagen: Die Auswahl erfolgt nach der Geschmacksbeschreibung, Optik und Lernen durch Fehlkäufe. Studien belegen, dass die meisten Whiskys aufgrund der äußeren Erscheinung gekauft werden und bei uns ist das ähnlich. Aber wenn die Beschreibung des Herstellers gar nicht mit Realität übereinstimmt oder das persönliche Geschmacksempfinden nicht zum Erscheinungsbild und zu den Erwartungen passen dann bleibt’s meistens bei einer Flasche von dieser Destillerie.

Die Gretchenfrage: Eiswürfel oder Zimmertemperatur? Wir trinkt man nun Whisky?

Guten Whisky sollte man bei Zimmertemperatur trinken, um den vollen Geschmack genießen zu können. Ein Eiswürfel im Whisky ist genug, um 90 Prozent der Geschmacksnerven auf der Zunge zu „blockieren“. Das ist nur bei nicht so guten Whiskys ein Vorteil.

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