Einfaches und bewegtes Leben

Mit der Familie, Verwandten und Bekannten, die Bürgermeister Michael Hausperger (rechts) und Anton Weichselgartner (links) sowie vom Pfarrgemeinderat Christine Gossert (Zweite von links) feierte die Jubilarin ihren Ehrentag. Foto fma
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Mit der Familie, Verwandten und Bekannten, die Bürgermeister Michael Hausperger (rechts) und Anton Weichselgartner (links) sowie vom Pfarrgemeinderat Christine Gossert (Zweite von links) feierte die Jubilarin ihren Ehrentag. Foto fma

Oberbergkirchen/Schörging - Glücklich und zufrieden, mit ungebrochenem Lebensmut machte Centa Wagner aus Schörging 90 Lebensjahre voll.

Von einem bewegten und einfachen Leben erzählte die Jubilarin bei der Geburtstagsfeier. Es gab nicht nur Sonnentage, sondern auch viel Trauer. "Drei Brüder sind im Krieg gefallen, eine Schwester ist mit 36 Jahren verstorben, 2003 ist Sohn Erhard auf tragische Weise tödlich verunglückt, Ehemann Johann ist 2006 verstorben und 2008 musste ich meine Tochter zu Grabe geleiten." Die gute Verbindung zur Familie und den fünf Enkelkindern habe ihr über viel Schmerz hinweggeholfen. Nicht gerade wohlhabend und rosig war ihre Kindheit auf dem Radlbrunner Anwesen in Atzging, wo sie geboren wurde und als jüngstes von elf Geschwistern aufwuchs. Schon früh wurde sie in die bäuerliche Arbeit eingebunden. Als die Brüder zum Kriegsdienst eingezogen wurden, musste sie nach der Schulzeit in Zangberg auf dem elterlichen Hof einen Knecht ersetzen und schwere Arbeit verrichten. Sie lernte ihren Ehemann Johann Wagner kennen, 1952 wurde geheiratet und der Hof in Schörging übernommen. Die Söhne Johann und Erhard und Tochter Maria wurden geboren. Fünf Enkel gehören jetzt noch zur Großfamilie und erfreuen die Oma. Ihre Schaffenskraft und Liebe waren für den Hof und die Familie. Viel bedeutete ihr die Blumenpracht am Haus. In ihrer Zeit wurde auch der Hof neu erbaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Mit Stolz erfüllte sie das Ehrenamt, als sie bei der Fahnenweihe der KSK 1967 Fahnenmutter war. Bis vor ein paar Jahren war sie noch mit dem Auto unterwegs und machte Besorgungen. Sehr geschätzt ist auch der sonntägliche Kirchenbesuch. Seit der Hofübergabe an Sohn Hans und Schwiegertochter Renate lebt sie wohlumsorgt bei ihnen in Wohngemeinschaft. fma

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