Eine Freundin brachte Otto und Sieglinde Windt aus Zangberg zusammen

Bürgermeister Georg Auer (links) überreichte dem Jubelpaar ein Luftbild von Zangberg und einen Gutschein.
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Bürgermeister Georg Auer (links) überreichte dem Jubelpaar ein Luftbild von Zangberg und einen Gutschein.

Zangberg – Otto und Sieglinde Windt schlossen am 11. Juni 1960 in Kronstadt den Bund fürs Leben.

Am Fronleichnamstag blickten sie in ihrem Heimatort Zangberg auf 60 gemeinsame, glückliche, aber auch arbeitsreiche Ehejahre zurück. Das Fest der diamantenen Hochzeit wurde wegen der Corona-Krise im engsten Familienkreis gefeiert.

Zwei Kinder und zwei Enkelkinder gratulierten am Festtag ebenso wie Bürgermeister Georg Auer, der die Glückwünsche der Gemeinde übermittelte und ein Luftbild von Zangberg sowie einen Gutschein überreichte. Besondere Glückwunschpost erhielt das Jubelpaar aus München vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, welche das Ehepaar Windt stolz zeigte.

Sieglinde wurde im November 1941 in Kronstadt in Siebenbürgen geboren und besuchte das dortige Lyzeum, um anschließend eine Banklehre zu machen. Schon mit knapp 17 Jahren lernte sie über eine Freundin, mit der sie noch heute eine gute Freundschaft verbindet, den im Mai 1936 ebenfalls in Kronstadt geborenen Otto Windt kennen. Otto hatte nach der Volksschule die Technische Schule besucht und arbeitete als Betriebsschlosser. Schon zwei Jahre später fand die Hochzeit des jungen Paares statt.

Waldkraiburgals neue Heimat

Im Jahre 1984 verließen sie wie viele Landsleute Rumänien, da sie dort keine Zukunftsperspektive mehr sahen, und kamen zunächst nach Waldkraiburg. Nicht zuletzt durch Hilfe der Familie Maffay, den Eltern von Peter Maffay, fanden sie dort eine Wohnung und auch eine neue Heimat, bis sie 1999 nach Zangberg zogen.

Bis zum Ruhestand 1996 arbeitete der Jubilar als Dreher bei der Firma Netzsch in Waldkraiburg, die Jubilarin bis 2003 als Altenpflegerin im Seniorenheim Maria Schnee in Heldenstein.

Noch heute werkelt Otto Windt gerne in seiner kleinen Werkstatt im Keller mit Metall, dem Werkstoff, der ihn schon sein Leben lang begleitet. Seine Frau widmet sich – in der Wohnung nicht zu übersehen – ihrer Sammelleidenschaft von Alabasterfiguren und Elefanten. hua

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