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Ein wichtiger Lückenschluss: Geh- und Radweg von Egglkofen nach Feichten ist offen

Mit dem neuen Geh- und Radweg (rot) können Fußgänger und Radfahrer durchgehend und gefahrlos von Egglkofen nach Neumarkt-St.Veit und zurück fahren oder marschieren. Verena Klinger
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Mit dem neuen Geh- und Radweg (rot) können Fußgänger und Radfahrer durchgehend und gefahrlos von Egglkofen nach Neumarkt-St.Veit und zurück fahren oder marschieren.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Vor rund einem Jahr war der Spatenstich; jetzt können Radler oder Fußgänger durchgehend von Egglkofen bis nach Neumarkt-St.Veit den neuen Geh- und Radweg nutzen und im kommenden Jahr soll der Brückenschlag nach Niederbayern in Angriff genommen werden.

Egglkofen – Rund 5500 Fahrzeuge sind Tag für Tag auf der B 299 bei Egglkofen unterwegs. Zu viele, um die Straße als Radfahrer oder Fußgänger gefahrlos nutzen zu können. Deshalb hat der Bund rund 2,3 Millionen Euro investiert, um einen Geh- und Radweg von Egglkofen nach Feichten zu bauen und damit den Lückenschluss zu schaffen, damit Radler und Fußgänger sicher von Egglkofen nach Neumarkt-St.Veit und umgekehrt unterwegs sein können, sagte Stefan Leitner, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Symbolische Verkehrsfreigabe mit Bürgermeister Johann Ziegleder, Bürgermeister Erwin Baumgartner, Staatssekretär Stephan Mayer, Bauleiter Adalbert Benz, Landrat Max Heimerl, Stefan Leitner und Pfarrer Eisenmann.

Was sich so einfach liest, war allerdings ein langer Weg. So erinnerte sich Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner bei der Einweihung, dass bereits 2003 bei einer Versammlung in Feichten Unterschriften für „den Bau eines Radweges von Neumarkt-St. Veit nach Feichten gesammelt wurden“. Danach folgten „unzählige Gespräche, Schreiben, Email, Verhandlungen und Anfragen“.

Egglkofens Bürgermeister Johann Ziegleder sagte, dass die Baustelle ihn in seiner 19-jährigen Zeit als Bürgermeister die meiste Zeit gekostet habe. Er habe „viel reden müssen“, was nicht so seine Sache sei und dabei „auch deutliche Worte finden müssen“. Alle Redner würdigten dennoch die Bereitschaft der Grundstückseigentümer, dass sie die benötigten Flächen zur Verfügung gestellt haben.

Durch die Verzögerung seien dem Bund rund 140.000 Euro Mehrkosten beim Bau entstanden. Die Gemeinde Egglkofen muss etwa 155.000 Euro wegen einer nicht geplanten Stützmauer mehr berappen.

Landrat Max Heimerl sagte, dieses Stück Geh- und Radweg sei ein wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz des Landkreises und großer Schritt bei der Anbindung im Norden. Zugleich versprach er, dass die Radwege „sukessive und konsequent weiter ausgebaut werden“.

Nach der offiziellen Freigabe nutzte ein Teil der Gäste (rechts Pfarrer Eisenmann) die Gelegenheit, gleich mit dem Fahrrad zu einem Weißwurstfrühstück ins Gasthaus Schober nach Egglkofen zu radeln. Schwarz

Fahrrad als Teil einer vernetzten Mobilität

Über den Radweg hinausblickend meinte er, dass Radwege bei der Schaffung einer neuen Mobilität eine wichtige Funktion haben. Er sprach von einer vernetzten Mobilität. Dabei werde „das Auto im ländlichen Raum sicher weiter unverzichtbar sein“, wenn auch mit anderen Antrieben. Dazu kommen unter anderem Carsharing-Modelle und der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV); und eben das Fahrrad. Pfarrer Franz Eisenmann bat bei der Segnung des Geh- und Radweges um die nötige Vorsicht für die Bürger.

Er brachte aber auch einen weiteren Aspekt für den neuen Radweg ein: Bisher musste bei großen Wallfahrten nach Altötting die Bundesstraße immer für einige Zeit gesperrt werden. Jetzt können die Wallfahrer sicher und geschützt nach Altötting kommen.

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