"Ein Weihnachtsgeschenk"

Einer der ersten Züge, die am Donnerstag über den neuen Bahnübergang fuhren. Ab morgigen Sonntag fahren die Züge dieser Linie stündlich. Foto sag
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Einer der ersten Züge, die am Donnerstag über den neuen Bahnübergang fuhren. Ab morgigen Sonntag fahren die Züge dieser Linie stündlich. Foto sag

Nach acht Wochen Bauzeit ist der Bahnübergang in Hörbering wieder befahrbar. Die Kreuzung von Straßen- und Schienenverkehr ist nun mit Schranken und Ampeln ausgestattet.

Neumarkt-St. Veit/Hörbering - Von einem "Weihnachtsgeschenk für Hörbering" sprach Christian Kubasch bei der Einweihung des nun gesicherten Bahnüberganges. Am Donnerstag ist dieser von Vertretern des Stadtrats, der Bahn, des staatlichen Bauamts und der Kirche feierlich eingeweiht worden.

Nach etwa acht Wochen Bauzeit ist der Bahnübergang nun mit Ampeln, neuen Schildern und Schranke gesichert. Laut Kubasch sind auch die Straße auf sieben Meter verbreitert und die Gleise erneuert worden. Gleichzeitig wurde die Einmündung in die Bahnhofsstraße verbreitert und die Feldwegeinfahrt verlegt.

Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 540000 Euro. Davon entstanden 447000 Euro beim Umbau der Kreuzung, die zu gleichen Teilen vom staatlichen Bauamt, der Bahn und vom Bund getragen werden.

"Bei etwa 97 Prozent der Unfälle im Bahnverkehr sind Teilnehmer des Straßenverkehrs beteiligt", sagte Frank Ruckdäschel vom staatlichen Bauamt und betonte damit die Wichtigkeit der Sicherung von Bahnübergängen.

Auch in Hörbering geschahen in den vergangenen Jahren einige Unfälle an dem bisher nur mit Andreaskreuzen gesicherten Übergang.

Da die Züge der Rottalbahn ab Sonntag, 13. Dezember, im Stundentakt fahren werden, war die Absicherung dieser Gefahrenstelle umso nötiger. Damit ist laut Ruckdäschel nicht nur mehr Sicherheit für den Straßenverkehr gewährleistet, auch der durchfahrende Zug komme schneller an sein Ziel. "Über einen beschrankten Übergang darf der Lockführer schneller fahren als über einen unbeschrankten", so Ruckdäschel.

Aber auch mit Schranken sei eine solche Kreuzung von Schienen- und Straßenverkehr nicht ungefährlich, waren sich Ruckdäschel und Kubasch einig. Viele Straßenverkehrsteilnehmer wüssten laut ihnen nicht wirklich Bescheid, wie sie sich an Bahnübergängen ordnungsgemäß verhalten sollten.

Bürgermeister Erwin Baumgartner freute sich über das Ende der Bauarbeiten. Seit 2002 werde laut ihm auf eine Veränderung an dem Übergang gedrängt.

"Advent heißt Ankunft und auch wir sind jetzt endlich am Ziel angekommen, sagte Baumgartner. sag

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