Egglkofen: Nachruf auf Therese Berlinger

Therese Berlinger starb im Alter von 88 Jahren
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Therese Berlinger starb im Alter von 88 Jahren

Nach längerer Krankheit ist Therese Berlinger im Alter von 88 Jahren im Kreise der Familie in Tegernbach gestorben. Die letzten drei Jahre lebte sie aufgrund ihres angeschlagenen Gesundheitszustandes sehr zurückgezogen. Wohl umsorgt von Sohn Ludwig und Schwiegertochter Angelika konnte sie ihre letzten Lebenswochen zu Hause verbringen.

Egglkofen – Therese Berlinger wurde am 4. Juni 1932 als zweites Kind der Eheleute Anna und Martin Huber in Atzing geboren. Zusammen mit zwei Brüdern und zwei Schwestern verbrachte sie ihre Kindheit auf dem elterlichen Anwesen. Von 1938 bis 1946 besuchte sie die Volksschule in Staudach.

Durch einen tragischen Unfall verlor sie mit elf Jahren ihre Mutter. Ihr Vater war als Soldat ihm Krieg, deshalb musste die Großmutter die Kinder alleine großziehen. Nach dem Krieg heiratete ihr Vater wieder und sie bekam zwei weitere Geschwister. Mit allen Geschwistern war sie ihr ganzes Leben eng verbunden. Mit 13 Jahren begann sie ihre Arbeit auf einem Bauernhof und arbeitete bis zu ihrer Eheschließung bei verschiedenen Bauern als Dienstmagd.

Am 14. April 1955 heiratete sie den Landwirt Ludwig Berlinger aus Tegernbach und bewirtschaftete mit ihm seinen Hof. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Elfriede, Ludwig und Irmgard hervor, denen sie immer eine liebevolle Mutter war. Acht Enkelkinder bescherten ihr viel Freude. 1998 starb ihr Ehemann und der Hof wurde von Sohn Ludwig weitergeführt.

Großes Leid traf sie, als ihre jüngste Tochter Irmgard 2002 mit nur 39 Jahren starb. Ebenfalls viel zu früh starb ihre Enkelin Christina 2017 mit 27 Jahren. Solange es ihre Gesundheit zuließ, unternahm Therese Berlinger gerne Busreisen, arbeitete im Garten und strickte unermüdlich Socken für den katholischen Frauenbund. 2019 durfte sie sich noch über die Geburt ihrer Urenkelin Noa Marie freuen.

Die letzten drei Jahre lebte sie aufgrund ihres angeschlagenen Gesundheitszustandes sehr zurückgezogen. Ein Herzinfarkt im Juli machte einen längeren Krankenhausaufenthalt notwendig. Wieder zu Hause bedurfte sie besonderer Pflege und Hilfe. Wohl umsorgt von Sohn Ludwig und Schwiegertochter Angelika konnte sie ihre letzten Lebenswochen zu Hause verbringen.

Pfarrer Markus Hochheimer zelebrierte das Requiem und die Familie mit nahen Angehörigen begleiteten sie auf dem letzten Weg zur Ruhestätte im Familiengrab auf dem Friedhof in Egglkofen.

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