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INTERVIEW MIT BÜRGERMEISTER JOHANN ZIEGLEDER

Mit Energie muss man alles angehen: Egglkofen hat einiges vor

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  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Egglkofen – Ein kleiner Virus sorgt weltweit für große Probleme. In zahlreichen Bereichen sind die Menschen in ihren Aktivitäten eingeschränkt. Die Heimatzeitung befragte Egglkofens Bürgermeister Johann Ziegleder nach den Erfahrungen aus dem abgelaufenen Jahr sowie seinem persönlichen Ausblick.

Seit einem Jahr ist Corona das beherrschende Thema. Wie hat sich ihre Arbeit durch den Virus verändert?

Johann Ziegleder: Meine Arbeit als Bürgermeister hier in Egglkofen hat Corona wenig beeinflusst. Was mir persönlich abgeht, sind die Veranstaltungen der Vereine wie der Wandertag ober an Weihnachten. Was mir etwas Sorgen bereitet ist die Kinderbetreuung, weil viele Eltern berufstätig sind. Bisher haben wir das jedoch ganz gut hinbekommen, wobei ich mich für die Unterstützung unserer Lehrer und der Mitarbeiterinnen im Kindergarten recht herzlich bedanken möchte.

Welches Feedback bekommen sie aus der Egglkofener Geschäftswelt?

Ziegleder: Aus der Geschäftswelt in Egglkofen habe ich bisher keine negativen Reaktionen erhalten.

Bereiten Ihnen die negativen wirtschaftlichen Prognosen Sorge?

Ziegleder: Hier in Egglkofen gehe ich nicht davon aus, dass wir wirtschaftliche Probleme haben werden. In Deutschland und weltweit wird sich die Sache sicher noch über Jahre hinweg auswirken. Ich gehe davon aus, dass uns das Virus in den nächsten Jahren sicher noch Probleme bereiten wird.

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Wirkt sich die Coronapandemie auch negativ auf die Gemeindefinanzen aus, Stichwort Steuereinbrüche?

Ziegleder: Ich gehe nicht davon aus, dass wir große steuerliche Nachteile haben werden. Wir haben in den nächsten Jahren viel vor. Ob wir alles bezahlen können, wird sich zeigen.

Müssen Investitionen möglicherweise verschoben werden? Wenn ja, welche?

Ziegleder: Aktuell gehe ich nicht davon aus, dass wir vorgesehene Investitionen verschieben werden. Wir haben in den letzten Jahren doch gute Rücklagen aufgebaut. Wenn wir das alles angehen möchten, was wir uns vorgenommen haben, dann sind die Rücklagen sicher schnell weg. Wir werden sehen. Ich bin aber zuversichtlich.

Worauf wird in diesem Jahr der Fokus bei den Investitionen liegen?

Ziegleder: Wir haben mitten im Ort ein Anwesen gekauft, wir benötigen dringend ein neues Gewerbegebiet mit einem Bauhof und wir investieren in die Kinderbetreuung. Was schwer wiegt, sind immer wieder Altlasten, die auf uns zukommen, sowie die Sanierung der Kläranlage in Neumarkt.

Im Mai 2020 hat der neugewählte Marktgemeinderat seine Arbeit aufgenommen. Hat sich etwas in der Arbeit verändert? Wie ist die Zusammenarbeit?

Ziegleder: Wir werden, wie bisher, alles was auf uns zukommt, offen diskutieren, was bisher auch so war. Es gibt keine Geheimnisse im Gemeinderat. Jeder kann auch in der Gemeinde über alles informiert werden. Das wirkt sich dann auch auf die Zusammenarbeit aus.

Aktuelle Artikel zur Corona-Pandemie finden Sie auf unserer OVB-Themenseite.

Welche Entscheidung hat Sie im Jahr 2020 viel Energie gekostet?

Ziegleder: Jede Entscheidung erfordert verantwortungsvolle Vorarbeit. Stress macht man in der Regel selbst. Das vermeide ich grundsätzlich. Mit Energie muss man an alles rangehen. Sonst wird daraus nichts.

Über welche Nachricht würden Sie sich in diesem Jahr freuen?

Ziegleder: Ich würde mich freuen, wenn wir in der Gemeinde zum Jahresende wieder eine ordentliche Weihnachtsfeier abhalten könnten. Bin aber noch nicht sicher, ob das so sein wird.

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