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Verkehrsschild manipuliert

Dumme Jungs oder Chaoten am Werk? Vandalismus beschäftigt Niedertaufkirchen

Auch Straßenschilder haben die Täter demoliert.
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Auch Straßenschilder haben die Täter demoliert.

30er-Schild beschädigt, Straßenpfosten ausgerissen, Grill zertrümmert – wer treibt in Niedertaufkirchen sein Unwesen?

Niedertaufkirchen – Bernhard Aigner, Sportwart des DJK SV Niedertaufkirchen, ist sauer: „Seit einiger Zeit haben wir immer wieder Fälle von Vandalismus bei den Stockbahnen des DJK-SV Niedertaufkirchen.“

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Unbekannte hinterlassen regelmäßig Kronkorken, Zigarettenstummel, zerbrochene Bier- und Schnapsflaschen auf der Anlage. „Die räumen wir halt weg, ist zwar ärgerlich aber nicht wirklich ein Problem.“

Richtig zerstörerisch war der Vorfall, der sich laut Aigner am 25. Oktober, zwischen 15 und 19 Uhr, ereignet hat: „Da wurde uns nicht nur die Wegeleuchte vom Sockel getreten, sondern auch unser gemauerter unser Außengrill umgeworfen und bis auf den Sockel zertrümmert.“

Wer steckt hinter der Zerstörungswut?

Wer das getan haben könnte und vor allem warum, kann sich der Sportwart nicht erklären. „Die Anlagen sind nicht eingezäunt und werden neben dem Stocksport auch von Familien und Kindern genutzt, um mit Rollerblades und Fahrrädern das Fahren zu üben. Auch die Gruppen unseres örtlichen Kindergartens verbringen immer wieder Zeit zum Spielen auf den Anlagen“, erklärt er und bisher war der Zugang für Jedermann auch kein Problem.

Der Außengrill auf dem Gelände wurde vor vier Wochen fast vollständig zerstört. Am vergangenen Samstag gaben die Unbekannten ihm den Rest.privat

Aigner mahnt aber: „Dies alles gefährdet der Vandalismus, weil er uns über kurz oder lang dazu zwingt, die Anlage einzuzäunen und per Video zu überwachen, um sie vor Missbrauch zu schützen und die finanziellen Schäden für einen gemeinnützigen Verein zu vermeiden.“

Vergangenes Wochenende setzten die unbekannten Täter sogar noch eins drauf: „Am Samstagvormittag habe ich gesehen, dass uns nun auch der Rest des Grills kaputt geschlagen worden ist“, berichtet Aigner.

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Und Sonntagfrüh musste er feststellen: „Der Wahnsinn geht weiter. Diese Nacht wurden bei uns entlang der Hauptstraße Gartentore ausgehängt, Verkehrsschilder verdreht und beschädigt sowie Straßenpfosten rausgezogene und auf Privatgrundstücke geworfen.“

Die Straßenpfosten hat er wieder eingesetzt und die Tore sind wieder eingehängt. Das Verkehrsschild, das auf die 30er-Zone hinweist, ist parallel zur Kreisstraße verdreht, Autofahrer können es so nicht ablesen. In unmittelbarer Nähe befinden sich Grundschule und Kindergarten. Bernhard Aigner: „Ich weiß nicht, ob das noch dumme Jungenstreiche sind oder ob wir in Niedertaufkirchen allmählich ein Problem haben?“ Anzeige bei der Polizei hat er nicht erstattet – „Gegen wen denn? Gegen Unbekannt bringt ja nichts.“ Außerdem sei kaum Sachschaden entstanden.

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Unter Jux und Tollerei kann die Polizei solche Vorkommnisse nicht verbuchen. Wie ein Sprecher der Polizei Mühldorf auf Nachfrage erklärt: „Ein Schilder zu beschädigen und Pfosten auszureißen ist auf jeden Fall Sachbeschädigung. Wurde das Verkehrsschild tatsächlich so verdreht, dass es für Verkehrsteilnehmer nicht mehr erkennbar ist, dann entspricht das einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.“

Bürgermeister zeigt sich verwundert

Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler ist verwundert über die Vorfälle: „Bei uns in der Gemeinde ist eigentlich immer alles in Ordnung.“ Er könne nur hoffen, dass es sich um Einzelfälle handelt und jetzt wieder Ruhe einkehren wird.

Das wünscht sich auch Bernhard Aigner: „Vielleicht setzt ja der Bericht in der Heimatzeitung dem Treiben ein Ende.“ Das Gelände der Stockschützen werden er und andere aber im Auge behalten.

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