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STADTPLATZNEUGESTALTUNG

Drei Fraktionen, drei Meinungen: Bei der Metallfarbe scheiden sich in Neumarkt die Geister

Der Trend geht zum Fahrradbügel, wie hier in Mühldorf. Über die Farbe war sich der Stadtrat zunächst nicht einig.
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Der Trend geht zum Fahrradbügel, wie hier in Mühldorf. Über die Farbe war sich der Stadtrat zunächst nicht einig.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Man hat es gut gemeint seitens der Stadt: Jede Fraktion sollte sich im Vorfeld Gedanken über Form und Farbe der Bänke, der Fahrradbügel und der Mülleimer am Stadtplatz machen. Doch nachdem Planerin Christina Lehner die Möglichkeiten vorgestellt hatte, gab es vor allem eines: Uneinigkeit.

Neumarkt-St. Veit – 18 Fahrradständer hatte Lehner in ihrem Planungskonzept integriert, schwerpunktmäßig in der oberen Hälfte des Stadtplatzes, aber mit der Ergänzungsoption zwischen den Geschäftshäusern von Eisenwaren Clemente und der Johannes-Apotheke sowie vor „Simsek‘s Dönerladen“.

Bügelvarianten für die Fahrräder

Verschiedene Ausführungen standen zur Wahl, ausnahmslos Bügel in unterschiedlichen Ausführungen. Diese „einfachen Anlehnbügel“ entsprächen auch der Empfehlung des Denkmalschutzes, so Lehner.

Filigran und wuchtig: Das sind die Alternativen bei den Ruhebänken

Acht Bänke sind über den Stadtplatz verteilt vorgesehen, jeweils zwei in den sogenannten Ruhezonen bei den Brunnen, zwei am Johannesplatz und zwei auf Höhe von „Christl‘s Sanitätshaus“. Den gegenwärtigen Holzbänken hielt sie als Vorschlag filigrane und auch klobige Alternativen mit unterschiedlichen Farbtönen entgegen.

Die wuchtigen Abfallbehälter kommen wohl weg

Wollen die Neumarkter die bestehenden Abfallbehälter, wuchtige zylinderförmige Konstruktionen, die mobil sind und auf einem Betonsockel stehen, beibehalten? Oder lieber die fest eingebaute Alternative, die filigraner wirkt? Auch dazu hatte das Architekturbüro Muster vorgeschlagen.

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Das sagen die Fraktionen

Zu den Fahrradbügeln: Rund, gefällig und vor allem verschraubt – diese Version des Bügels favorisierte die CSU, wie deren Sprecher Peter Gruber deutlichmachte. Christian Perau (UWG) favorisierte ein anderes Model mit zusätzlicher Querverstrebung, „wir müssen ja auch an die kleinen Radfahrer denken!“ Diese Variante sollte aber parallel zum Gehweg und nicht senkrecht zu den Stadthäusern platziert werden, fand Perau. Doch Planerin Lehner widersprach: „Sie werden dann zur Barriere, anders sind sie besser zu passieren.“

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Fahrradbügel in Geschäftsnähe gewünscht

Peter Hobmaier (UWG) wünschte sich eine bessere Verteilung der Bügel, um den Besuchern des Stadtplatzes lange Wege zu den Geschäften zu ersparen. „Maximal zehn Meter von den Geschäften entfernt“, ergänzte Peter Gruber.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) wurde eine Entscheidung darüber zurückgestellt. Die Fraktionen sollten stattdessen Vorschläge über die Standorte einbringen.

Fraktionen sollen Standorte für Bänke suchen

Zu den Musterbänken: Entgegen der Empfehlung der Planer bevorzugt die UWG eine Bankenvariante ohne Lehne, der auch die CSU zustimmte. Ein Beschluss wurde dazu nicht getroffen, die Fraktionen sollten Standorte für die Bänke einzeichnen sowie die bevorzugte Art der Bänke aus den Vorschlägen wählen.

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Das Problem mit herumliegenden Kippen

Zu den Abfallbehältern: Bürgermeister Baumgartner möchte gerne an den Bestandsabfalleimern festhalten. Die aber gefallen Rosmarie von Roennebeck (CSU) überhaupt nicht. Ihre Fraktionskollegin Heike Perzlmeier plädierte auf die Hängevariante, weil diese filigraner wirke – dann wären sie aber nicht mehr kippbar. Monika Eisenreich (UWG) merkte an, dass man bei der Anschaffung von Abfalleimern auch an die Raucher denken sollte, damit die Stummel nicht auf dem Pflaster landen. Dem stimmte Bäckermeister Egbert Windhager (CSU) zu: „Dreimal pro Woche kehre ich Kippen zusammen“, sagte er.

Planerin sucht nach Alternativen

Ludwig Spirkl (SPD) sagte, „dass die aktuellen Abfallbehälter zwar keinen Designerpreis gewinnen würden“. Doch er würde sie belassen. „Sie sind nicht kaputt, man sollte sie nicht einfach wegwerfen“, argumentierte er.

Die Tendenz ging dann in Richtung fester, freihängender Elemente. Planerin Lehner versprach, sich nach Alternativen umzusehen und diese dann bis zu einer der nächsten Sitzung vorzustellen.

Die Entscheidung könnte dann aufgrund von Bildmaterial oder als Muster auf dem Stadtplatz gefällt werden. Die Entscheidung sei nicht dringend, eine Vertagung „hält die Baustelle nicht auf“.

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