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SANIERUNGSBEDARF

Die Brücken haben Risse: Situation in Lohkirchen hat sich teilweise zugespitzt

Eine Überprüfung hat Schäden an einigen Brücken, die nahezu 100 Jahre alt sind,entlang der Rott ergeben. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, dass Schstellen beseitigt und Risse saniert werden sollen.
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Eine Überprüfung hat Schäden an einigen Brücken, die nahezu 100 Jahre alt sind,entlang der Rott ergeben. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, dass Schstellen beseitigt und Risse saniert werden sollen.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Mangelnde Tragfähigkeit und Schädigung durch Streusalz: Der Gemeinderat Lohkirchen bespricht erste Maßnahmen für Brücken, nachdem sechs Bauwerke einer Überprüfung unterzogen worden und es nun Ergebnisse gibt.

Lohkirchen – Schon vor knapp zwei Jahren wurden die sechs Brücken der Gemeinde Lohkirchen einer Brückenhauptprüfung unterzogen. Die Prüfberichte dazu behandelte der Gemeinderat in seiner Aprilsitzung. Dabei wurde festgelegt, dass das Technische Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen die Dringlichkeit prüfen sollte. Zwischenzeitlich hat sich die Situation bei einer Brücke zugespitzt.

Maximal acht Tonnen Belastung

Es handelt sich dabei um die Brücke an der Zufahrt zur Kläranlage Brodfurth. Dort nämlich droht der Bordstein wegzubrechen. Es fand daraufhin ein Ortstermin mit einem Vertreter eines Ingenieurbüros statt. Dabei wurde festgestellt, dass die Widerlager noch in Ordnung sind. Der Zustand der Brückenplatte wurde als „weniger gut“ bezeichnet, sie dürfte aber vermutlich noch halten. Zur Absicherung vor Ansprüchen wurde aber eine Gewichtsbeschränkung empfohlen. Ein Plan aus dem Jahr 1929 sieht eine Belastbarkeit mit einem Fahrzeug von maximal acht Tonnen vor.

Tragfähigkeit kann nicht erhöht werden

Eine Erkenntnis der Begutachtung war, dass sich eine Sanierung der Platte wohl kaum lohnen würde, da eine Schädigung durch Chlorid (Streusalz) wahrscheinlich ist und die Tragfähigkeit nicht erhöht werden kann. Der Bordstein wurde wohl nachträglich aufbetoniert, im Plan von 1929 war dies anders dargestellt worden. Das Ingenieurbüro schlug vor, den Riss zu verpressen. Dies wäre die aktuell billigste Variante. Damit dürfte das Bauwerk zwar für einige Jahre halten, das Problem der mangelnden Tragfähigkeit werde aber nicht gelöst.

Weitere Berichte aus Lohkirchen lesen Sie auf unserer Themenseite.

Erneuerung der Brückenplatte ist die wirtschaftlichste Variante

Soll die Brückenplatte erneuert werden, was sich nach derzeitigem Kenntnisstand anbietet, dann ist die wirtschaftlichste Variante, die Widerlager zu belassen. Auf beziehungsweise neben den Widerlagern würde dann ein Fundamentbalken betoniert werden sowie eine Platte, auf die dann die neue Brückenplatte eingebunden wird. Bleiben der Querschnitt und die Höhe der Brücke unverändert, was hier der Fall wäre, dann ist eine wasserrechtliche Erlaubnis nicht erforderlich. Die Widerlager dienen dann nur noch als Wasserführung, tragen die Brücke aber nicht. Die Kosten liegen nach den Erfahrungen des Ingenieurbüros bei 100 000 bis 150 000 Euro je Brücke.

Förderung zu erwarten wegen Härtefallregelung

Eine andere Variante hatte der Zweckverband zur Unterhaltung der Gewässer dritter Ordnung vorgeschlagen. Diese sieht vor, die Widerlager als Schalung zu verwenden und Körbe zu betonieren. Dies bewirke eine ähnliche Stabilisierung und sei auch kostenmäßig sehr ähnlich. Die gute Nachricht: Die Erneuerung der Brücken an der Zufahrt zur Kläranlage dürften förderfähig sein, und zwar über die Härtefallregelung, da die Straße ortsteilverbindend ist.

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Keine Förderung für die beiden Brücken in Grün

Bei den Brücken an der Zufahrt zu den Anwesen Grün 3 bis 5 ist diese Fördermöglichkeit nicht gegeben. Es müsste, wenn ein Neubau in Betracht gezogen wird, eine Förderung über das Amt für Ländliche Entwicklung München geprüft werden, hieß es dazu in der Sitzung.

Man rechnet mit der Empfehlung zum Neubau

Um genauere Aussagen zur Tragfähigkeit und zum Zustand die Brückenplatte zu erhalten, wurde ein Angebot für weitere Betonuntersuchungen angefordert. Doch wurde in der Sitzung die Sinnhaftigkeit infrage gestellt, weil man die Empfehlung eines Neubaus erwartet. Bei einer Tonnage-Beschränkung muss berücksichtigt werden, dass eine andere Zufahrt gesichert ist. Thomas Spirkl (FWG) aus Grün wusste, dass bei der Asphaltierung der Straße an den Brücken eine circa fünf Zentimeter dicke Eisenplatte eingebaut wurde.

Gemeinderäte halten die Brücken für nicht einsturzgefährdet

Mehrere Räte kamen zu dem Schluss, dass die Brücken nicht einsturzgefährdet sind. Und so schlug Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) vor, dieses Projekt zurückzustellen. Er will mit Blick auf die Kosten abwarten, wie sich andere Projekte, insbesondere der Kindergartenanbau entwickeln. Größeren Schwachstellen sollen aber saniert werden. Die Arbeiten soll ein Fachmann ausführen, der Bauhof soll behilflich sein.

Schwachstellen werden saniert

Mit 9:0 stellte sich der Gemeinderat hinter diesen Vorschlag. Eine Sanierung der Brücken über die Rott und den Flutgraben zur Rott bei Grün und bei Brodfurth wird damit zunächst zurückgestellt. Die Brücken werden nicht beschränkt.

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