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Hi-Tech in Niederbergkirchen

Der Osterhase erblasst vor Neid – Am Obermeier-Hof arbeitet eine moderne Eierfärbeanlage

Hightech auf dem Obermeier-Hof. Kurz vor Ostern wird hier im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet.
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Hightech auf dem Obermeier-Hof. Kurz vor Ostern wird hier im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Hier gleicht kein Ei dem anderen, denn die Farbpalette ist riesig und kunterbunt ausgestattet. In der Ostersaison legt die Färbesprühanlage kaum eine Pause ein.

Niederbergkirchen – Da lässt der Osterhase resigniert seine Ohren hängen beim Anblick der beeindruckenden Eier-Färbesprühanlage in Penning.

Im landwirtschaftlichen Betrieb Obermeier-Frischeier werden sage und schreibe 12.000 Eier pro Stunde mit den tollsten Farben und Mustern besprüht. Diese unglaubliche Menge schafft kein Osterhase, nicht einmal dann, wenn ihn seine komplette Hasenverwandtschaft unterstützen würde. „Wir färben pro Jahr 20 Millionen Eier, davon 12 Millionen in der Ostersaison“, berichtet Franz-Josef Lohner der mit seinem Vater die Geschäfte führt.

Pro Jahr lässt der Familienbetrieb 20 Millionen Eier in den buntesten Farben erstrahlen.

Familie Lohner betreibt im kleinen Penning eine der größten und modernsten Farbsprühanlagen Deutschlands. Und hier gleicht kein Ei dem anderen, denn die Farbpalette ist riesig und kunterbunt ausgestattet. In der Ostersaison legt die Färbesprühanlage kaum eine Pause ein. Jetzt muss im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden, damit die Auftraggeber pünktlich ihre farbigen Eier geliefert bekommen.

Die Lohners färben neben konventionellen Eiern auch Bio-Eier. Rund 200 verschiedene Betriebe lassen in Penning ihre Eier nach allen Regeln der Kunst mit Biofarben verschönern. Was dem 28-jährigen Chef grundsätzlich wichtig ist, erklärt er so: „Wir färben nur Eier aus Bayern und aus alternativer Tierhaltung. Es wird jeweils ein Bruderhahn aufgezogen. Die Qualitätskriterien sind exakt erfüllt. Der Verbraucher kann per Printcode die Angaben genau nachprüfen“.

Und wie geht das Färben nun vor sich? Die angelieferten rohen Eier kommen zuerst in den Dampfkocher. Danach folgt die Kontrolle nach Bruchstellen. Dann geht es ans Farbe sprühen. Die nächsten Schritte für die Eier sind die Trockenschleife und der Kühlkanal. Die bunten Ostereier wandern anschließend automatisch in verschiedene Schachteln.

Durch den Sprühvorgang erfahren die Eier eine hundertprozentige Versiegelung, sodass das Lebensmittel relativ lange haltbar ist.

Die Anlage schafft es, 12000 Eier pro Stunde in farbige „Gackerl“ zu verwandeln.

Der Familienbetrieb beliefert alle geläufigen Handelsketten. Abgesehen von Ostern sehen die Eier in der Sprühanlage das ganze Jahr über rot, denn das ist die Farbe der Brotzeiteier, die von Januar bis Dezember Saison haben.

Auch mit Sondereditionen kennen sich die Lohners bestens aus. Zu dieser Palette gehören Fußballeier, Eier mit Punkten und Kringeln, Regenbogeneier, Eier für Halloween und in den Deutschlandfarben.

Weiß-blaue Eier für den G 7-Gipfel

In Penning ist beinahe nichts unmöglich. Und dann ist es sogar noch denkbar, dass der amerikanische Ex-Präsident Barack Obama ein weiß-blau gefärbtes Ei aus dem Hause Obermeier Frischeier schälte und verspeiste.

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Wie dies sein kann erzählt Franz-Josef Lohner mit einem leichten Schmunzeln: „Beim G 7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahre 2015 erhielt jeder Beteiligte ein Brotzeitpackerl. Wir durften die darin enthaltenen Eier in den Farben unseres bayerischen Himmels einfärben“.

Im Sommer findet der G 7-Gipfel erneut in den bayerischen Alpen statt. Vielleicht gibt es da wieder einen Auftrag für die Lohners und dieses Mal beißt dann Präsident Joe Biden ins oberbayerische „Gackerl“ mit weiß-blauer Schale.

Franz-Josef Lohner betreibt im kleinen Penning eine der modernsten und größten Färbesprühanlagen in Deutschland. Vielleicht hat auch Barack Obama bereits ein gefärbtes Obermeier-Ei gegessen.

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