Seit 1975

Herr über 430 Elefanten: Ulli Dahlberg aus Neumarkt-St. Veit hat eine besondere Sammelleidenschaft

Der erste Elefant aus rotem Glas und ein Jadetier aus Sri Lanka: Ulli Dahlberg ist Elefantensammler.
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Der erste Elefant aus rotem Glas und ein Jadetier aus Sri Lanka: Ulli Dahlberg ist Elefantensammler.
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Aus Holz und aus Stein, aus Basalt und aus Reis: Die Dickhäuter in der Sammlung des Neumarkt-St. Veiters kommen aus aller Welt.

Neumarkt-St. Veit – In der Wohnung des Neumarkters Ulli Dahlberg steht ein sechsstöckiger Eckschrank, in dem er einen Großteil seiner Elefantensammlung sichtbar aufbewahrt. Doch die meisten seiner Elefanten sind irgendwo in der ganzen Wohnung verteilt. In jedem Raum seines Hauses hat der ehemalige diplomierte Tiefbauingenieur seine Tiere aufgestellt. Und das sind nicht wenige: Insgesamt 430 zählt man in seinen vier Wänden.

Dicht gedrängt stehen die meisten Elefanten in dem sechsstöckigen Eckschrank in Dahlbers Wohnzimmer

Sammelleidenschaft beginnt 1975

„Meinen ersten Elefanten kaufte ich im Jahr 1975 in Italien. Mit meiner Familie verbrachte ich dort einen Urlaub auf der Insel Murano. Meinen beiden Töchtern und mir gefiel besonders ein roter Elefant aus Glas. Damals ahnte ich schon, dass ich weitere Elefantenfiguren kaufen würde.“

Schon als kleiner Junge

Der jetzt 75-jährige Rentner hatte schon als kleiner Junge großes Interesse an den riesigen Tieren. Bei Zoobesuchen mit den Eltern zog es ihn schon immer magisch zu den Elefantenhäusern hin. Auch später, bei Besuchen mit der eigenen Familie hielt er sich am liebsten bei den Elefanten auf.

Aus Muschelhälften ist dieser kleine Elefant.

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Sein erstes Exemplar: Ein roter Elefant aus Glas

Nachdem mit dem „roten Elefanten“ der Anfang gemacht war, kaufte Uli Dahlberg bei jeder Reise im In-und Ausland immer wieder Elefanten. „Zuerst ging es mir um die Menge“, erklärt er. „Ich wollte möglichst viele verschiedene Elefanten haben. Aber bald wurde ich wählerisch und achtete auf das Material.“ Und da kann der Sammler heute wirklich Überraschendes vorweisen. Vom leichten Balsaholz aus Sri Lanka bis zum schwersten Ebenholz kann er auch jeden Elefanten aus heimischen und fremden Laub- und Nadelhölzern vorweisen. „Aber kein einziges Tier ist aus Elfenbein. Das ist ja Ehrensache, und das wissen alle, die mich kennen“, betont er nachdrücklich.

Fünf Millimeter ist seine kleinste Figur, die hier neben einem Elefanten aus Teflon posiert. Ein Freund stellte drei Teflonelefanten her. Einen davon schenkte er Ulli.

Auch ein Jadeexemplar befindet sich in der Dahlberg-Sammlung

Natürlich ist auch Stein ein beliebtes Bastelmaterial. Vom Speckstein über Lava bis hin zu Jade und Rosenquarz stehen seine Elefanten in allen Größen in seinem Hause. „Mein kleinster Elefant ist nur 5 Millimeter hoch, der größte ist aus Tannenholz, mit der Motorsäge herausgeschnitten und misst 65 Zentimeter,“ erläutert er und fügt hinzu. „Das ist ein Geschenk meiner Schützenfreunde zu meinem 60. Geburtstag.“

Die Geschenkidee, die immer passt: ein Elefant

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Und damit weist er auf eine weitere Quelle für die Herkunft seiner vielen Sammelstücke. An Geburts- und Feiertagen wussten Freunde und Verwandte, womit man den Uli beschenken konnte. Doch die meisten Stücke hat er selbst erworben. So stammt das Tier aus Muschelschalen von einer Asienreise, wie auch das aus Reiskörnern erstellte. Und den aus getrocknetem Baumschwamm geschnittenen Elefanten brachten Freunde aus Sri Lanka mit. Auch aus Metall und Edelmetall kann man Elefanten herstellen. Einen Goldenen trug der Sammler jahrelang mit Kette um den Hals als Glücksbringer. Dieser kleine Talisman hatte sicher die Wirkung seines gewaltigen Vorbildes.

Auch Briefmarken und Schusser gesammelt

Dass Ulli Dahlberg als Kind erfolgreich Schusser aus Ton und Glas sammelte und seit Jugendzeiten auf komplette Briefmarkensammlungen Wert legt, zeugt von einem echten Sammler, der seine Sammelstücke auch zu schätzen weiß. „Ich achte weniger auf den Geldwert meiner Sammelstücke, sondern auf Vollständigkeit und Originalität“, erläutert der Hobbysammler seine Leidenschaft.

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