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Zauberei frei Haus

Der Kindertag in Neumarkt findet virtuell statt: Clown kommt zu den Kindern ins Wohnzimmer

Neue Wege erschließen in Zeiten von Corona: Zauberclown Manuela bietet ihre Kunst jetzt onine an. Astelle des Kindernachmittags in Neumarkt gibt es am 26. Mai eine virtuelle Zaubershow. „Man muss eben flexibel sein!“
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Neue Wege erschließen in Zeiten von Corona: Zauberclown Manuela bietet ihre Kunst jetzt onine an. Astelle des Kindernachmittags in Neumarkt gibt es am 26. Mai eine virtuelle Zaubershow. „Man muss eben flexibel sein!“
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Pfingsten ist Volksfestzeit in Neumarkt-St. Veit. Doch die Corona-Pandemie verhindert den gemütlichen Umtrunk mit Freunden im Festzelt oder das Karussellfahren draußen auf dem Festplatz. Am Kindernachmittag hält die Stadt aber fest – wenn auch in abgeänderter Form.

Neumarkt-St. Veit – Schon vor einigen Wochen hat die Stadt das Fest, dastraditionell vor dem Pfingstwochenende beginnt, abgesagt. Doch an einer Aktion hält sie fest: den Kindertag. Den gibt es am kommenden Mittwoch in abgespeckter Variante. Er wird online in die Wohn- und Kinderzimmer der Neumarkter Kinder übertragen.

Bis zu 100 Kinder, alle mit Zauberfinger

Konkret geht es um eine virtuelle Zaubershow mit Zauberclown Manuela Halfen, die schon seit Jahren zum festen Inventar des Neumarkter Volksfestes gehört. Immer mittwochs unterhält sie beim Kindertag die kleinen Volksfestbesucher. Und so soll es auch in diesem Jahr sein, wie die Stadt Neumarkt mitteilt.

Ein kleines bisschen Volksfest

„Um den Kindern in den Ferien ein kleines bisschen Volksfest nach Hause bringen zu können, bietet die Stadt Neumarkt-St. Veit die Möglichkeit, eine virtuelle Zaubershow zu besuchen und auch aktiv daran teilzunehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus im Schloss Adlstein.

Zoom-Meeting mit „Manuela“

Die virtuelle Zaubershow findet am Mittwoch, 26. Mai, um 15 Uhr. Sie und wird über ein Zoom-Meeting in die Haushalte übertragen. Hinter Zauberclown „Manuela“ verbirgt sich die Mühldorfer Künstlerin Manuela Halfen, die es wie die Volksfestorganisatoren sehr bedauert, auch heuer nicht live auf dem Volksfest einen kunterbunten Nachmittag mit allen Kindern verbringen zu können.

„Es freut aber umso mehr, dass die Stadt das Angebot angenommen hat und wir eine Möglichkeit gefunden haben, die Kinder auch ohne Volksfest zu verzaubern!“

Erfahrung mit virtuellen Konzepten

Erfahrung mit virtuellen Konzepten hat die Mühldorferin. Als es absehbar wurde, dass die Corona-Pandemie öffentliche Auftritte weiterhin nicht zulassen würde, begann sie ihre Zaubereien digital anzubieten. Nicht nur Kindergeburtstage belustigt sie mittlerweile online. Auch einen virtuellen Kinderfasching („Da fliegt bei mir zu Hause Konfetti ohne Ende!“) hat es schon gegeben oder Gastauftritte, die in Klassenzimmer von Erst- und Zweitklässlern gestreamt wurden.

Corona fordert viel Flexibilität

Man müsse in Zeiten von Corona flexibel sein und dürfe sich Neuem nicht verschließen. „Irgendwie muss wieder was weitergehen!“, findet die stets gut gelaunte Mühldorferin, die auch in den sozialen Netzwerken regelmäßig Zaubervideos teilt und dabei herrlich erfrischenden Klamauk zeigt.

Stillsitzen ist verboten

Die Kinder sollen aber nicht stillsitzen. Halfen nimmt ihre Zuschauer an der virtuellen Hand. „Das Endgerät leise zu schalten ist nicht drin! Da darf jeder mitmachen, muss mit Händen und Füßen Einsatz zeigen. Schließlich haben ja auch alle Zauberfinger“, erklärt augenzwinkernd der Zauberclown, der in der Crona-Pandemie auch die caritative Seite nicht vergisst. 1000 und 1500 Euro hat sie bei einer Onlineübertragung für eine Kinderhospiz-Einrichtung und für eine Kindertafel gesammelt.

Stadt kocht auf kultureller Sparflamme

Neumarkt-St. Veits Bürgermeister Erwin Baumgartner ist erleichtert darüber, dass man mit dem Zauberclown diese Lösung gefunden hat. Zumindest ein kleiner Trost für die kleinen Volksfestbesucher, wenn schon das Fest selbst nicht stattfinden kann. Ein alternativer Termin für das Volksfest sei nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden, nachdem die Corona-Inzidenzen wochenlang weit über 100, teilweise sogar über 300 lagen.

Auch interessant: Neuer Kaplan Stefan Schmitt kommt mit Radl und Akkordeon nach Neumarkt-St. Veit (Plus-Artikel ovb-online.de)

Alternativ kleine Flächen zu schaffen, um auch das kulturelle Leben wiederzubeleben, das lehnt Baumgartner ab. „Da haben die großen Städte ganz andere Möglichkeiten und Kapazitäten als wir.“ Außerdem findet er dass die Stadt selbst nirgends als Veranstalter auftreten sollte. „Viel wichtiger wäre es doch, dass die zahlreichen vorhandenen Gastronomiebetriebe bald wieder aufsperren dürfen und das Geschäft dann in deren Händen liegt!“

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