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EIN WIRT MIT EIGENEM BIER

Das erste „Hobasamer Bier“ wäre fertig – jetzt fehlt nur noch eine Perspektive für Wirte

Gastwirt Robert Eder wartet darauf, dass endlich das Bier im Gasthaus und Garten getrunken werden kann- bis es soweit ist bleibt nur das abholen.
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Gastwirt Robert Eder wartet darauf, dass endlich das Bier im Gasthaus und Garten getrunken werden kann- bis es soweit ist bleibt nur das abholen.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Im Lockdown hat der Lohkirchener Robert Eder sein eigenes Bier kreiert – Ausschenken darf er es zwar noch nicht, aber zumindest verkaufen.

Lohkirchen – Was macht ein Gastwirt, der wegen Corona seine Wirtsstube nicht öffnen darf? Er wird kreativ. Und zwar so wie Robert Eder. Der hat die vergangenen Monate dafür genutzt, um sein eigenes Bier zu kreieren. „Das Hobasamer Bier wäre jetzt fertig!“, verkündet er stolz.

Eder hatte schon im November geplant, den ersten Sud seines „Hobasamer Bieres“ zu brauen. Verschiedene Faktoren verzögerten das Projekt, das er zusammen mit der Brauerei Erharting und deren beiden Cheffinnen Amelie und Marlies Röhl in die Realität umgesetzt hat.

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Gerste liefert er selbst

Die Gerste hat natürlich Robert Eder selbst geliefert, dem das wichtigste Kriterium die Regionalität ist. Beim Einkauf seiner Zutaten für die Speisekarte achtet er besonders auf kurze Wege, „und vor allem, dass die Produkte aus der Region kommen“. Kartoffeln und Gemüse vom Hottenberger Kartoffelkistl oder Eier vom Sporrer aus Wimpasing – alle sind ebenfalls in der Gemeinde Lohkirchen ansässig. Das war dann auch dafür ausschlaggebend, ein eigenes Bier zu brauen. „Ich möchte wissen, woher meine Zutaten stammen, wo sie aufgewachsen und auch gewachsen sind.“

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Schon lange produziert und vermarktet er selbst. Zum Beispiel seine Fleischprodukte von Tieren, die auf der Weide hinter seinem Gasthaus glücklich aufwachsen. Jetzt erweitert er sein regionales Angebot um das Habersamer Kellerbier. Geworden sind es 90 Hektoliter naturtrübes süffiges Bier mit 5,1 Prozent Alkoholgehalt. Natürlich war Robert bei dem ersten Sud dabei, „das war ganz schön aufregend. Ich hab mich sehr gefreut, als es endlich fertig war und das Bier in Flaschen und Fässern abgefüllt wurde.“

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Gerne hätte er seine Freude und sein neues Produkt mit seinen Gästen geteilt. Doch die Politik machte erneut sämtliche Hoffnungen auf eine baldige Öffnung seines Wirtshauses zunichte. Erst am Mittwoch bei der Konferenz der Bundesregierung mit den Länderchefs war nur wieder von der Verlängerung des Lockdowns die Rede. Eine gute Gelegenheit der Präsentation wäre das Starkbierfest jetzt im März gewesen, wobei auch Eder zugeben muss, dass dieser Termin verfrüht gewesen wäre.

Bier nur „to go“

Seine Zuversicht lässt sich der Lohkirchener dennoch nicht nehmen: Eder will, sobald es wieder möglich ist, sein Bier im Gasthaus in Habersam dann das ganze Jahr über ausschenken. Er hat dafür einige Fässer abfüllen lassen, „um im Sommer für die Biergartengäste frisches Bier zapfen zu können“. Aktuell gibt es das Bier aber lediglich im „To Go“-Verkauf. Dazu ließ es extra Holz-Träger anfertigen.

Und der Verkauf des Bieres läuft sehr gut. „Wir bieten ja an den Wochenenden und zu besonderen Tagen, Essen zum Mitnehmen an. Bei dieser Gelegenheit greifen die Abholer auch auf unser Bier zu“, freut sich Eder über das Interesse und das positive Feedback.

Wer vom ersten Sud aufgrund der großen Nachfrage nichts erwischen sollte, braucht sich keine Sorgen machen: „Der zweite Sud ist bereits in Planung“, verspricht Eder.

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