Aus dem Bauausschuss

Damit in Neumarkt der Keller nicht voll läuft: Wohnhaus „Am Galgenberg“ auf höherem Niveau

Der Galgenberg hat sich als beliebtes Stück Land zur Wohnbebauung herausgestellt. Jetzt musste sich der Bauausschuss mit einem Antrag auf Vorbescheid beschäftigen. Um ein Haus davor zu schützen, dass bei starken Regenfällen etwa der Keller vollläuft, darf das geplante Gebäude angehoben werden.
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Der Galgenberg hat sich als beliebtes Stück Land zur Wohnbebauung herausgestellt. Jetzt musste sich der Bauausschuss mit einem Antrag auf Vorbescheid beschäftigen. Um ein Haus davor zu schützen, dass bei starken Regenfällen etwa der Keller vollläuft, darf das geplante Gebäude angehoben werden.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Überflutung befürchtet: Der Neumarkter Bau- und Umweltausschuss diskutiert die Fußbodenhöhe eines Hauses im Tibor-Dembik-Ring. Das Problem ist eine Mulde.

Neumarkt-St. Veit – Ist es möglich, das Wohngebäude auf ein höheres Niveau zu setzen? Mit einem Antrag auf einen Vorbescheid, der genau dies zum Thema hatte, beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Neumarkt-St. Veit in dessen jüngster Sitzung. Konkret geht es um ein Bauvorhaben auf einem Grundstück am Tibor-Dembik-Ring.

Gemäß Bebauungsplan darf für diese Parzelle der Fertigfußboden des Erdgeschosses um 50 Zentimeter höher als die Straße sein. Bei diesem Bauvorhaben soll allerdings das Gebäude auf das Niveau des Nachbargebäudes angehoben werden, damit die Mulde auf diesem Grundstück ausgeglichen wird.

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Man will nicht, dass der Keller vollläuft

„Die beiden angrenzenden Grundstücke dürfen mit den Gebäuden gemäß Bebauungsplan um 1,50 Meter beziehungsweise um 50 Zentimeter höher als die Straße sein“, heißt es in der Schilderung des Sachverhalts. „Es gibt einen Interessenten für das Grundstück, das allerdings eine besondere Lage hat. Gemäß Bebauungsplan kann es sein, dass sich nach Regenfällen größere Pfützen bilden. Daher der Antrag, das Gebäude etwas höher zu setzen“, erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner.

Die Verwaltung hätte keine Probleme damit, „man will schließlich nicht, dass Wasser in den Keller läuft!“ Die Frage von Monika Eisenreich (UWG), ob dieser Siedlungsbereich Überschwemmungsgebiet sei, verneinte Baumgartner.

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Das letzte Wort hat das Landratsamt

Der Bauherr dürfe das Grundstück auffüllen, vorausgesetzt er habe eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes, erklärte Baumgartner auf weitere Fragen von Eisenreich und Peter Hobmaier (UWG). Schließlich kam die Verwaltung zu dem Schluss, dass die Wandhöhe von der neuen Fußbodenhöhe aus neu berechnet werden könne, das Landratsamt in Mühldorf habe hier aber das letzte Wort habe. Das Einvernehmen hat der Ausschuss einstimmig erteilt. je

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