Adventliches trotz Corona

Werner Kitschke will in Neumarkt-St.Veit einzigartigen Krippenweg gestalten

Im Modehaus Gugler steht schon eine Krippe. „Unsere erste Krippe“, freut sich Ideengeber Werner Kitschke. Echtes Handwerk von Franz Heigl, einem Krippenbauer aus Teising.
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Im Modehaus Gugler steht schon eine Krippe. „Unsere erste Krippe“, freut sich Ideengeber Werner Kitschke. Echtes Handwerk von Franz Heigl, einem Krippenbauer aus Teising.
  • Karlheinz Jaensch
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  • Josef Enzinger
    Josef Enzinger
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Weil wegen Corona auch die Märkte ausfallen will die Neumarkt-St. Veiter Werbegemeinschaft ein Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität in der Weihnachtszeit setzen. Das plant der ehemalige Stadtrat Werner Kitschke konkret.

Neumarkt-St. Veit – Mit einer besonderen Aktion will das Vorstandsmitglied der Neumarkt-St. Veiter Werbegemeinschaft, Werner Kitschke, für ein festliches Bild während der von Pandemie gezeichneten Zeit sorgen. Da ja sogar der Weihnachtsmarkt im Krabbegarten wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, will nun die Werbegemeinschaft dafür sorgen, dass sich im Advent feierliche und weihnachtliche Stimmung in der Stadt ausbreitet.

Pfarrei baut eine wachsende Krippe auf

Die Idee, die dahintersteckt: Zum ersten Advent hin bis Weihnachten soll jeder seine Weihnachtskrippe in das Schaufenster, ins Foyer, in Ausstellungsräume, an das Bürofenster, oder wo immer es auch Platz findet, aufstellen. „Es bleibt jedem freigestellt, ob er die Krippe mit Figuren, oder nur als Gebäude aufstellt“, erklärt der Ideengeber Werner Kitschke. Sein Ziel: „Der erste Neumarkter Krippenweg.“

Toni Jung: „Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je!“

Ein Vorschlag, dem die Geschäftsleute offen gegenüberstehen. Der Elsaßbäcker Toni Jung hat gleich signalisiert, dass er die Idee unterstützt. Er war dann auch der Erste, der sich angemeldet hat. „Ich besitze eine wunderschöne Krippe eines Schönberger Krippenbauers Sebastian Hirmansperger, der leider schon verstorben ist. Diese werde ich ins Neumarkter Schaufenster stellen.“ Die Idee eines Krippenweges hält Jung auch deswegen für so gut, weil er Ausdruck von Solidarität sei, in Zeiten, in denen Entscheidungen der Politik in Frage gestellt werden und Leute vor allem in den sozialen Netzwerken aufeinander losgehen. Dabei sei eines Fakt: Dass man in einem Boot sitze. „Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je.“

Geschäftsleute signalisieren Kooperation

Auch Weber-Reisen will eine Krippe aufstellen, wie die Werbegemeinschaft bereits mitteilt, „Queerdurchsbeet“ ebenso. Und auch das Versicherungsbüro Nömayr will das Schaufenster entsprechend gestalten. Die Stadt darf da nicht fehlen. Wie aus dem Rathaus gemeldet wird, wird es neben dem obligatorischen Christbaum am Eingang zum Schloss Adlstein auch im Rathaus selbst weihnachtlich, wenn auch dort eine Krippe Platz findet.

Weihnachtsgarten muss coronabedingt ausfallen

Der Weihnachtsgarten, einer der schönsten Märkte der Vorweihnachtszeit in der Region, muss zwar wegen Corona ausfallen. Die Heilige Familie in Lebensgröße nebst Ochs und Esel, die es in der Vergangenheit im Rahmen des Marktes im Krabbeanwesen zu sehen gab, soll auf dem Stadtplatz in Neumarkt-St. Veit aufgestellt werden. „In der Nähe des Christbaums am Alten Rathaus“, kündigt Kitschke bereits an.

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Lebensgroße Krippe vor dem alten Rathaus

Den Krippenweg hat auch die Kirche positiv aufgenommen und Pfarrer Franz Eisenmann inspiriert: Die Pfarrei wird beim Durchgang zum Fruhmannhaus eine wachsende Krippe aufbauen, wie Werner Kitschke bereits in Erfahrung gebracht hat. Jede Woche will der Pfarrer dann mit Kindern die Krippe und deren Umfeld mit weiteren Figuren bestücken. Das dient ihm gleichzeitig für seine Kindergottesdienste und es bringt den Kindern den Ablauf der Weihnachtsgeschichte näher, hat Eisenmann gegenüber Kitschke angekündigt.

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Krippenweg soll sich nicht auf den Stadtplatz beschränken

Der Krippenweg selbst soll nicht auf den Stadtplatz beschränkt bleiben, betont Kitschke. Auch die Geschäfte außerhalb und im ganzen Außenbereich sind gebeten, sich auf diese Art und Weise zu beteiligen. „Gerade in teilweise traurigen Pandemietagen könnte es ein Zeichen sein, dass wir unsere Mitglieder einladen, zu schauen und ihnen weihnachtliche Stimmung und Zeichen des Zueinanderstehens vermitteln“, begrüßt auch Christian Göttlinger, Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Neumarkt, die Aktion. Es würde ihn und die Werbegemeinschaft freuen, wenn im Advent die Schaufenster bis mindestens 21 Uhr beleuchtet bleiben, „damit Spaziergänger auch in den Abendstunden daran Gefallen finden können“, erklärt Vorsitzender Göttlinger.

Kitschke kann auch Krippen vermittelt

Wenn es an einer Krippe mangelt, will Werner Kitschke gerne behilflich sein. Über die Neumarkter Kolpinggruppe sei es möglich, an Ausstattungen zu kommen. Oder man wendet sich an einen der Krippenbauer, die es rund um Neumarkt-St. Veit gibt. Kitschke will hier gerne Kontakte vermitteln, sagt der ehemalige Stadtrat. Weitere Informationen erteilt er unter Telefon 0 86 39/44 1.

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