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Niedrige Inzidenz macht es möglich

Inzidenz runter – Ladengitter rauf: Alle Neumarkter Geschäfte dürfen wieder öffnen

Die Geschäftsleute wünschen sich, dass der Stadtplatz bald nicht mehr so ruhig ist, sondern dass zahlreiche Kunden in die Geschäfte kommen. Dank der niedrigen Inzidenz dürfen sie wieder geöffnet haben.
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Die Geschäftsleute wünschen sich, dass der Stadtplatz bald nicht mehr so ruhig ist, sondern dass zahlreiche Kunden in die Geschäfte kommen. Dank der niedrigen Inzidenz dürfen sie wieder geöffnet haben.
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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„Man kann es schon gar nicht mehr glauben“, beschreibt es Christian Göttlinger, der Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Neumarkt-St. Veit. Dank der sinkenden Inzidenzzahlen dürfen alle Geschäfte voraussichtlich ab Donnerstag wieder regulär öffnen.

Neumarkt-St.Veit – Das heißt im Fall von Göttlinger, dass sein Geschäft für Lederwaren „mit Personal wieder den ganzen Tag geöffnet haben darf“.

Ein Kunde je 40 Quadratmeter

In den meisten Fällen werden Soforttermine mit drei Kunden gleichzeitig möglich sein. Laut Infektionsschutzmaßnahmenverordnung richtet sich die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden an der Quadratmeterzahl des jeweiligen Geschäftes. Je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche ist ein Kunde erlaubt.

In seinem Fall kommt noch hinzu, dass die Kunden dann auch endlich die Möglichkeit haben, das renovierte und erweiterte Geschäft zu begutachten. „Viele Kunden rufen uns jeden Tag an und fragen, wann es denn so weit ist“, sagt Göttlinger.

Nicht nur die Fassade mit Eingang und Schaufenstern wurde neu gestaltet, sondern auch im Inneren ist alles neu und viel größer geworden. Ein Neubau ermöglichte die Verbindung zum Rückgebäude. Mit der Vergrößerung wurde es möglich, die Warenbereiche besser zu gliedern und spezielle Abteilungen und Bereiche zu gestalten, verrät Christian Göttlinger bereits.

Viel Arbeit im Vorfeld der Öffnung

Im Vorfeld bedeutet die Öffnungsperspektive aber erst einmal viel Arbeit. Das Personal muss organisiert werden, zudem gibt es viel Ware, die in die Regale eingeräumt werden muss. Bis zur Öffnung wird es den Streck-Mitarbeitern also nicht langweilig.

Für Cornelia Marchner vom Brautmodengeschäft „Foxy Brides“ war bereits der vergangene Freitag der Tag, an demder Startschuss für die Wiedereröffnung gefallen ist. Allerdings stellte sie fest, dass die Forderung nach einem negativen Coronatest die Kunden schon etwas ausgebremst hat.

Test-Regelung schwer zu durchschauen

Von daher ist sie froh, dass die Tests jetzt dann auch wegfallen können; auch weil die Regelung, welcher Test wann gültig oder notwendig ist, aus ihrer Sicht nur schwer zu durchschauen war. Da sie in ihrem Geschäft sowieso nur jeweils eine Braut bedient – und das auch nur mit einem Termin – hat Cornelia Marchner nur wenig Verständnis für die coronabedingten Vorgaben. Trotz allem ist sie glücklich, dass sie „wieder losstarten durfte“.

Und auch heiratswillige Paare stehen bereits in den Startlöchern. „Am Freitag waren schon gleich zwei angehende Bräute bei mir“.

Im Elektrogeschäft Öffnung nur ohne Tests

Werner Frenzel von dem gleichnamigen Elektrogeschäft wird den Laden erst für Kunden öffnen, wenn dafür keine negativen Corona-Schnelltests erforderlich sind. Der Aufwand ist für ihn zu groß. „Bei mir kommen Kunden, die brauchen nur schnell eine Batterie. Da stehen die Kosten für einen Schnelltest in keinem Verhältnis“, so Werner Frenzel.

Grundsätzlich findet er es „schon nicht schlecht, wenn wir wieder jemand reinlassen können“. Denn der Kauf einer Kaffeemaschine oder eines Fernsehers über „click & collect“ sei „doch ziemlich umständlich“. Die Elektrogeräte seien oftmals schwierig zu erklären. Zudem mag sie der Kunde sehen und anfassen. Alles in allem ist mit „click & collect“ der Kauf deutlich zeitaufwendiger geworden.

Er macht auch keinen Hehl daraus, dass er ohne sein zweites Standbein – die Elektroinstallation – ganz schön alt aussehen würde.

Praktisch nichts ändert sich für Stephan Liebl, Inhaber des Haushaltswarengeschäftes Ludwig Clemente. „Wir sind offiziell ein Baumarkt und Handwerker durften die ganze Zeit einkaufen, wenn sie einen Gewerbeschein vorzeigen können“, so Liebl.

Quasi Ladentheke vor dem Geschäft

Alle Heimwerker werden derzeit mit „click & collect“ bedient. Das heißt, sie rufen an, werden beraten und können sich anschließend ihre Ware vor dem Haushaltswarengeschäft abholen. Denn Stephan Liebl hat vor dem Geschäft eine Art Ladentheke aufgebaut. Dort wird alles abgewickelt; vom Abholen der bestellten Waren bis zum Bezahlen.

Da sein Ladengeschäft rund 300 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, im Schnitt aber nicht mehr als drei bis vier Kunden gleichzeitig, hat er auch kein Problem mit den vorgeschriebenen Quadratmetern pro Kunde. Im Gegenteil, für Stephan Liebl wäre die Reglementierung über die Quadratmeter eine probate Regelung, die klar und eindeutig ist.

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