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STEUEREINBRUCH

Corona hinterlässt seine Spuren: Egglkofen meldet für 2020 starken Gewerbesteuereinbruch

Corona wirkte sich zwar im Jahr 2020 negativ auf die Gewerbesteuereinnahme aus. Doch die Grafik zeigt: Die Gemeinde Egglkofen konnte die Schulden weiter reduzieren, und zwar auf rund 619000 Euro.
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Corona wirkte sich zwar im Jahr 2020 negativ auf die Gewerbesteuereinnahme aus. Doch die Grafik zeigt: Die Gemeinde Egglkofen konnte die Schulden weiter reduzieren, und zwar auf rund 619000 Euro.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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In Egglkofen waren im Jahr 2020 rund 200.000 Euro eingeplant, tatsächlich wurden es nur 82.700 Euro. Kämmerer Thomas Menzel legt Rechenschaft über das vergangene Jahr ab.

Egglkofen – Corona hat die Gemeinden im Würgegriff. Die Einschränkungen zeigen vielerorts auch finanzielle Auswirkungen, auch die Gemeinde Egglkofen bleibt damit nicht verschont, wie aus dem Rechenschaftsbericht hervorgeht, den der Kämmerer Thomas Menzel in der jüngsten Egglkofener Gemeinderatssitzung vorgestellt hat.

59 Prozent weniger Gewerbesteuer

Er berichtete von großen Steuereinbrüchen, wobei hier vor allem die Gewerbesteuer ins Auge sticht. Im Haushaltsplan des Jahres 2020 hatte der Kämmerer im Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-St. Veit 200.000 Euro bei den Gewerbesteuereinnahmen veranschlagt.

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Tatsächlich geworden sind es letztlich 59 Prozent weniger, konkret nur rund 82.700 Euro, die in die Gemeindekasse geflossen sind.

48.000 Euro weniger Einkommensteuer

Auch beim Gemeindeanteil der Einkommensteuer floss weniger Geld nach Egglkofen als ursprünglich kalkuliert. Anstelle von 695.000 Euro waren es in der Endabrechnung knapp 48.000 Euro weniger, also knapp 647.000 Euro.

Gemeinde kann auf hohe Rücklagen zurückgreifen

Da ist es gut, dass die Gemeinde Egglkofen auf einen soliden Rückagenstand zurückgreifen konnte. Von den 1,44 Millionen Euro wurden entgegen der Haushaltsplanung nur rund 208.000 Euro entnommen anstatt der ursprünglich geplanten 972.000 Euro.

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Die Rücklage verringerte sich damit auf 1,29 Millionen Euro, die damit aber immer noch deutlich über der Mindestrücklage in Höhe von 21 700 Euro liegt und Spielraum für die Folgejahre gibt.

Freistaat Bayern hilft aus

Zwar habe die Gemeinde eine Erstattung der Gewerbesteuer erhalten, der Freistaat hat rund 188.000 Euro an die Gemeinde überwiesen. Und auch die Schlüsselzuweisung in Höhe von 352.550 Euro für steuerschwache Kommunen kann sich sehen lassen.

Doch frisst die Umlagezahlung an den Landkreis Mühldorf diese Einnahmen auf. 632.000 Euro mussten an den Kreis gezahlt werden. Mit 177.900 Euro schlug die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft zu Buche.

Eine Viertelmilllion Euro für Baumaßnahmen

Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt schlug im vergangenen Jahr der Erwerb von Grundstücken zu Buche (14.400 Euro), der Erwerb von beweglichem Vermögen für den Bauhof (95.000 Euro) sowie die gesetzlich erforderliche Mindestzuführung in Höhe der ordentlichen Tilgung von rund 54.000 Euro.

Die Gemeinde zahlte darüber hinaus einen Betrag von 125.500 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen und hatte auch noch Baumaßnahmen zu stemmen. Insgesamt 264.000 Euro häuften sich hier an, die sich unter anderem auf die Baumaßnahmen an der Schule (56.000 Euro), Naturschutz und Landschaftspflege (25.000 Euro) sowie Baumaßnahmen am Friedhof aufteilen.

Gesamthaushalt bei 2,98 Millionen Euro festgestellt

In seinem Ergebnis stellte Menzel fest, dass die Jahresrechnung 2020 im Verwaltungshaushalt mit 2,43 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 552.133 Euro schloss. Das Gesamtergebnis gab er mit 2,98 Millionen Euro an.

Im Haushalsplan war eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt in Höhe von 34.650 Euro vorgesehen, wie Menzel dem Gemeinderat erläuterte.

95.728 Euro Überschuss erwirtschaftet

Tatsächlich konnte ein Überschuss aus den laufenden von 95.728 Euro erwirtschaftet werden. „Ursächlich für das verbesserte Jahresergebnis waren Minderausgaben im Bereich des sachlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand von rund 85.000 Euro“, erklärte Menzel dazu.

Pro-Kopf-Verschuldung um 34 Euro gesenkt

Positiv: Die Verschuldung der Gemeinde Egglkofen hat sich im Haushaltsjahr 2020 zum Positiven entwickelt. Zu Beginn des Jahres waren es noch rund 672.522 Euro, zum 31. Dezember 2020 dann nur noch 619.000 Euro.

Die Pro-Kopf Verschuldung belief sich nach der neuen Berechnung bei 1170 Einwohner auf 529 Euro und hat sich zum Vorjahr um rund 34 Euro reduziert.

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung einstimmig angenommen.

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