Bürgermeister aus Italien sagt ab

Coronavirus verhindert Andrea Gavas Abschiedsbesuch in Neumarkt-St. Veit

Nein, diese Handschuhe schützen nicht vor einer Infektion mit dem Corona-Virus.Aktuell gehen die Vorstandsmitglieder Günther Ohneis und Thomas Menzel aber auch nicht davon aus, dass das Virus das Starkbierfest am Samstag gefährden könnte. privat
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Nein, diese Handschuhe schützen nicht vor einer Infektion mit dem Corona-Virus.Aktuell gehen die Vorstandsmitglieder Günther Ohneis und Thomas Menzel aber auch nicht davon aus, dass das Virus das Starkbierfest am Samstag gefährden könnte. privat
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Mit Blasmusik, Derblecken und hoffentlich auch guter Stimmung: Das Starkbierfest des EC Schpana findet statt –bis jetzt. Doch die Abordnung aus Caneva hat abgesagt, nachdem Italien noch als Sperrzone deklariert worden ist.

Neumarkt-St. Veit – Das erste Starkbierfest mit der Stadtkapelle Neumarkt-St. Veit ist vorbei, das nächste wartet am kommenden Samstag, wenn der EC Schpana die Blasmusiker im Kulturbahnhof aufspielen lassen will. „Es gibt bislang keine Überlegungen oder einen Grund, dass wir das Fest absagen sollten“, sagt Vorstandsmitglied Thomas Menzel auf Anfrage. Solange es die Behörden nicht einfordern, wird das Starkbierfest mit Leidderblecken also einen Tag vor der Kommunalwahl stattfinden.

Besuch der Italiener fällt flach

200 bis 300 Gäste fasst der Saal im Kulturbahnhof, auf knapp 20 müssen die Eishackler des EC Schpana aber verzichten. Denn der Besuch aus der Neumarkt-St. Veiter Partnerstadt Caneva ist abgeblasen worden. Mit zwei Bussen wollten die Italiener nach Neumarkt-St. Veit kommen, bestätigt Bürgermeister Erwin Baumgartner. Doch nachdem Italien nun komplett dicht gemacht hat, wird es keinen Besuch des Bürgermeisters mit Gefolge geben.

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In der Region um und in Caneva seien bereits vor einigen Tagen aus Sicherheitsgründen Universitäten und Schulen geschlossen worden.Auch Dienstreisen seien gestrichen worden. Schon vor Tagen, auch die von seinem Amtskollegen aus dem Friaul, was Baumgartner sehr bedauert. Denn im Frühjahr finden in Italien Kommunalwahlen statt, Gava darf nach zwei Amtsperioden, sprich zehn Jahren im Amt, nicht mehr antreten.

„Der Tag vor der Kommunalwahl wäre perfekt gewesen, um den amtierenden Neumarkter Stadtrat zusammenzurufen und sich von Gava zu verabschieden, der in den vergangenen zehn Jahren viel für die gemeinsame Partnerschaft getan hat“, findet Baumgartner.

Auch die Alpini wären gekommen

Gava wäre nicht alleine gekommen. Auch eine Abordnung der Alpini hätte der Stadt einen Besuch abgestattet. Die Initiatoren des deutsch-italienischen Zeltlagers, das weit vor der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Jahr 2001 die Kommunen aus Bayern und Norditalien zusammengebracht hat und seitdem jedes Jahr stattfindet, wollten die Gelegenheit nutzen, um mit dem Verein Ponte aus Neumarkt-St. Veit die nächsten Veranstaltungen zu besprechen. Das Weinfest etwa, das im September dieses Jahres mit den Freunden aus Caneva in Neumarkt-St. Veit stattfinden soll – wenn es dann das Virus schon zulassen sollte.

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Daran lässt Baumgartner zumindest keinen Zweifel. Er glaubt, dass das Treffen mit Gava noch vor dem Ende der Legislaturperiode über die Bühne gehen kann, bevor im Mai der neue Stadtrat seine Arbeit aufnimmt. „Ich hoffe, dass sich bis dahin die Situation mit dem Virus entspannt hat!“

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