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Bürger nach wie vor gegen Funkmasten im Westen

Willi Kreck, Sprecher der Bürgerinitiative "Mobilfunkstrahlung in Grenzen" (rechts) übergibt im Sitzungssaal des Rathauses von Oberbergkirchen an Bürgermeister Michael Hausperger einen offenen Brief zur Standortsuche für einen Mobilfunkmasten. Foto gth
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Willi Kreck, Sprecher der Bürgerinitiative "Mobilfunkstrahlung in Grenzen" (rechts) übergibt im Sitzungssaal des Rathauses von Oberbergkirchen an Bürgermeister Michael Hausperger einen offenen Brief zur Standortsuche für einen Mobilfunkmasten. Foto gth

Was als Übergabe eines offenen Briefes der Oberbergkirchener Bürgerinitiative "Funkmaststrahlung in Grenzen" an Bürgermeister Michel Hausperger angekündigt war, entwickelte sich zu einer heftigen Diskussion zwischen Bürgern und Bürgermeister. Dabei forderten sie Bürgermeiser und Gemeinderat auf, die Geschicke wieder in die eigene Hand zu nehmen und nicht Mobilfunkanbietern das Feld zu überlassen.

Oberbergkirchen - Mit fast 40 Teilnehmern, darunter auch Kindern, kam die Bürgerinitiative ins Rathaus, um Bürgermeister Michael Hausperger einen offenen Brief zu übergeben. Dieser wurde nach den Worten ihres Sprechers Willi Kreck inzwischen auch allen Gemeinderatsmitgliedern zugestellt. Zwei Exemplare übergab Kreck bei der Zusammenkunft an den Ersten Bürgermeister und an den Zweiten, Anton Weichselgartner. Bei der Übergabe waren acht Gemeinderatsmitglieder anwesend.

In seiner Stellungnahme kritisierte Willi Kreck die Ablehnung des sachlichen Teilflächennutzungsplanes durch den Gemeinderat in dessen letzter Sitzung. Dadurch habe die Gemeinde die Möglichkeit aus der Hand gegeben, die Standortwahl zu beeinflussen. Nach ihm äußerte Stefan Kapser sein Unverständnis darüber, dass die Gemeinde 40000 Euro für Gutachten ausgegeben habe, nun aber das Verfahren abgebrochen habe. Dadurch seien die Steuergelder in den Sand gesetzt worden und man habe keinen Einfluss mehr auf das Verfahren. Die wiederholten Äußerungen von Kapser gipfelten in dem Vorwurf, der Bürgermeister habe sein Wort gebrochen.

Der Bürgermeister wies die Vorwürfe von Kapser zurück. Dieser behaupte zum Teil Dinge, die mit den Tatsachen nicht übereinstimmten. Ferner sagte Hausperger: "Ich will keinen Masten im Ort." Er befürchte, wenn ein Mast am Ortsrand, ob im Westen oder Osten, nicht komme, bestehe die Gefahr, dass irgendein Hausbesitzer einen Mast auf sein Dach setzen lasse und dagegen könnte niemand etwas unternehmen.

In der teils sehr emotional geführten Diskussion wurden auch Bedenken zum Erhalt des Schulstandortes in Oberbergkirchen geäußert, vor allem wenn in dessen Nähe ein Funkmasten und eine Bauschuttdeponie seien. Dazu bemerkte der Bürgermeister, dass WLAN in der Schule gefährlicher sei als ein Mobilfunkmast in der Nähe. "WLAN kann man abschalten, einen Funkmasten nicht", sagte dazu Kapser.

Mehrfach plädierten Anwesende für einen Standort im Wald östlich des Ortes. Dazu bemerkte Anton Weichselgartner, dass ihn Bürger aus dem östlichen Gebiet angesprochen hätten, hiergegen würden auch schon Unterschriften gesammelt.

Gemeinderat Konrad Bichlmaier sprach sich nach einer Aufforderung zu einer Stellungnahme schließlich dafür aus, in der nächsten Sitzung den Antrag beim Landratsamt auf Rückstellung des Bauantrages von Vodafone aufrecht zu erhalten und nochmals über den Teilflächennutzungsplan abzustimmen.

Weitere Berichte zu diesem Thema, etwa den Inhalt des offenen Briefes und die Stellungnahme des Bürgermeisters lesen Sie auf der nächsten Seite. gth

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