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Breitbandversorgung ab sofort

Oberbergkirchen auf der Daten-Überholspur: Bis zu 300 Megabit sind in der Pilotgemeinde möglich

Beim symbolischen Start: (von links) Michael Schneider (ESB), Daniel Artmann (Telekom), Dr. Hermann Rodler (M-Net), Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU), Breitbandpatin Sabine Salzberger, Bürgermeister Michael hausperger (CSU), Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber (CSU), Breitbandberater Siegfried Schollerer und Gerhard Krämmer (M-Net).
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Beim symbolischen Start: (von links) Michael Schneider (ESB), Daniel Artmann (Telekom), Dr. Hermann Rodler (M-Net), Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU), Breitbandpatin Sabine Salzberger, Bürgermeister Michael hausperger (CSU), Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber (CSU), Breitbandberater Siegfried Schollerer und Gerhard Krämmer (M-Net).
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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361 Haushalte können ab sofort Glasfaser bis zum Haus nutzen. Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Sabine Salzberger, die Breitbandpatin der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, die offizielle Freigabe für die Nutzung der schnellen Datenautobahn in der Gemeinde erteilt.

Oberbergkirchen – In Rekordtempo wurden 265 Kilometer Glasfaser verlegt und 50 Kilometer Tiefbauarbeiten getätigt, um schnelles Internet bis in den kleinsten Weiler zu bringen. Insgesamt wurden 75 Kilometer Leerohre verlegt – um auch für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein.

Hausperger strahlt übers ganze Gesicht

Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) strahlte dann auch entsprechend über das ganze Gesicht, als er den Glasfaserausbau damit offiziell als besiegelt erklärte. „Es fehlt nur noch die Dokumentation. Der Ausbau jedoch ist abgeschlossen“, verkündete der Bürgermeister beim Festakt vor dem neuen Kinderhaus.

Nacherschließung des Ortsteils Rott und des Neubaugebiets „Am Hang“

Zusätzlich war noch eine Nacherschließung des Ortsteils Rott und des Neubaugebiets „Am Hang“ umgesetzt worden, der Ort sei damit gut versorgt.

Chronologisch fasste Hausperger die Mühen zusammen, die 2016 mit der Antragstellung auf Fördergelder begonnen hatten. Besonders stellte er dabei den Einsatz von Sabine Salzberger heraus, die im ständigen Austausch mit der Förderstelle in Berlin gewesen sei, dabei der Behörde auch wertvolle Hinweise geliefert habe, um das Verfahren zu vereinfachen.

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2017 gab es schon den ersten Förderbescheid

2017 habe man dann den ersten Förderbescheid von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Berlin entgegengenommen. Man sei planerisch tätig geworden, habe die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet, und schon im September 2019 sei der Spatenstich erfolgt. Nicht zuletzt weil sich Stephan Mayer besonders für Oberbergkirchen eingesetzt habe, betonte Hausperger.

Im Dezember 2020 hatten 30 Prozent der Oberbergkirchener neue Verträge abgeschlossen

Danach ging es Ruck-Zuck: „Im Dezember 2020 hatten bereits mehr als 30 Prozent der Oberbergkirchener Haushalte neue Verträge mit einer Glasfaserverbindung abgeschlossen“, so Hausperger.

3,4 Millionen Euro Wirschaftslichkeitslücke

Die finanzielle Herausforderung war für die 1750-Seelen-Gemeinde enorm. 3,4 Millionen Euro groß war die Wirtschaftlichkeitslücke, doch die Gemeinde konnte 1,7 Millionen Euro Förderung vom Bund abschöpfen, 1,4 Millionen Euro kamen vom Freistaat Bayern. „Eine ganz gute Quote“, fand Hausperger, der nun froh ist, seine Gemeinde auch mit dem Bau des Kinderhauses zukunftsfähig aufgestellt zu haben. Insgesamt acht Millionen Euro ließ sich die Gemeinde diese Investitionen in den vergangenen vier Jahren kosten.

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Es braucht auf kommunaler Ebene entsprechende Bürgermeister

„Es braucht auf kommunaler Ebene entsprechende Bürgermeister, um solche Kraftanstrengungen durchzusetzen“, würdigte der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer das Engagement Hauspergers und die Hartnäckigkeit von Breitbandpatin Sabine Salzberger.

Wegweisend in Sachen Kinderbetreuung und Breitbandverbindung

Oberbergkirchen stehe als Sinnbild einer modernen Kommune, die bei der Kinderbetreuung und der Breitbandversorgung Wegweisendes geleistet habe. „Das fügt sich sehr gut in die Heimatpolitik und -strategie der Regierung ein“, so Mayer.

Eine Vorzeigekommune wie Oberbergkirchen hätte er gerne überall in Bayern, betonte Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber (CSU). Die Bemühungen von Hausperger und Co. seien zukunftsweisend. Noch vor zehn Jahren seien solche Bandbreiten unvorstellbar gewesen. „Doch mittlerweile braucht es keinen Brockhaus mehr. Das Internet liefert sämtliche Informationen.“ Und das in rasender Geschwindigkeit. Man sei eher gefordert, das umfassende Wissensangebot zu sortieren.

M-Net setzt auf Quantentechnologie

Dr. Hermann Rodler, technischer Geschäftsführer der Firma M-Net, drückte seine Wertschätzung ob der guten Zusammenarbeit aus. In Oberbergkirchen habe man nicht nur ein leistungsstarkes Glasfasernetz ausgebaut. M-Net sei bekannt für das schnellste Netz Europas, weil es auf die Quantentechnologie setze, um die Daten energiearm in die Haushalte zu bringen.

Betriebsraum wird von Solarzellen gespeist

„Weil wir so wenig Energie brauchen, haben wir in Oberbergkirchen den ersten energieautarken Betriebsraum“, sagte er mit Verweis auf eine weitere Besonderheit der Pilotgemeinde. Tagsüber werde dieser Betriebsraum von Solarzellen gespeist, nachts von einem nachweislich grünen Energieversorger. Rodler hofft, dass der Ausbau in Oberbergkirchen als Leuchtturmprojekt eine entsprechende Strahlkraft auf andere Gemeinde hat.

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