GUT GESAGT

Mit Bierzeltnostalgie und Bravour

Erst vorwenigen Tagen hat der Film „Bohemian Rhapsody“ auch bei den Oscarverleihungen gut abgeschnitten. Steffi Hrdina sang den Titelsong von Queen.

Gut besetzt war der Saal des Gasthofes Zens bei der 18. Auflage des Benefizkonzertes von Sepp Eibelsgruber für die Haunersche Kinderklinik. Dazu hat der „Musimoaster“ wieder ein ansprechendes Konzert zusammengestellt, mit Couplets, Bierzeltnostalgie und Big-Band-Sound.

Neumarkt-St. Veit – Die Konzerte von Sepp Eibelsgruber und seinen Musikanten sind nicht nur für echte Blasmusikfreunde ein absolutes Muss. Stehen sie doch immer für hervorragende Solisten, abwechslungsreiche Einlagen und hervorragende Gastsängerinnen.

Vor allem aber gibt es immer bodenständige und perfekt abgestimmte Blasmusik, im bayerisch böhmisch und mährischen Stil. Gleich zum Einzug erklang „Boarisch tanz ma“, ein Stück der Tegernseer Tanzlmusik, und es folgte ein mit „Wenn der Berg erwacht“ von Franz Sprenzinger eine sehr stimmungsvolle Konzertpolka mit einer sphärischen und choralartigen Einleitung.

Neben den weiteren klassischen Blasmusikstücken „Ich träum so gern von dir“ und „So wie du“ gaben auch Thomas und Georg Samberger einige Couplets zum Besten wie die Ballade vom „Kneissl Hias“ oder aber „Der Fensterputzer Kare“.

Mit „Claude os, aperi aures“ folgte ein Konzertmarsch von Florian Böchl. Diesen übersetze bereitwillig Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber gekonnt, wenn auch etwas lapidar mit „Hoits Maul, hear zua!“

Bekannt sind Eibelsgrubers Konzerte durch die bravourösen Solostücke. Während bei „Dudacka“, einer mährischen Polkafolge, Martin Schneider, Andreas Dehm und Conny Pilzwenger gemeinsam brillierten, zeigte wieder einmal Martin Stadler mit dem Stück „Himmlisch“ in welche Höhen man mit einem Tenorhorn stoßen kann, obwohl das Instrument in seinen Händen wohl eher Sopranhorn heißen müsste.

Johannes Stadler brillierte bei „My Dream“ von Peter Leitner, wie auch Ingo Schneider bei „Nächtliche Träume“ von Miroslav Kolstrunk, beide bewiesen dabei die Strahlkraft der Trompete. Deutlicher kam dies nur noch bei „Trumpet blues & Cantabile“ von Harry James zum Ausdruck, als die gebündelte Strahlkraft des hervorragenden Trompetensatzes hervortrat. Für Sepp Eibelsgruber war diese Big-Band-Nummer eine Erinnerung an frühere Jahre, als er der Big Band von Hillmar Zinke zuhörte.

Ähnlich war es für ihn mit dem Stück „Fliege mit mir in die Heimat“. Denn in den 70er-Jahren zählte dieses Lied zu den Bierzeltklassikern.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend war der Auftritt von Gastsängerin Steffi Hrdina. Denn sie überzeugt mit ihrer kräftigen und ausgewogenen Stimme schon im ersten Konzertteil mit „Halleluja“ von Leonhard Cohan und dann später bei „Bohamian Rhapsody“, wo sie mit Leichtigkeit durch die verschiedenen Stimmlagen wanderte.

Mit „Thank you for the Music“, ebenfalls von Hrdina gesungen, setzten die Musiker den Schlusspunkt. Mit über 11 500 Euro Spenden im bisherigen Jahr erhöhte die Benefiz bilanz von Sepp Eibelsgruber zugunsten der Haunerschen Kinderklinik auf über 168 000 Euro seit 2002.

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